Wenn du geredet hättest …

Theatertage Wasserburg (3): Frauen der Weltgeschichte packen aus - Kammerspiele Landshut

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Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen –  das ist das spannende Thema der Theaterproduktion der Kammerspiele Landshut, die am Dienstag, 9. Mai, im Wasserburger Belacqua im Rahmen der Theatertage gastieren. Denn: Was wäre, wenn sie geredet hätten … Katharina Luther, Christiane von Goethe, Gudrun Ensslin, Klytämnestra, Desdemona? Frauen der Weltgeschichte packen aus in Wasserburg – direkt, intim, fiktiv. Es spielt: Maja Elsenhans.

Christine Brückner legt ihnen Worte in den Mund und zeichnet über die ungehaltenen Reden der fünf Frauengestalten ein energiegeladenes Emanzipations-Portrait über 2000 Jahre hinweg.

Die Bühne: Ein Kasten, weiß, in Neonlicht getaucht. Eine Schauspielerin erprobt, inszeniert und erspielt die Frauenfiguren. In diesem Laborversuch werden Erfahrungsräume erschlossen, die bis in die Gegenwart führen. Eruptives Frau-Sein im Geschichtslabor, fünf Rebellinnen im Widerstand zu den Machtmechanismen ihrer Zeit. Ein Theaterabend als ein Stück Emanzipationsgeschichte im Spiegel der Autonomie – verführerisch, sarkastisch, ambivalent.

Regie: Intendant Sven Grunert.

Die Schauspielerin Maja Elsenhans

Maja Elsenhans wurde 1977 in Chicago geboren. Nach ihrer Schauspielausbildung an der Essener Folkwang-Schule trat sie in Neuss ihr erstes Engagement an. Für ihre Darstellung der Mascha in Tschechows „Die Möwe“ erhielt sie den Förderpreis des RLT (Rheinisches Landes­theater Neuss).

Seit 2006 arbeitet Maja Elsenhans als freie Schauspielerin – wie in Ansbach, München, Landshut, Berlin und Gotha. 2008 spielte sie zum Beispiel die Rolle der Wendy in Sven Grunerts „Peter Pan“-Inszenierung auf dem Tollwood-Festival in München.

Für die Theatertage in Wasserburg:

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Unser Portrait

Das kleine theater (absichtlich klein geschrieben) der KAMMERSPIELE Landshut – es beschreibt einen Kulturbegriff. Kultur gegen Katastrophen. Zeichen gegen Bedeutungslosigkeit.

Kultur ist die Grundlage unserer Gesellschaft, das innere und äußere Fundament unserer Existenz. Denkkultur. Lebenskultur. Unternehmenskultur. Spielkultur. 

Über zwei Jahrzehnte lang – Grund genug, sich zu erinnern, aus welchen Werten und Inhalten das Haus im Haus der Welt begründe wurde. Was ist das, was am Ende am meisten zählt? Immer wieder sind es die Fragen, die beflügelt haben, einen auf- und anregenden, kritischen und fantasievollen Spielplan für das Publikum zusammen zu stellen.

Ein Spielplan reich an Betrachtungen, voll von Ideen, an denen man sich künstlerisch abarbeitet. Das Programm ist Programm. Brisant. Aktuell. Solange der Vorhang aufgeht, verspricht die Welt, die sich dahinter befindet, eine andere zu werden.

Der Vorhang gibt Raum frei. Der Vorhang ist Symbol, Formel, Bedeutung, Utopie und Vorstellung! Der Vorhang ist ein Versprechen. Eine Vorstellung von einer Welt, die man mit dem Publikum gemeinsam teilen kann. In der Kunst, ein Mensch zu sein! Nicht jede Art von Leben kann man wagen, doch es gibt Wagnisse, für die es sich lohnt, zu leben!

Seit über 25 Jahren entsteht am kleinen theater – KAMMERSPIELE Landshut anspruchsvolles Theater fernab des Mainstreams.

Mit gut 180 Veranstaltungen im Jahr und seinen Kunstaktionen im öffentlichen Raum prägt das kleine theater das kulturelle Leben in Landshut und darüber hinaus. Es ist „Botschafter bayerischer Theaterkultur“, wie es das Bayerische Staatsministerium ausdrückt, und blickt auf nationale und internationale Erfolge zurück.

Das poetische, politische und generationsübergreifende Konzept des Hauses bindet nicht nur hochkarätige Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, sondern führte zum Austausch mit dem Burgtheater Wien, Theater Essen, Gripstheater Berlin, den Hamburger Kammerspielen …

Herzlich willkommen in Wasserburg!

Fotos: Kammerspiele Landshut / Theater Wasserburg

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