Weil die Musik zu laut war …

Nachbarn alarmieren die Polizei, die der Sound zu einem Joint führt - Nächtliche Wohnungs-Durchsuchung bei 35-Jährigem die Folge

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Sie riefen die Polizei: Mehrere Anwohner aus der Aisingerwies in Rosenheim beschwerten sich gestern Nacht gegen 22.30 Uhr über laute Musik eines Nachbarn. Als die Beamten an der Wohnung eintrafen, öffnete auf Läuten der 35-jährige Wohnungsbesitzer. Trotz des getragenen Mundschutzes bemerkten die Beamten sofort starken Marihuanageruch …

Im Wohnzimmer saß ein Kumpel des 35-Jährigen, der plötzlich aufstand und torkelnd den Beamten entgegen gegangen sei. Er habe versucht, die Wohnzimmertür zu schließen – offenbar, um einen gerade vorbereiteten Joint vor dem Zugriff der Polizisten zu bewahren.

Doch die Beamten waren schneller als der 40-Jährige aus Raubling. Das Rauschgift wurde sichergestellt und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Wohnung in der Folge durchsucht.

Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz ein.

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12 Kommentare zu “Weil die Musik zu laut war …

  1. Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist ein Grundrecht.
    Haben sich die Beamten etwa nach Fernsehkrimi-Manier – “Dürfen wir uns mal umschauen” und rein – Zugang zu der Wohnung verschafft?
    Wie dem Bericht zu entnehmen ist, wurde die Wohnung “nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in der Folge durchsucht”.
    Eine Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft reicht aber nicht: Für eine Durchsuchung ist immer noch ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erforderlich.
    Ich hoffe, dass die Betroffenen ihre Rechte kennen und in der Lage sind, alle Rechtsmittel auszuschöpfen.

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    1. Ich staune! Da drehen zwei Männer nachts die Musik so laut auf, daß sie andere Menschen stören und kiffen, daß sie nicht mehr grade gehen können, aber gegen die Polizei wird geschimpft?

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    2. Wie man sieht, kennen Sie die Rechtslage nicht, denn bei Gefahr im Verzug, sieht die Sache völlig anders aus.

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      1. War klar, dass das jetzt kommt.
        Erklären Sie doch bitte, welche Gefahr von zwei Männern unter Cannabiseinfluss ausgehen soll!
        Was Sie mit Gefahr in Verzug meinen, ist die Gefahr, dass den Ermittlern ein Beweismittel verloren geht, wenn sie nicht unmittelbar eingreifen.
        Da in dem Bericht nichts von einem Fund zu lesen ist, war die Durchsuchung wohl ein Griff ins Klo.
        Was wiederum die Rechtmässigkeit der Durchsuchung in Frage stellt, denn der Konsum von cannabishaltigen Produkten steht in Deutschland nicht unter Strafe.
        Dass die Menge in dem Joint auf dem Wohnzimmertisch als “Besitz” zu werten ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

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        1. @Raser200 informiere dich doch besser, bevor du schreibst, „Gefahr in Verzug“ ist auch, wenn Beweismittel verloren gehen würden

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          1. wer lesen kann ist klar im Vorteil 🙂

        2. Sie lassen die nächtliche Ruhestörung ganz außer acht! Wenn sich gleich mehrere Nachbarn beschweren, wird’s wohl richtig laut gewesen sein. Was bedeutet, daß die zwei Kiffenden offenbar nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne waren.
          Unsere mMn unterbesetzte Polizei hat einen schweren Job, da muss man nicht noch an ihnen rummeckern (oder Schlimmeres), sondern mal da hinschauen, wo die Ursachen liegen, zum Beispiel bei Übergriffigen, bei Randalierern und aggressiven Nichtdenkern!

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          1. Liebe Sonnia,
            wenn man sich von zu lauter Musik gestört fühlt, kann man auch bei dem Störer klingeln und fragen, ob es auch leiser geht. Von einem Cannabiskonsumenten werden Sie auch eine verständnisvolle Reaktion erwarten können .
            Man muss nicht gleich wegen jedem Mist die – wie Sie schreiben – unterbesetzte Polizei rufen, die hat auch Wichtigeres zu tun, nämlich sich nachts mit alkoholisierten Randalierern, übergriffigen Besoffenen und Autozerstörern rumzuschlagen.

          2. @Raser200 – schon mal mit einem Nachbarn zu tun gehabt, der seine Musik so laut aufgedreht hat, dass Sie in Ihrer Wohnung das Geschirr klappern hören?

            Nein, ich schon und diese Personen sind alles andere als einsichtig, im Gegenteil, wenn diese um 2 Uhr die Musik aufdrehen und Sie dann kerzengerade im Bett stehen. Da hilft reden mit dem Nachbarn nichts. Leider braucht man dafür die Polizei.

            Und dieses permanent Rumhacken auf der Polizei finde ich nervig, die machen ihren Job, werden schlecht bezahlt und dazu wird vergessen, dass die auch nur Menschen sind.
            Wenn die permanent angepöbelt werden, beleidigt oder sogar angegriffen, dann kann ich sie verstehen, dass die die Personen nicht mehr mit Glacéhandschuhen anfassen …

        3. Johannes Schmidtmüller

          Der Konsum ist nicht ausdrücklich verboten – sondern alles andere. Der Konsum von Drogen gilt als “Selbstverletzung”. Das Gesetz sieht jedoch auch vor: Anbau, Produktion, Handel, Import, Export und Verkauf, Inverkehrbringen, Kauf und Besitz sind gesetzlich strafbar. Dies Bedeutet umgekehrt, dass Marihuana nicht legal konsumiert werden kann, denn woher kommt das Medikament, dass konsumiert wird?

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  2. Raser200, ich erwarte von solch rücksichtslosen, bekifften Männern, die sich kaum mehr auf den Füßen halten können und die nachts gleich mehrere Menschen um ihren Schlaf bringen, kein Verständnis, wenn ich als einzelne Person vor deren Tür stehen würde.
    Aber mir fehlen Zeit und vor allem Interesse, Ihre vermutlich weiteren Kommentare hierzu zu lesen bzw. zu beantworten.

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  3. So so… die Musik war also “laut”, zumindest so laut dass sich die Nachbarn (mehrere) gestört fühlten.
    “Als die Beamten an der Wohnung eintrafen, öffnete auf Läuten der 35-jährige Wohnungsbesitzer.”
    Hmmm … also wenn ich “laut” Musik höre …
    Da wäre wohl ein kurzer Appell der Nachbarn beim Störenfried ausreichend gewesen.

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