Wie breit ist eigentlich ein Pkw?

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (57)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas zurückliegt, stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regel im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsfragen auf. Heute geht es um verengte Fahrstreifen auf der Autobahn und warum man die Breite des eigenen Fahrzeugs kennen sollte.


>>Werden im Zuge von Ausbau- oder Sanierungsarbeiten einzelne Autobahnabschnitte gesperrt, wird der Verkehr üblicherweise langsam auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite an der Baustelle vorbeigeleitet. Durch das geringe Platzangebot sind die einzelnen Fahrstreifen in der Regel dann allerdings verengt. Während der rechte Fahrstreifen für den Lkw-Verkehr großzügiger bemessen wird, ist der linke Fahrstreifen häufig sehr schmal. In diesem Fall werden dort folgerichtig nur Fahrzeuge zugelassen, die eine gewisse Höchst-Breite aufweisen, oft maximal 2 Meter (vgl. das Verkehrszeichen 264 „Tatsächliche Breite“). Alle Fahrzeuge die breiter sind, müssen auf dem rechten Fahrstreifen fahren.

Woher aber weiß man als Fahrzeugführer die tatsächliche Breite des eigenen Fahrzeugs? Ein Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) reicht dafür nicht. Die dort unter Ziffer 19 eingetragene Fahrzeugbreite berücksichtigt nicht die Breite der Spiegel, gibt also nicht die tatsächliche Breite an. Stattdessen kann man auf Tabellen des ADAC zurückgreifen, in denen die tatsächliche Breite der gängigsten Fahrzeugmodelle aufgelistet ist. Alternativ macht man sich selbst daran, die tatsächliche Breite zu herauszufinden. Dafür misst man einfach den Abstand zwischen den Außenkannten der beiden Außenspiegel. 

Dass man bei einer Beschränkung auf maximal zwei Meter tatsächliche Breite selbst betroffen ist, ist übrigens relativ wahrscheinlich. Nach Angaben des ADAC sind heute die Autos der Kompaktklasse (!) durchschnittlich 1,78 Meter breit – ohne dass die Spiegel mitgerechnet sind. Bereits diese Fahrzeuge dürften in der Regel also breiter als die oben genannten zwei Meter sein. Letztlich sollte sich jeder Fahrer im Zweifel selbst noch einmal über die tatsächliche Breite seines Fahrzeugs informieren. Ansonsten kann es im Falle eines Unfalls schnell teuer werden.

Unser Tipp: nicht nur das Beachten der maximal erlaubten Fahrzeugbreite hilft, Unfälle in Autobahnbaustellen zu vermeiden. Bei verengten Fahrstreifen sollte generell möglichst wenig überholt werden. Ideal ist versetztes Fahren, da dadurch die Unfallgefahr weiter gesenkt wird. Außerdem ist durch schnelleres Fahren auf dem linken Fahrstreifen meist nicht viel gewonnen. Würde in einer fünf Kilometer langen Baustelle der Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen 50 km/h und auf dem linken 60 km/h fahren, läge der Zeitgewinn bei gerade einmal einer Minute.<<

 

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Foto: PIXABAY

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Ein Kommentar zu “Wie breit ist eigentlich ein Pkw?

  1. Vielen Dank für diesen Hinweis.
    In der Zulassungsbescheinigung stehen so viele Angaben (zum Teil auch noch verschlüsselt), die für den Otto-Normalverbraucher nicht nachvollziehbar sind. Ist nun mal so.
    Mir stellt sich allerdings die Frage: Warum kommen unsere EU-Experten nicht auf die Idee, dass die tatsächliche Fahrzeugbreite (also mit Spiegel) im Fahrzeugschein zwingend ausgewiesen sein muss.
    Wie aus dem Bericht hervorgeht, ist ja dieser Wert der entscheidende Faktor bei der Breitenbeschränkung. Er dient ja als Grundlage, ob zu breit oder nicht und somit ob Strafe oder nicht.

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