Was ist die „Tatsächliche Masse“?

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (62)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas zurückliegt, stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regel im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsfragen auf. Heute geht es um das Verkehrszeichen „Tatsächliche Masse“, das auch in Wasserburg seit kurzem wieder an prominenter Stelle (Foto) relevant ist.


>>Nachdem die durch eine Baustelle bedingte Verengung zwischen Burg und Schmidzeile verschwunden ist, wurde die Schmidzeile wieder für den Verkehr vom Marienplatz zur Burg hinauf freigegeben. Gleichzeitig gilt dadurch wieder das Durchfahrtverbot für Fahrzeuge ab einer Masse von 3,5 Tonnen, wobei Anlieger davon ausgenommen sind. Doch wer ist davon eigentlich betroffen?

Das hier vorgestellte Verkehrszeichen 262 verbietet die Durchfahrt ab einer bestimmten tatsächlichen Masse. Diese beinhaltet das konkrete Gewicht aus Fahrzeug plus Zuladung. Mit anderen Worten: würde man das Fahrzeug auf eine Waage stellen, dürfte maximal ein Gewicht von 3,5 Tonnen angezeigt werden. Zudem gilt dies „bei Fahrzeugkombinationen für das einzelne Fahrzeug, bei Sattelkraftfahrzeugen gesondert für die Sattelzugmaschine einschließlich Sattellast und für die tatsächlich vorhandenen Achslasten des Sattelanhängers“ (Erläuterung in der StVO zum Verkehrszeichen 262). Ein Fahrzeuggespann dürfe also insgesamt auch schwerer als 3,5 Tonne sein, ohne dem Durchfahrtsverbot zu unterliegen.

Im Gegensatz dazu steht beispielsweise das Verkehrszeichen 252. Dieses verbietet die Durchfahrt für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse. Hier ist also nicht das tatsächliche Gewicht entscheidend, sondern das laut Zulassung festgelegte Maximalgewicht. Außerdem werden die Gesamtmassen von Zugfahrzeug und Anhänger addiert.

Hier zeigen sich also bereits die großen Unterschiede zwischen den Verkehrszeichen, die sich auf das Fahrzeuggewicht beziehen. Da die unterschiedlichen Masse-Begriffe in der StVO ohne eingehendere Beschäftigung oft verwirrend sein können, lohnt sich bei Unklarheiten immer ein Blick in die StVO.

Unser Tipp für Wasserburg: Am Morgen und in der Mittagszeit ist die Schmidzeile bei Begegnungsverkehr ein regelrechtes Nadelöhr. Vor allem für Busse wird es dabei aufgrund ihrer Abmessungen oft sehr eng. Deshalb kann es Sinn machen, mit größeren Fahrzeugen die Fahrt die Schmidzeile hinauf zu vermeiden und die Altstadt stattdessen über die Umgehung oder die Rampe zu verlassen, auch wenn man vom Durchfahrtsverbot selbst vielleicht gar nicht betroffen wäre.<<

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