„Wichtige strategische Grundlage“

Morgen Bürgerbeteiligung zum ISEK in Wasserburg - WFV nimmt Stellung

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Für das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) der Stadt Wasserburg, das am morgigen Dienstag, 27. November, um 19.30 Uhr den Wasserburger Bürgern im Rathaussaal zur Diskussion gestellt wird, hat die Stadt auch den Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV) um eine Stellungnahme gebeten. Nachdem man sich eingehend mit dem umfangreichen Werk in verschiedenen Gremien befasst hat, bescheinigt der WFV dem Lenkungsausschuss des ISEK, eine wichtige strategische Grundlage für die gedeihliche Entwicklung der Stadt geschaffen zu haben.

Im Einklang mit dem ISEK betont der WFV die Bedeutung der Einrichtung eines kooperativen und professionalisierten Stadt-Marketings. Hier erhofft man sich unter anderem tatkräftige Unterstützung für die vielfältige ehrenamtliche Arbeit des WFV für die Attraktivität der Stadt.

Großen Raum nahm das Thema Verkehr in der Stellungnahme ein. Der WFV setzt sich etwa für kürzere Takte beim Stadtbus ein und macht konkrete Vorschläge für den besseren Zugang der Stadt auf dem Fahrrad. Entsprechend seiner Unterschriften-Sammlung mit 4000 Unterzeichnern betont der WFV nochmals, dass die bestehende Verkehrsberuhigung der Altstadt angemessen und ausreichend ist und verwehrt sich gegen weitere Beschränkungen für Kraftfahrzeuge. Weiterhin finden sich in der Stellungnahme Vorschläge zum Schwerlastverkehr, Verkehr zu den Schulen und zur Verkehrslenkung.

Die Investitionskosten zur Reaktivierung der Altstadtbahn und die Kosten des Bahnbetriebs werden als unverhältnismäßig erachtet. Beim Dauerthema Parken weist der WFV darauf hin, dass insbesondere die schwierige Situation der Berufs-Einpendler im ISEK noch unzureichend beachtet wird. Die bevorstehende Einführung einer ausgeweiteten Gebührenpflicht wird kritisch gesehen. „Insgesamt sind derzeit deutlich zu wenige Parkplätze in der Altstadt verfügbar, so dass die gesamte Park-Konzeption mit einer umfassenden Planung nochmals überdacht werden sollte“, heißt es von Seiten des WFV

Zu wenig Beachtung im ISEK finden nach Meinung des WFV die Themen Fachkräftemangel und Digitalisierung. Um die Attraktivität für Fachkräfte kontinuierlich im Auge zu behalten, schlägt der WFV die Einrichtung eines Runden Tischs mit Stadt, Wirtschaftsverband und den Vertretern der großen Arbeitsgeber vor. Themen der digitalen Stadtentwicklung, wie „Digitale Einkaufsstadt“ oder „Smart City“, stünden zudem derzeit nicht ausreichend im Fokus.

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