Wie geht es dem Mittelstand?

MdL Otto Lederer (CSU) besuchte „Schwarz & Sohn“ in Edling

image_pdfimage_print

Dank erfolgreicher kleiner und mittelständischer Betriebe sowie einer zukunftsorientierten Mittelstandspolitik ist der Landkreis Rosenheim ein starker Standort. Beispielhaft ist hier auch die Gemeinde Edling zu nennen, in der sich vor rund zwei Jahren die Firma „Schwarz & Sohn“ am Sonnenpoint angesiedelt hat. Trotz der guten Ausgangslage hat die Baustoff-Firma auch Herausforderungen zu meistern. Dies zeigte nun ein Gespräch des CSU-Landtagsabgeordneten Otto Lederer mit dem Geschäftsführer Klaus Sperling, dem Prokuristen Stefan Hagl und dem Niederlassungsleiter Martin Schnitzenbaumer.

Unser Foto zeigt von links Niederlassungsleiter Martin Schnitzenbaumer, Prokurist Stefan Hagl, MdL Otto Lederer und Firmeninhaber Klaus Sperling in Edling.

Schwarz & Sohn setzt auf eigene Ausbildung

Eine dieser Herausforderungen ist – wie derzeit in ganz Bayern – der Fachkräftemangel, der in vielen mittelständischen Handwerksbetrieben um sich greift. Wie der Firmeninhaber Klaus Sperling im Gespräch mit Otto Lederer betont, sei es mittlerweile sehr schwer, aufgrund des „Akademisierungswahns“ qualifizierte Fachleute zu finden. „Wir steuern dem entgegen, indem wir selbst ausbilden. Hier am Standort in Edling haben wir zum Beispiel 2 Auszubildende von insgesamt 11 Mitarbeitern.“

Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung

Diese Mitarbeiter werden dringend benötigt, weiß auch Otto Lederer, der sich bereits seit Jahren für die Gleichwertigkeit der beruflichen und der akademischen Bildung im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags einsetzt. „Beide Bildungswege sind gleichwertig. Deshalb müssen wir gemeinsam daran arbeiten, dass dies nun auch in unserer Gesellschaft ankommt“, erklärt Lederer.

Viele Eltern sind zurecht der Meinung „Meine Kinder sollen es einmal besser haben“. Aber das sei laut Lederer nicht zwingend mit der Aufnahme eines Studiums verbunden. Dies zu verinnerlichen sei noch ein langer Weg.

Großes Ziel: Entbürokratisierung in Firmen

Schneller sollte es Otto Lederer nach mit der Entbürokratisierung von Vorgängen gehen. Dieses Thema sprach Prokurist Stefan Hagl an. Hier verwies Lederer auf den neu eingesetzten Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Bürokratieabbau, Walter Nussel, MdL. Dieser bat erst kürzlich auf einer Veranstaltung von Otto Lederer in Tattenhausen an, Einzelfälle zu prüfen. So können Beispiele, wie spürbar Bürokratie abgebaut werden könnte, an folgende E-Mailadresse gesendet werden: buerokratieabbau@stk.bayern.de.

„Praxis-Check“ zur Vermeidung von Bürokratie

Um jedoch bereits im Vorfeld zusätzliche Bürokratie zu vermeiden, sollen zukünftig Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften in einem „Praxis-Check“ zunächst in bayerischen Betrieben und Vereinen auf deren Umsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit geprüft werden, bevor sie in Kraft treten. Verbesserungsvorschläge aus der Praxis werden aufgenommen, so dass eine möglichst unbürokratische Handhabung der Vorschriften ermöglicht wird.

Über Schwarz & Sohn:

Das traditionsreiche Familienunternehmen Schwarz & Sohn übernahm zum 1. Januar 2016 das Bauzentrum Freiberger in Edling und seit dem 1. Mai 2018 firmiert es dort auch unter dem selbigen Firmennamen.

Schwarz & Sohn ist ein in fünfter Generation geführtes Familienunternehmen mit fünf Niederlassungen. Der Hauptsitz befindet sich in Mainburg in der Hallertau.

Schwarz & Sohn ist ein Vollsortimentler, bei dem der Profi- und Privatkunde vom Keller bis zum Dach alles findet. Das Unternehmen legt großen Wert auf geschultes Fachpersonal, eigene Azubis und moderne Ausstellungen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

4 Gedanken zu „Wie geht es dem Mittelstand?

  1. Geschultes Personal, so so!
    Wo wird das geschulte Personal denn da versteckt.
    Ich kann da leider nichts mehr kaufen.

    Antworten
    1. Freiberger Kunde

      Da hast Du absolut Recht.
      Viele ex-Mitarbeiter von Freiberger sind gerne gegangen, alle Beziehungen mit Vereinen wurden beendet und langjährige Kunden (kleinere Handwerksbetriebe) wurden verkrault.
      Wenn ich an der Theke einen Sack Hasit 150 will und die Dame schon 5min in der EDV danach suchen muß, kann von geschult keine Rede sein.

      Antworten
      1. Ich war vor 3- 4 Monaten da und wollte ein Angebot zu Rasenkantensteinen. Versprochener Rückruf kam nie. Kauft man halt dann woanders.

        Antworten
      2. EX Freiberger Kunde

        Kann ich mich nur anschließen. Beim Freiberger fühlte man sich immer sehr gut Beraten, davon kann man jetzt nicht mehr sprechen. Ich war beim Freiberger 30 Jahre lang Kunde habe zwei Häuser gebaut. Jetzt beziehe ich meine Baustoffe woanders.

        Antworten