Wie entstehen Meteore?

Astrovortrag am 4. Juni an der Sternwarte Rosenheim

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Wie entstehen Meteore und Feuerkugeln? Was passiert genau, wenn Fragmente von Kometen oder Asteroiden mit der Erde zusammenstoßen? Passieren solche Ereignisse stets überraschend oder sind diese möglicherweise im Voraus berechenbar? Der Diplomphysiker Dieter Heinlein wird beim nächsten Astrovortrag der Sternwarte Rosenheim Antworten auf all diese Fragen geben und aufzeigen, wie die Meteoritenforschung die Entstehung unseres Planetensystems entschlüsselt hat.

In seinem Vortrag möchte er mit Irrtümern und Fehleinschätzungen aufräumen, die es bezüglich Sternschnuppen und Meteoriten gibt und wird zudem über den berühmten Meteoritenfall von Neuschwanstein am 6. April 2002 und dem weltweit Aufsehen erregenden Fall über der russischen Großstadt Chelyabinsk vom 15. Februar 2013 berichten, von dem es beeindruckende Film- und Fotoaufnahmen gibt..

Außerdem soll der Meteoritenfall 2016 bei Simbach am Inn Thema des Abends sein: Nach einer spektakulären Feuerkugel ereignete sich am 6. März 2016 ein Meteoritenfall bei Stubenberg in Niederbayern, in der Nähe von Simbach am Inn. Dank präziser Dokumentierung der Leuchtspur dieses Boliden konnten das Fallgebiet sehr gut berechnet und Suchaktionen eingeleitet werden. Innerhalb weniger Wochen nach dem Fall wurden frische und hoch interessante Meteoritenbruchstücke im kalkulierten Streufeld gefunden. Dieter Heinlein koordinierte die Suche und die wissenschaftliche Auswertung der Fundstücke. Er berichtet in seinem Vortrag aus erster Hand über die spannende Jagd nach den Steinmeteoriten und über die Ergebnisse der beteiligten Forscher.

Heinlein ist Technischer Leiter des Feuerkugelnetzes des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Planetenforschung). Seit 40 Jahren sammelt er Meteorite und ist auf diesem Gebiet auch als anerkannter Gutachter tätig.

Am 4. Juni ist er im Rahmen der öffentlichen Astronomievorträge an der Hochschule Rosenheim zu Gast, der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hörsaal B 0.23.

 

Mehr zur Sternwarte unter: www.sternwarte-rosenheim.de

 

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