Wem gehört die Straße?

Wasserburger Grüne begehen am 20. September erstmals „Park(ing) Day“

image_pdfimage_print

Am dritten Freitag im September findet jedes Jahr der internationale „Park(ing) Day” statt. Wie viel Platz in der Stadt sollte zur öffentlichen Nutzung bereitstehen und wie viel Platz wird tatsächlich von Autos besetzt? Diese Fragen stellen sich Aktivisten auf dem seit 2005 international jährlich begangenen Aktionstag zur Re-Urbanisierung von Innenstädten.

Am „Park(ing)” Day werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum kurzfristig umgewidmet und zum Beispiel als Picknickplatz, als Sitzfläche, Spielplatz oder Fahrradabstellfläche genutzt.

Die Wasserburger Grünen wollen den „Park(ing)” Day dieses Jahr erstmals am 20. September von 16 bis 19 Uhr auf Parkplätzen in der Färbergasse in der Wasserburger Altstadt mit Kaffee, Kuchen, Kinderspielen und Diskussion begehen. Interessierte und Sympathisanten sind eingeladen, sich anzuschließen.

Anregungen holten sich die Grünen zu diesem Aktionstag unter anderem in Salzburg beim ‚Fairkehrten Fest‘, bei dem sogar ein ganzer, sonst hauptsächlich von Pkw befahrener Straßenzug einen ganzen Tag alternativ genutzt wurde. (siehe Foto, Karlheinz Rieger)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

13 Kommentare zu “Wem gehört die Straße?

  1. Man kann es auch komplett übertreiben.

    94

    40
    Antworten
  2. Man kann es echt übertreiben und wir müssen alles nachmachen, was große Städte machen. Wir sind aber nur eine kleine Stadt, da muss man nicht alles nachmachen …

    87

    37
    Antworten
  3. Ich sehe hier keine Übertreibung und wüsste auch nicht, was das mit der Größe der Stadt zu tun Hätte. Die meisten Autos wiegen mittlerweile rund 1,5 Tonnen und transportieren mit ihren gut 100 PS und mehr einen einzelnen Menschen von rund 70 – 90 kg Gewicht. Die allermeisten Fahrten sind dabei in einer Entfernung, die noch leicht mit dem Fahrrad zu bewältigen wären. Den Großteil des Tages (23,5 Stunden) steht das durchschnittliche Auto in Deutschland aber nur ungenutzt herum und benötigt dabei Platz, nämlich gute 12 Quadratmeter. Dies summiert sich auch in einer Kleinstadt wie Wasserburg zu einer immensen Fläche, die vom Auto belegt und so jeder anderen sinnvollen Nutzung entzogen ist. Dies mit kreativen Aktionen in Frage zu stellen, ist gut und richtig. Dass Menschen, die von ihrem Auto mehr beherrscht werden, als dass sie es selbst beherrschen, da gleich wieder aufheulen, ist natürlich zu erwarten.

    38

    73
    Antworten
  4. In Wasserburg ist es doch gut geregelt. Ausreichend Parkplätze in den Parkhäusern und an der Rampe und in der Stadt haben Fußgänger Vorrang. Warum muss man jeden Humbug aus den Metropolen importieren und uns einreden wollen, wir müssen das genau so machen wie sogenannte Aktivisten es gerne hätten.

    73

    23
    Antworten
  5. ..es sind nunmal die Strassen extra dafür gebaut worden, damit Fahrzeuge darauf fahren.
    Somit sind sie “sinnvoll” genutzt.
    Wir haben enorm viel unbefahrene Grünflächen in und um Wasserburg, Wälder, Wiesen, Seen…
    Genausogut könnte man gegen bereits gebaute Häuser demonstrieren, weil man da jetzt mit dem Fahrrad nicht mehr über den Grund fahren kann. Einfach komplett absurd so eine Aktion..

    69

    22
    Antworten
  6. den Grünen gehts doch nur um Aufmerksamkeit!So kurz vor den Wahlen ist ihnen jeder Schmarrn willkommen.

    66

    25
    Antworten
  7. Frau Tiemann hat es gestern ganz gut auf den Punkt gebracht: Wir sollten endlich wieder den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen und nicht das Auto…

    und @Wolfgang:
    Das mit dem Vorrang der Fußgänger stimmt auch nur auf dem Papier, die Realität sieht anders aus!

    22

    41
    Antworten
  8. Lange Rede, kurzer Sinn: Sperrt die Stadt die Strasse oder nicht? Wenn keine Parkplätze gesperrt sind, werde ich als Autofahrer, wie gewohnt, die gebührenpflichtigen Parkplätze nutzen. Desweiteren möchte ich hier fragen: Hat die Satdt Wasserburg hier den Grünen eine Sondergenehmigung erteilt, da es sich hier schließlich um einen öffentlichen Verkehrsraum handelt. Und dieses gilt sowohl für Gehweg, als auch der Fahrbahn. Nachzulesen im StVG
    (Strassenverkehrsgesetz. Und wenn ich am Samstag Lust habe, dann organisiere ich ein Fest auf dem Marienplatz und dann bricht sowieso alles zusammen. Ich hoffe hier auf eine baldige Stellungnahme von Herrn Bürgermeister Kölbl, da ich mir nicht vorstellen kann, dass er solche Veranstaltungen unterstützt.

    48

    22
    Antworten
  9. @Klimaneutral: Welche Wahlen?

    @Bienchen: Was der Bürgermeister davon hält, ist egal. Der Rosenheimer Bürgermeister wird vermutlich die Nazidemos auch nicht unterstützen, kann aber nichts oder kaum was dagegen tun.

    6

    22
    Antworten
  10. @Martin, nicht vergessen, die Autos werden auch von Menschen gesteuert und wenn sich Ihrer Ansicht nach einige Autofahrer im Fußgängerbereich unangemessen verhalten, dann müssen Sie die Polizei anrufen, Anzeige erstatten und mit anderen Betroffenen dafür kämpfen, dass mehr kontrolliert wird. Ich gestehe zu, man kann dort noch langsamer fahren, genötigt habe ich mich bisher aber nicht gefühlt.

    25

    8
    Antworten
  11. @ Bienchen
    Bitte ruhig bleiben. Die Straße wird nicht gesperrt. Die Grünen haben für 3 Parkplätze eine Sondernutzungserlaubnis für 3 Stunden, offiziell bei der Stadt angemeldet.

    @ Klimaneutral
    Selbstverständlich geht´s um Aufmerksamkeit. Und zwar dafür, was man zum Beispiel alles mit 3 Parkplätzen anfangen könnte. Der PARK(ing) Day findet übrigens jedes Jahr statt, auch wenn keine Wahlen sind.

    29

    17
    Antworten
  12. @ Steffi König: Wenn man schon solche Aktionen plant, dann sollte man den Bürger auch vorab mit ausführlichen und korrekten Informationen versorgen. Das würde dem Ganzen zuträglich sein. Bin mal gespannt, auf was für “grandiose” Ideen die anderen Parteien noch alles so kommen, um sich im Wahlkampf gut zu positionieren.

    11

    17
    Antworten
  13. @ Zauberfee
    Ich glaube, wenn man den Artikel liest, findet man alle nötigen Informationen. Durch diese Aktion wird niemand gestört oder behindert. Insofern verstehe ich die ganze Aufregung nicht.

    19

    11
    Antworten