Welche Trasse ist die verträglichste Trasse?

Für den Brenner-Nordzulauf: Alle Info-Termine für die Bürger im Landkreis im Überblick

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Nach der Vorstellung der nun insgesamt noch fünf reduzierten Grobtrassen am gestrigen Montag in Rosenheim (wir berichteten) möchten DB und ÖBB die Bürger auch im Landkreis Rosenheim persönlich über den Stand der Planungen informieren. Dazu starten die Bahnen bereits am kommenden Freitag, 5. Juli, eine Serie von Infomärkten in der Region. Unsere Karte zeigt als Beispiel eine mögliche Trasse in der Varianten-Markierung blau …

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Nußdorf, Neubeuern, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting, Rosenheim, Schechen, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen.
 

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Großkarolinenfeld oder Aubenhausen
Südlich Rosenheim: Niederaudorf BAB

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Großkarolinenfeld / Aubenhausen wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen.

Im vergangenen Jahr hatte das Projektteam erste Grobtrassen vorgestellt. Nun sind die nächsten Schritte gesetzt: 110 unterschiedliche Planungsvorschläge aus der Region wurden geprüft und anschließend die Zahl der Varianten reduziert.

Bei 16 Veranstaltungen in Deutschland und Österreich erläutern die Bahnen den Menschen vor Ort die fünf Einzelvarianten und die anstehenden Planungsschritte. An weiteren Ständen erhalten die Bürger zudem Informationen zu Themen wie der Verkehrsentwicklung, dem Ablauf der Planungen sowie den Projekthintergründen.

Als Ansprechpartner stehen das DB/ÖBB-Planungsteam sowie Mitarbeiter der beauftragten Ingenieurbüros zur Verfügung.

Der Überblick der Info-Veranstaltungen:

 05. Juli 2019
16-20 Uhr
 Kolbermoor
Mareissaal, Rosenheimer Straße 8, 83059 Kolbermoor
 12. Juli 2019
16-20 Uhr
 Niederndorf
Gemeindesaal, Dorf 34, A-6342 Niederndorf
 15. Juli 2019
16-20 Uhr
 Brannenburg
Wendelsteinhalle, Schloßstraße 2A, 83098 Brannenburg
 16. Juli 2019
16-20 Uhr
 Großkarolinenfeld
Max-Joseph-Halle, Kolbererplatz 1, 83109 Großkarolinenfeld
 17. Juli 2019
16-20 Uhr
 Stephanskirchen
Saal im Gasthaus Antretter, Schömeringer Straße 19, 83071 Stephanskirchen
 18. Juli 2019
16-20 Uhr
 Rosenheim
Ballhaus, Weinstraße 12, 83022 Rosenheim
 22. Juli 2019
16-20 Uhr
 Nußdorf am Inn
Turnhalle, Flintsbacher Straße 6, 83131 Nußdorf am Inn
 23. Juli 2019
16-20 Uhr
 Flintsbach am Inn
Gasthof Falkenstein, Kufsteiner Straße 6, 83126 Flintsbach am Inn
 24. Juli 2019
16-20 Uhr
 Riedering
Hirzinger Stadl, Endorfer Str. 13, 83083 Riedering
 25. Juli 2019
16-20 Uhr
 Bad Aibling
Kurhaus, Wilhelm-Leibl-Platz 1, 83043 Bad Aibling
 29. Juli 2019
16-20 Uhr
 Rohrdorf
Turner Hölzl, Bgm.-Hollinger-Platz 2, 83101 Rohrdorf
 30. Juli 2019
16-20 Uhr
 Tuntenhausen
Turnhalle der Fritz-Schäffer-Schule, Niedergartenweg 7, 83104 Tuntenhausen
 31. Juli 2019
16-20 Uhr
 Kiefersfelden
Pfarrheim, Pfarrer-Gierl-Weg 8, 83088 Kiefersfelden
 01. August 2019
16-20 Uhr
 Raubling
Gemeindehalle, Rosenheimer Straße 2, 83064 Raubling
 05. August 2019
16-20 Uhr
 Schechen
Pfleger Theaterstadl, Lohen 15, 83135 Schechen

Die fünf möglichen Trassenführungen sollen nach Angaben der Bahn in den kommenden eineinhalb Jahren vertieft geplant werden.

Mit der baulichen Umsetzung sei frühestens in den 2030er-Jahren zu rechnen. Nach Schätzungen könnte die Neubaustrecke auf deutscher Seite frühestens 2038 fertig sein – also zehn Jahre nachdem der Brenner-Basistunnel fertig werden soll. Bis dahin müsste also die bestehende Strecke ausreichen.

Ziel des von der Europäischen Union forcierten Ausbaus ist, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen.

Die derzeitige Verkehrssituation verschärft den Konflikt zwischen den Nachbarländern:

Tirol geht aktuell unter Androhung von Strafen gegen Autofahrer aus Deutschland vor, die von den viel befahrenen Autobahnen – im Bereich Kufstein zum Beispiel – auf die Landstraßen ausweichen.

Darüber hinaus führt die Tiroler Landesregierung für Lkw auf den Brennerstrecken regelmäßig eine Blockabfertigung ein (wir berichteten mehrmals), die den Lastwagenfahrern viel Zeit kostet – die Strecke aber entlasten soll.

Die Belastungsgrenze für Mensch, Natur und Infrastruktur in Österreich sei überschritten, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter.

Quellen: brennernordzulauf.eu – Deutsche Bahn – ARD

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3 Kommentare zu “Welche Trasse ist die verträglichste Trasse?

  1. Dann bleiben Frau Ludwig und der CSU-Regierung immerhin noch 19 Jahre, um mit dem Land Tirol wegen der Fahrverbote und der Blockabfertigung weiter zu sprechen sowie eine Klage bei der EU darüber einzureichen.

    Mir ist bewusst, dass sich das alles hinzieht, weil das ein aufwändges Verfahren ist. Aber irgendwie habe ich das Gefühl “wir sind zu spät dran”.

    Das hat man doch kommen sehen, oder? Und wie schon von mir erwähnt….. Tirol ist da viel weiter!

    In Sachen Trasse und in Sachen Entlastung der Bevölkerung.
    Hier machen sie die Landstraßen dicht und Blockabfertigung und wir “müssen mal mit der EU und dem Land Tirol reden”.

    “Müssen” tun unsere Politiker nichts……aber sie “sollten” finde ich.

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  2. … zum Thema Blockabfertigung haben wir doch gerade ein ganz großes Druckmittel:
    Wir sperren einfach die Staustufe in Oberaudorf am Inn (aktuell viel Schmelzwasser) und dann schau ma moi wie lange sie diese Autobahn als politisches
    Mittel benützen. Spätestens wenn in Schwaz as Wasser steht, werd des a auf da Autobahn wieder flüssiger.
    Beim Rest @Anderl, muss ich dir vollkommen zustimmen, seit 25 Jahren ist dieser Tunnel Thema, bei der ehemals 50% Partei aus Bayern is des jedoch komplett verschlafen worden. Auch hier sieht man, wie wenig handlungsfähig die bayr. Regierung war und ist, im Vergleich zu de “Össis”

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  3. @Anderl,
    das was Du in Deinem Beitrag schreibst ist richtig, nur mit den 19 Jahren die wir noch Zeit haben!

    Die Zeit ist schneller vorbei als es einem heute vorkommt.
    … was ist, wenn Österreich und Italien mit den Bauarbeiten fertig sind und in Bayern kommt man nicht voran?

    Muss Deutschland dann dafür bezahlen? Selbst wenn in Bayern jetzt mit den Bauarbeiten angefangen werden würde, sind wir weit hinterher. Wir kennen noch nicht mal die Trasse, die kommen wird, dann geht es um die Erschließung und was ganz sicher noch kommen wird, sind die Klagen und Gerichtsverfahren der betroffenen Anlieger.

    Das kann Jahre dauern.
    Deine Aussage, unsere Politiker müssen nichts tun, das sehe ich ganz anders, wozu wurden die gewählt? Wofür werden die vom Bürger bezahlt? Vielleicht spielt die CSU bald keine große Rolle mehr, wenn die so weiter machen.

    Kommentar v.d. Redaktion gekürzt.

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