Weihnachten im Gefängnis?

Bei Grenzkontrollen im Landkreis hat die Bundespolizei am gestrigen Donnerstag einen gesuchten 44-Jährigen aus der Türkei festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Er hatte die Wahl, seine Justizschulden in Höhe von 2400 Euro zu bezahlen oder Weihnachten voraussichtlich im Gefängnis zu verbringen.

In der Kontrollstelle auf der Inntalautobahn überprüften Bundespolizisten die Insassen eines in Österreich zugelassenen Wagens. Ein türkischer Staatsangehöriger, der einen festen Wohnsitz in Wien hat, konnte sich zwar ordnungsgemäß ausweisen, aber die Beamten stießen bei ihrer Recherche im Polizeicomputer auf eine Fahndungsnotierung.

Vor etwa vier Jahren hatte das Amtsgericht Aschaffenburg den Mann wegen Straßengefährdung zu einer Geldstrafe verurteilt. Diese hat der 44-Jährige bisher nicht gezahlt.

Da der Verhaftete auch jetzt nicht über den geforderten Betrag in Höhe von 2.400 Euro verfügte, musste er ersatzweise eine zweimonatige Freiheitsstrafe antreten.