Wer hundert Häuser hat …

Er ist nicht nur für die Feuerwehr zuständig (wir berichteten), sondern auch für die städtischen Gebäude: Liegenschaftsreferent Armin Sinzinger (Wasserburger Block) legte bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates ein interessantes Zahlenwerk auf den Tisch. „Der Stadt Wasserburg gehören rund 100 Gebäude – die Hälfte davon wird für öffentliche Einrichtungen genutzt, die andere Hälfte sind Wohn- und Geschäftsgebäude. Bei den Wohnungen achten wir besonders auf sozialverträgliche Mieten”, so Sinzinger. 

Zu den Gebäuden kämen noch zirka 150 Erbpacht-Grundstücke, 200 Hektar Wald, 30 Hektar landwirtschaftliche Grundstücke und 100 Kleingärten auf rund einem Hektar Land. Insgesamt würden aus den Liegenschaften 2, 7 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet. „Wobei wir da insbesondere bei den Wohngebäuden nicht auf Gewinnmaximierung achten. Viele unserer Objekte sind stadtbildprägend und unter Denkmalschutz”, so Sinzinger.

Die Nettomiete würden im Schnitt bei 6,10 Euro liegen. Der Liegenschaftsreferent: „Die sozialen Aspekte stehen dabei im Vordergrund.” Bei Neuvermietungen liege der Quadratmeterpreis zwischen 7,50 und acht Euro. Da sei es nicht verwunderlich, dass man bei den Mietern nur eine geringe Fluktuation habe.

Für die Vergabe der Mietwohnungen gebe es klare Kriterien. „Längere Wartezeiten sind dabei leider nicht selten”, so Sinzinger. Wegen der Wohnungsknappheit habe die Stadt auch einige Projekte vorangetrieben. So entstünden derzeit in der Ponschabaustraße 23 Wohneinheiten, die voraussichtlich im Frühjahr 2020 fertiggestellt würden. Auf der Schmiedwiese in Reitmehring habe man 14 neue Baugrundstücke im Einheimischenmodell bereitgestellt. In der Hermann-Schlittgen-Straße entstünden zudem 33 neue Wohneinheiten.