Gartner bleibt Zweiter Bürgermeister

Edith Stürmlinger seit Donnerstagabend Dritte Bürgermeisterin - Konstituierende Sitzung des Stadrates

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Die beiden Stellvertreter von Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl stehen fest: Der Stadtrat hat bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend Werner Gartner (SPD) für sechs weitere Jahre als Zweiten Bürgermeister bestätigt. Er bekam 14 der 25 Stimmen. Acht erhielt seine Herausforderin von der CSU, Heike Maas. Drei Stadträte stimmten für Elisabeth Fischer, ebenfalls CSU. Sie war nicht vorgeschlagen worden, aber natürlich wie alle Stadträte wählbar. Mit 15 Stimmen wurde Edith Stürmlinger (Bürgerforum) neue Dritte Bürgermeisterin. Ihr Gegenkandidat … 

… Wolfgang Schmid (CSU) erhielt neun Stimmen. Eine Stimme war ungültig.

Bei der Besetzung der Ausschüsse und Referenten gab es eine ganze Menge Neuerungen.

Ausführlicher Bericht folgt …

 

Das Foto zeigt die beiden neuen Bürgermeister beim Ablegen des Amtseides – mit großem Sicherheitsabstand im Historischen Rathaussaal.

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26 Kommentare zu “Gartner bleibt Zweiter Bürgermeister

  1. Das freut mich. Ich finde Herr Gartner hat in den letzten Jahren seine Sache sehr gut gemacht. Er ist besonnen und immer bereit sich andere Meinungen anzuhören. Frau Stürmlinger halte ich ebenfalls für eine gute Wahl. Beide habe ich bisher immer als uneigennützig und engagiert für die Gemeinde wahrgenommen. Ich denke damit kann ich leben und freue mich für die beiden. Ich wünsche ihnen und dem Stadtrat – und natürlich uns allen – gute sechs Jahre.

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  2. Resi Kirchhoff

    Hallo Edith,

    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

    I frei mi mit Dir!

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  3. Glückwunsch, Edith!

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  4. Ein starkes politisches Signal, wenn die stärkste Partei nichtmal den zweiten Bürgermeister stellt. Und der klare Verlierer der Wahl, nämlich die SPD über dubiose Absprachen den ersten und zweiten Bürgermeister stellt, lächerlich. Dass da gemauschelt wurde erkennt man allein an der Tatsache, dass Frau Stürmlinger dritte Bürgermeisterin ist. Da braucht man sich über sinkende Wahlbeteiligung und ein fehlendes Wählerverständnis wahrlich nicht wundern zum fremdschämen……

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    1. Da geb ich dem Sebastian recht, und da sonst mein Kommentar wieder mal nicht veröffentlicht wird, sage ich nur! Schaut mal lieber Peter Steiners Theater-Stadl, da geht’s oft genauso ab, wie im Wasserburger Rathaus 😉

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    2. noch ein Unternehmer

      Lieber Sebastian, ich gebe Dir recht, ein überraschendes Ergebnis. Ein Traum für alle Verschwörungstheoretiker, oder? Am interessantesten, wo kommen diese 3 Stimmen her, für die Dame, die gar nicht zur Wahl stand? Von der eigenen Partei? Zufall? Überparteilich? Ein Denkzettel?
      Meiner Meinung nach, hat der Stadtrat gewählt wie Wasserburg allgemein.
      Bodenständig und heimatverbunden. Und nur der Ordnung halber, der 1. Bürgermeister wurde mit fast 2/3 Mehrheit trotz zweier Gegenkandidaten von den Bürgern gewählt. Ich glaube nicht, dass 5000 Wähler gemauschelt haben.

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  5. parteienverdrossenheit

    Wieder mal ein Musterbeispiel für die “Wasserburger Demokratie”. Wenn die größte Fraktion bei der Besetzung von zwei Stellvertreterposten leer ausgeht, so zeigt das einmal mehr, um was es vielen Stadträten eigentlich geht. Die Begründungen (Bürgerforum: es muss eine Frau sein / die Vertreterin des größten Stadtteils muss es sein … SPD: der Stellvertreter muss “Zeit haben und Erfahrung”) sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es schon weh tut. Wenn man sich die hohe Stimmenanzahl für Frau Maas bei der Wahl anschaut, so kann man nur den Kopf darüber schütteln, wie hier der Wählerwille mit Füßen getreten wird.

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    1. Manfred Braun

      Wenn keiner der CSU-Kandidaten Stellvertreter wurde, liegt das schlicht und einfach dran, dass sie im Stadtrat keine Mehrheit fanden. Nicht mehr und nicht weniger.

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    2. Warum sollte es in der “kleinen” Politik anders sein als in der “großen”?

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  6. Ich persönlich empfinde die Mitgliedschaft in der stärksten Fraktion als nicht entscheidendes Kriterium für das Amt eines stellvertretenden Bürgermeisters, sondern da finde ich schon auch Erfahrung als wichtig. Da hätte die CSU eben jemand Erfahrenen vorschlagen sollen (Frau Fischer?). Deshalb bin ich sehr zufrieden mit der Wahl und wünsche allen Stadträten und dem Bürgermeister eine gute Hand!

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  7. Ehemalige Traditionspartei

    Man kann ja zu Herrn Gartner stehen wie man will. Aber die Demontage in der Außenwirkung der bayerischen SPD setzt sich nun also auch in der Kommunalpolitik weiter fort.

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  8. Altstadtbewohner

    Versteh euer Problem nicht,. Wenn die CSU es nicht schafft, selbst mit den meisten Sitzen, mit ihren Themen eine Mehrheit im Stadtrat zu fiinden, dann ist das das Problem der CSU und ihrer evtl einfach nicht sehr beliebten Themen.
    Die demokratisch gewählten Stadtratsmitglieder wählen die Leute die sie als den besten Kandidaten erachten, mehr Demokratie geht kaum.

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    1. Dass der FDP Mann in Thüringen durch die AFD zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, war auch ein demokratischer Prozess, fanden Sie das dann auch gut?

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  9. Konservativer Bürger

    Da hat wohl die linke Stadtratsmehrheit ihre Wunschkandidaten durchgedrückt und den Wählerwillen komplett beiseite gewischt. Ich persönlich schüttle über die Politik des Wasserburger Stadtrates ja schon seit Jahren den Kopf. Aber gottseidank wohne ich nicht in Wasserburg…

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    1. noch ein Unternehmer

      Mein Demokratieverständnis: gewählte Mehrheit ist der Wählerwille. Oder gilt das nur, wenn die Mehrheit konservativ ist? Grübel

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    2. Die von Ihnen vermutete linke Stadtratsmehrheit in Wasserburg dürfte eine Frage der jeweiligen Perspektive sein und ist vor allem abhängig davon, ob man selbst weit genug rechts steht, um große Teile der SPD oder des Bürgerforums als “links” wahrzunehmen.

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  10. parteienverdrossenheit

    @altstadtbewohner: Es geht um den Posten der Stellvertreterin / des Stellvertreters. Was hat das mit den “Themen” zu tun? Die Argumentation “sie könnte sich ja sonst für in 6 Jahren warmlaufen” bzw. “fehlende Erfahrung” ist schlicht unverschämt. Oder haben einige neue Referenten / Referentinnen “Erfahrung”?
    @noch ein Unternehmer: aha. Bodenständig und heimatverbunden. Das sind also die Kriterien… ab wann ist man denn “heimatverbunden?

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    1. @ parteienverdrossenheit
      Ich lese hier nichts von den Anschuldigungen:
      “Die Argumentation “sie könnte sich ja sonst für in 6 Jahren warmlaufen” bzw. “fehlende Erfahrung” ist schlicht unverschämt. Oder haben einige neue Referenten / Referentinnen “Erfahrung”?”
      Wo steht das?

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  11. Also ich würde heimatverbunden so erklären dass man eben in der Stadt in der aufgewachsen ist oder schon sehr sehr lange lebt. Die Stadt und die Bürger kennt und nicht den Anschein erweckt nach Wasserburg gezogen zu sein weil man auf ein Amt scharf ist…
    Bodenständig….sicher tut frischer Wind hier und da gut…aber man sollte es halt nicht übertreiben wollen…

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  12. Ich schließe mich Sebastian an, was legitimiert die Vergabe des 2. Bürgermeisteramtes an die Partie die bei Weitem nicht die Mehrheit der Stadtratssitze hat! Der Erste Bürgermeister steht hier nicht zu Diskussion, Herr Kölbl wurde gewählt! Schon interessant, was hier an Vermutungen geweckt wird.
    Eine politische Interessierte.

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    1. Die SPD verlor zwei Sitze und kam auf 5 Räte, während die CSU mit sechs und der Block mit zwei Sitzen ihr Ergebnis von 2014 hielten. Im konservativen Lager hat sich also gar nichts verändert. Die schwäche der SPD auf Bundesebene und der Aufwind der Grünen ist womöglich ein Erklärungsversuch des Wahlergebnisses. Durch die Fraktionsgemeinschaften von SPD/LLW (sechs Sitze) und CSU/Block (acht Sitze) erkennt man auch, dass die Aussage “…die Partei die bei Weitem nicht die Mehrheit der Stadtratssize hat…” eine nicht ganz richtige Betrachtungsweise ist, denn so gesehen haben auch CSU und Block mit ihren acht Mandaten nicht bei Weitem die Mehrheit der Stadtratssitze. Gerade das Amt des 2. Bürgermeisters ist eben keine Grüßonkelstelle wie oft vermutet wird, sondern es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der Zeit und Erfahrung eine wichtige Rolle spielen. Immerhin sind sie Ehrenbeamte mit Doppelstatus, die den ersten BM im Falle einer Verhinderung vertreten. Zum politischen Geplänkel. Die Wahl des Kandidaten der CSU für das Amt des 2. BM ist unklug gewesen, denn in der kommunalpolitischen Geschichte gewinnt der Kandidat, der bereits in der Wahl zum ersten BM unterliegt, i.d.R. nie die Wahl zum 2. BM und das hätte die CSU eigentlich wissen müssen. Zumal die nötigen vorraussetzungen und kommunalpolitischen kompetenzen des CSU-Kandidaten für das Amt des 2. BM´s insofern fragwürdig sind, da die Erfahrungen mit kommunalpolitischen Mandat fehlen. Salopp ausgedrückt, nach der Schule starte ich als Auszubildender und nicht als Meister. Das haben die Stadtratsmitglieder, die zum Wohle der Stadt entscheiden, mit Sicherheit in ihrer Abstimmung berücksichtigt. Aus meiner Sicht hat das alles also weniger mit Mauschelei zu tun wie hier und dort vermutet wird, sondern damit, die möglichst kompetentesten Persönlichkeiten in ein wichtiges Amt zu wählen. Wer auf der konstituierten Sitzung des Stadtrates gewesen ist, stellt weiter fest, dass die CSU inhaltlich das Wahlergebnis der Kommunalwahl als Grundlage für entsprechende Mandate betrachtet und das ist zu wenig. Das ungeschickte Handeln der CSU wurde entsprechend quittiert.

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      1. Wer auf der konstituierenden Sitzung des Stadtrates gewesen ist, stellt aber auch fest, dass sich die kommunalpolitische Kompetenz der neu gewählten 3. Bürgermeisterin darin gezeigt hat, dass sie einen Arbeitskreis mit jemandem besetzen wollte, der gar kein Stadtratsmandat hat. Das wirkte auf den unvoreingenommenen Betrachter auch nicht gerade erfahren und kompetent.

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      2. Ehemaliger SPD-Wähler

        Da haben wohl einige Kommentarschreiber die falschen Vorstellungen… bei diesen Abstimmungen ging es nicht um Erfahrung, Wählerwillen oder sonstige Träumereien – hier ging es rein um den Machterhalt. Ganz einfach, gibts du mir, geb ich dir. Fraktion Stürmlinger wählt Gartner zur Nr. 2 und Fraktion Kölbl wählt Stürmliger zur Nr. 3. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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      3. Als nach der Kommunalwahl 1990 die klaren Sieger Wasserburger Block in Fraktion mit den FW Attel- Reitmehring Dr. Scheidacher als Kanditaten für den 2.Bgm.Posten nominierten sprachen sich die Vertreter von SPD ( mit dem damaligen Stadtrat M.Kölbl ) vehement dagegen aus. Ihr Argument : “Da der WB mit Dr.Geiger (der übrigens bei seiner Wahl 1972 zum Bürgermeister auch Neubürger war) bereits den 1.Bgm .stellt sei es politisch nicht korrekt wenn auch der 2.Bgm.aus der gleichen Partei kommt.” Heike Maas hat bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen aller 24 Stadträte vom Wähler erhalten .Die CSU wurde mit ihr als Listenführerin stärkste Partei ,überholte die SPD welche ca.30 % ihrer Stadtratssitze einbüßte und stellt zusammen mit dem Bloch auch die stärkste Fraktion im Stadtrat. Während , wie man der Presse entnehmen konnte, die Stadträte von CSU und WB in den Corona Wochen zusammen mit dem WFV sich um die familiengeführten einheimischen Betrieb sorgten und sich der Beschaffung und Verteilung von Schutzartikeln für deren Mitarbeiter und Kunden kümmerten, hatten die Stadträte der anderen Parteien etwas anderes zu tun. Offensichtlich schob man sich in nicht öffentlichen Treffen und Gesprächen schon mal die Posten zu. Es gehört schon viel Einfalt dazu, zu glauben dies sei alles erst bei der 1.Stadtratssitzung geschehen. Hier wurde der Wählerwillen mit Füßen getreten und nach früheren Aussagen von SPD und BU politisch unkorrekt gehandelt. Diese Machenschaften werden wohl als ” Wasserburger Klüngelei ” in die Stadtratsgeschichte eingehen

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        1. Ihr historischer Rückblick ist durchaus treffend, aber glauben Sie ernsthaft, an den “nicht öffentlichen Treffen und Gesprächen” der vergangenen Wochen wären CSU und Block nicht auch rege beteiligt gewesen?

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        2. Irgendwie fehlt es hier einigen Diskutanten an einem grundsätzlichen Demokratieverständnis: Gewählt werden vom Wahlvolk der erste Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats. Zweiter und dritter Bürgermeister werden vom Stadtrat gewählt. Wenn der zweite Bürgermeister direkt gewählt werden soll, muss das Wahlrecht geändert werden. Ich halte es im Gegenteil für äußerst demokratisch, dass eine verlorene Bürgermeisterwahl nicht automatisch ein Anrecht auf den Posten des 2. Bürgermeisters bedeutet. Einige CSU-Anhänger müssen offensichtlich noch lernen, dass auch CSU-Bewerber das Vertrauen und die Mehrheit der Stadtratsmitglieder gewinnen müssen. Alles andere wäre tatsächlich ein Geklüngel und Ämtergeschachere.

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