Weniger Vereine – Viele Aktivitäten

Bayerns Trachtler ziehen in Raubling Bilanz - Aktuell über 160.000 Mitglieder

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Mit derzeit 777 Heimat- und Volkstrachtenvereinen aus 22 Gauverbänden und mit 160.760 erwachsenen Mitgliedern geht der Bayerische Trachtenverband in das Trachtenjahr 2020. Diese Zahlen verkündigte Landesvorsitzender Max Bertl bei der Frühjahrstagung des Verbandes im WWK-Forum in Obermühl in der Gemeinde Raubling.

Max Bertl und seine Mitglieder des Landesausschusses (Gauvorstände, Sachgebietsleiter und Ehrenmitglieder) machen sich trotz vieler Aktivitäten und allgemein großer Beliebtheit in der Gesellschaft einige Sorgen um die Zukunft. „In den letzten zehn Jahren haben sich in Bayern 48 Vereine aufgelöst, die sich zuvor um die Heimatpflege kümmerten und die insgesamt 4.607 Mitglieder hatten. Verschiedene Gründe haben zu den Auflösungen geführt, oftmals sind keine Verantwortlichen mehr zu finden, die sich den ehrenamtlichen Aufgaben widmen können oder wollen“, so Max Bertl, der seit neun Jahren dem Bayerischen Trachtenverband vorsteht, während der Tagung seinen 74. Geburtstag feiern konnte und das Amt des Landesvorsitzenden bei den turnusgemäßen Wahlen bei der Herbst-Tagung in jüngere Hände geben wird.

„Geben wir dem Ehrenamt wieder mehr Ehre“ – diese Aufforderung formulierte in einem Grußwort Sebastian Friesinger aus Albaching als Landesvorsitzender des Bayernbundes und als derzeit kommissarischer Sprecher der Bürgerallianz Bayern, einem Zusammenschluss bayerischer Verbände mit 2,2 Millionen Mitgliedern. Friesinger, selbst seit 35 Jahren in verschiedenen Ämtern ehrenamtlich und auch kommunalpolitisch sowie seit 40 Jahren als Hochzeitslader tätig, richtete seinen Appell nicht nur an die Trachtler selbst, sondern auch an die Politik und Gesellschaft.

Ein großes Zeichen der Hoffnung, dass in Bayern auch in Zukunft das Engagement für die Heimat- und Brauchtumspflege nicht nachlässt, konnte Armin Schmid als Vorsitzender der Bayerischen Trachtenjugend vermitteln. Laut jüngster Erhebungen gibt es im Bayerischen Trachtenverband 1.377 ausgebildete und zertifizierte Jugendleiterinnen und Jugendleiter, die sich im Vorjahr in 597 Vereinen bei 24 Jugendbildungs-Maßnahmen mit 124.917 jungen Leuten beschäftigt haben. In Abstimmung mit bayerischen Ministerien und Schulen arbeitet die Bayerische Trachtenjugend zusammen mit dem Bayernbund und mit dem Wertebündnis Bayern an verschiedenen Projekten, unter anderem zur Heimatkunde  und zum Thema „MundARTWERTvoll“.

 

Kernstück der Veranstaltungs- und Seminar-Aktivitäten ist für Bayerns Trachtler das Trachtenkulturzentrum im niederbayerischen Holzhausen, dort findet am Samstag, 16. Mai, das 1. Forum für Jugendarbeit und Jugend des Bayerischen Trachtenverbandes mit einem ganztägigem Programm statt.

Weitere Aktivitäten in und mit der Öffentlichkeit sind mit dem Festring München sowie mit dem Bayerischen Rundfunk geplant. Höhepunkte im „Trachtensommer 2020“ sind heuer insgesamt 15 Gautrachtenfeste der einzelnen Gauverbände, sein insgesamt 100. Gaufest (seit 1904) feiert der Bayerische Inngau-Trachtenverband am Sonntag, 12. Juli. und in Verbindung mit einer Ausstellung, die am 11. Juli in Ostermünchen eröffnet wird.

Der Bayerische Inngau-Trachtenverband ist auch Gastgeber für die Jahrestagung des Bayerischen Trachtenverbandes mit Neuwahlen der Vorstandschaft und Sachgebietsleiter, diese findet am 10. und 11. Oktober in Oberaudorf im bayerischen Inntal im Landkreis Rosenheim statt.

In einem Grußwort bedankte sich Zweiter Bürgermeister Andreas Schober von der Gemeinde Raubling (mit selbst zwei aktiven Trachtenvereinen und insgesamt 73 Ortsvereinen) für das Engagement der Trachtler, das für einen lebfrischen Jahreslauf in den einzelnen Orten und im ganzen Land sorgt.

Text und Fotos: Hötzelsperger

 

Landesschriftführerin Hildegard Hofmann gratuliert Landesvorsitzendem Max Bertl zum 74. Geburtstag.

 

Bayernbund-Landesvorsiztender und komm. Bürgerallianz-Sprecher Sebastian Friesinger und Max Bertl tragen gemeinsam Verantwortung für Bayern.

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