Welche Schule für mein Kind?

Diskussions-Runde in Wasserburg mit MdL Otto Lederer gut besucht

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„Welche Schule wünschen wir uns für unsere Kinder?“ Unter diesem Motto diskutierten mit dem CSU-Landtagsabgeordneten und AKS-Landesvorsitzenden Otto Lederer (rechts) zahlreiche Bürger aus Wasserburg und Umgebung im Gasthaus Paulaner. Lederer beleuchtete das Thema aus den verschiedenen Blickwinkeln der Eltern, der Schule und der Wirtschaft.

Eingeladen hatte die CSU Wasserburg in Kooperation mit dem Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport (AKS) Rosenheim.

Einig waren sich die Zuhörer, dass es viele Erziehungsberechtigte gebe, die mit der Schule bestens zusammen arbeiten und so ein problemloses Miteinander von Familie und Schule ermöglichen. Darüber hinaus gebe es aber auch die Helikoptereltern und einen Anteil an Eltern, die uninteressiert am Schulleben ihrer Kinder seien …

Bestimmte Eltern würden auch einer Art „Machbarkeitswahn“ anhängen und glauben, die schulische und berufliche Laufbahn ihres Kindes bereits im Vorschulalter festlegen zu können. Prinzipiell gelte aber, dass die allermeisten Schüler (laut Studien zwischen 70 und 90 Prozent) gerne in die Schule gehen.

Die Wirtschaft wünsche sich gut ausgebildete Jugendliche, die eine breite Allgemeinbildung besitzen. Persönlichkeitsbildung und ein entsprechendes Auftreten sollte die Schule jedoch genauso leisten, wie eine gewisse Erziehungsarbeit.

In der Diskussion, die von Kerstin Haferkorn, der Kreisvorsitzenden des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport, geleitet wurde, wurde hinterfragt, ob die richtigen Schüler an der passenden Schule sind.

Dadurch käme es in vielen Familien zu Spannungsfelder – aber auch in der Schule sowie im Anschluss bei den Ausbildungsbetrieben bis hin zur Frage der Studierfähigkeit.

Einig war man sich, dass kein Kind durchs Raster fallen dürfe, aber auch, dass die Qualität der Schularten und der Abschlüsse aus der Sicht aller Beteiligten erhalten werden müsse.

Das differenzierte bayerische Schulwesen bietet hier zum einen die nötige Durchlässigkeit, um vielfältige Bildungsbiografien zuzulassen, aber auch zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Beratungslehrer, Jugendsozialarbeit an Schulen, Übergangsklassen oder Förderberufsschulen.

Dies alles führe dazu, dass seit 2008 bis heute der Anteil der Jugendlichen, die das Schulsystem ohne Abschluss verlassen, von rund acht Prozent zum Teil auf unter fünf Prozent gesunken sei. Bayern sei damit Spitzenreiter in Deutschland.

Abschließend fasste Otto Lederer zusammen, dass neben allen Veränderungen in der Gesellschaft auch bedacht werden müsse, dass der Anspruch an die Jugendlichen oftmals gestiegen sei. Er machte jedoch auch deutlich, dass ihm vor allem die gleichwertige Stellung von akademischer und beruflicher Bildung wichtig sei …

 

 

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