Werke aus sieben Jahrzehnten

Lois Huber: Eindrucksvolle Ausstellung im Museum Wasserburg eröffnet

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Drei Wochen vor seinem Tod malte er noch. Das Erbe des leidenschaftlichen Künstlers Lois Huber aus Evenhausen (1923 bis 2007) umfasst Tausende Gemälde. Das Museum Wasserburg widmet dem Maler nun erstmals eine Sonderausstellung – zehn Jahre nach seinem Tod. Gestern war die Vernissage im Museum und zahlreiche Besucher waren gekommen – darunter viele Kunstschaffende aus Stadt und Altlandkreis sowie Mitglieder der Familie Huber-Fürstenberger.

Begrüßt wurden die Gäste im Museum von Wasserburgs Zweitem Bürgermeister Werner Gartner. Er wies darauf hin, dass Hubers Familien in Evenhausen einen Bilderladen betreibt, wo parallel zur Wasserburger Ausstellung eine Verkaufsausstellung zu sehen ist. „Beide Ausstellungen zeigen Auszüge aus dem Gesamtwerk Lois Hubers, das die Landschaftsbilder und Porträts von seinen Reisen und Ausflügen ebenso einschließt, wie seine späteren Arbeiten.“ Gartner dankte allen an der Ausstellung Beteiligten und auch den Leihgebern.

 

 

Die Einführung in die Ausstellung hielt Museumsleiterin Sonja Fehler, die wie immer mit viel Sachverstand und Fachwissen glänzte. 

 

Die Tochter von Lois Huber, Mathilde Fürstenberger, richtete Dankesworte im Namen der Familie an die Organisatoren der Ausstellung und an die Gäste.

 

Ernst Hofmann begleitete den Abend musikalisch.

 

Bilder vom Eröffnungsabend:

 

 

Die Ausstellung im Museum Wasserburg vereint Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers aus sieben Jahrzehnten. Mit seiner expressionistischen Malweise fing Lois Huber die Berge, Seen, Dörfer und Städte des Chiemgaus ein, portraitierte die Menschen seiner Umgebung und gab die Eindrücke seiner zahlreichen Reisen wieder.

Die gezeigten Bilder stammen fast ausnahmslos aus Privat- und Familienbesitz. Einzelne Werke können erworben werden.

Anlässlich der Ausstellung ist eine Plakatserie mit vier unterschiedlichen Motiven gestaltet worden.

Die Ausstellung im Museum Wasserburg dauert bis 5. November. 

Die Biographie

Lois Huber wurde 1923 in Evenhausen geboren.

Nach einer Ausbildung zum Schreiner erkämpfte sich der junge Mann trotz der Widrigkeiten der Nachkriegszeit 1947 eine Ausbildung zum Kunstmaler an der Blocherer-Schule für angewandte Kunst in München.

Ausgehend von seinem stark naturalistischen Frühwerk wandelte sich sein Malstil unter Auseinandersetzung mit den deutschen Expressionisten und den französischen Impressionisten zu einer eigenen Ausdrucksweise, die er zeit seines Lebens beibehielt. In den 1950er/1960er Jahren beteiligte sich Huber an Ausstellungen in Rosenheim, Wasserburg, Prien sowie an einigen anderen Orten im Chiemgau und in München.

In dieser Zeit war er auch als Bauer und Schreiner tätig. Ab 1967 wechselte er in die Festanstellung als Grafiker bei der Firma Alpma in Rott und betrieb die Malerei bis zu seinem Tod im Jahr 2007 zunehmend privat.

 

 

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