Wehe, du niest!

Obacht, ab Montag gilt: Bei leichten Erkältungssymptomen Kita-Besuch nur mit negativem Corona-Test

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Obacht beim Naselaufen, Niesen und Husten: Alle Kinder UND Erzieher, die leichte Erkältungsanzeichen haben, müssen ab dem kommenden Montag für den Besuch einer Kita einen negativen Corona-Test vorweisen! Das teilte das bayerische Sozialministerium gestern mit. Der ab dem 15. März gültige Hygieneplan setze damit die Empfehlung der beratenden Ärzteschaft um. Denn die Sorge vor der sich ausbreitenden, britischen Coronavirus-Mutation wird größer …

Auch nach einer Erkrankung muss ab sofort vor der Rückkehr in die Kita ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Akzeptiert werden dafür aber nur von Fachpersonal durchgeführte Tests – Laien-Selbsttests reichen nicht …

Kleine Kinder würden in ihrer Entwicklung zahlreiche leichte Infektionen mit Symptomen durchlaufen, die sich in der aktuellen Pandemie leider nicht auf den ersten Blick von einer Corona-Infektion unterscheiden würden.

Dem Ministerium sei bewusst, dass für die Eltern mit zusätzlichen Testungen ein Mehraufwand verbunden sei. Die neue Regel diene aber dem Schutz von Beschäftigen, Eltern und allen Kindern.

Wie bisher dürfen kranke Kinder oder Betreuer – etwa mit Fieber und Durchfall – die Kitas ohnehin gar nicht besuchen.

 

 

 

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13 Kommentare zu “Wehe, du niest!

  1. Dann sollte man vielleicht in Wasserburg auch ein Testzentrum eröffnen und zwar schnell.

    Kinder unter 6 Jahren werden in Rosenheim z.B. nur getestet, wenn es eine Massentestung von einem angemeldeten Kindergarten gibt – ansonsten nicht laut Homepage des Landratsamtes.
    Man sollte mal überlegen, ob nicht täglich geschultes Personal auch für Kinder unter 6 Jahren zur Verfügung stehen sollte, denn die Kinderärzte werden bald auf dem Zahnfleisch daher kommen – bei so vielen anstehenden Testungen.

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  2. aus dem Burgerfeld

    Jetzt drehen die Herren Politiker endgültig am Rad.
    Mit diesen Regelungen können wahrscheinlich viele KITAS gleich zusperren. Beim aktuellen Wetter hat wahrscheinlich jedes zweite Kind eine Rotznase. Und deswegen dem Kind einen Test zumuten?

    Und das auch bei Krippenkindern, die vielleicht gerade mal ein Jahr alt sind?
    Hat sich das schon mal jemand aus der Sicht der Kleinen durch den Kopf gehen lassen?
    Da wird der Kopf und werden die Arme festgehalten und dann kommt da ein Fremder mit einem langen Etwas und steckt es bis zum Anschlag in die Nase.

    Das möchte ich als Erwachsener schon nicht durchmachen müssen.
    Und das nur, weil ein wenig die Nase läuft? Wenn Fieber im Spiel ist, dann ist das was anderes, keine Frage.
    Ansonsten einfach nur ein Ausdruck der Hilflosigkeit.

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    1. Ich weiß nicht, was mehr Spuren fürs spätere Leben hinterlässt. Mit 1 Jahr in ein Kitaheim abgeschoben zu werden oder ein paar Stäbchen in die Nase. Gefühlt würde ich jetzt auf ersteres tippen.

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  3. Die armen Kinder.
    Hoffentlich hod koana Heuschnupfen.

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  4. Ohne Worte… und wieder müssen die Kinder darunter leiden.
    In Betrieben ist es nicht Pflicht aber bei den Kindern die sich nicht wehren können kann Mans ja machen.
    Und was bleibt Eltern die in die Arbeit müssen dann anderes übrig als zu testen.
    Einfach nur traurig.. immer auf die kleinen 🙁

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  5. Schön, dass es dem Ministerium bewusst ist, welchen Mehraufwand das für die Familien bedeutet. Ich bin gespannt, was die Arbeitgeber dann sagen, wenn ich am Montag erstmal der Arbeit fernbleiben muss, um den Zwerg mit leichter Rotznase zu testen. Wenn ich Glück habe, ist das Testergebnis bis Dienstag da, damit ich Mittwoch dann endlich in die Arbeitswoche starten kann. Kann ich mir jetzt bis Juni wöchentlich so einrichten, bis die Rotznasen- Zeit vorbei ist. Wie es meinem 2-Jährigen Kind damit geht, interessiert dabei noch am wenigsten.
    Die Zeit hätte locker gereicht, um ein ordentliches Test-Konzept für Kindergärten und Schulen auszuarbeiten. Seit September spricht man von Reihentestungen bei Erwachsenen. Davon gab es bisher ganze 2 Stück in 7 Monaten. Die Versäumnisse dürfen nun wieder die Familien und vor allem die Kinder ausbaden.

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  6. Das war doch schon im Sommer mal so und dann wurde es damals Gott sei Dank als vollkommen unpraktikabel wieder eingestellt. Jetzt geht das wieder los und ich könnt heulen.
    Ich war damals einmal mit meinem zweijährigen Sohn, weil ihm ein winziger klarer Rinnsal aus der Nase gelaufen ist, der Kindergarten ihn damit aber nicht nehmen durfte. Beim Kinderarzt wurde er dann von drei Leuten festgehalten und im das Stäbchen in die Nase geschoben… Das Kind hat gekreischt vor Angst und Schmerzen. Es war schlimm… Ich hab aber keine Alternative, weil ich kann nicht wegen bisserl Rotznase zwei, drei, vier Wochen daheim bleiben. .. Es ist Irrsinn!!!

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  7. Kinder unter 6 Jahren werden in Rosenheim NUR beim Gesundheitsamt getestet!
    Kinder mit Heuschnupfen sind von der Regelung mit Attest vom Arzt ausgenommen.
    Nicht alle Ärzte im Umkreis, die Schnelltests machen, nehmen Kinder an, sondern verweisen lieber an den Kinderarzt und den PCR Test.
    Auch nehmen manche Teststellen nur symptomlose Kinder – was man ja bei einem Schnupfen nicht ist.

    Ich finde die Regelung auch zu streng! Abgesehen davon – den Kindern ständig Tests zuzumuten – es wird binnen kürzester Zeit an Kiga-Personal fehlen, weil man ja in Quarantäne ist, solange das Testergebnis aussteht und dann werden die Kitas sowieso bald wieder schließen! 😕

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  8. Man sieht hier eigentlich nur wie absolut hilflos die Politik ist. Und wie sie dadurch kopflos agiert und einfach nicht mehr weiss was sie da tun oder tun sollen. Was richtig oder falsch ist.

    Ich arbeite im Kindergarten. Klar, ich als Erzieher will bestmöglich geschützt sein.
    Die Kinder haben allerdings in dieser Jahreszeit natürlich eine Rotznase nach der anderen.

    Im letzten Jahr gab es das alles schon mal. Nur mit negativ Test in den Kiga. Da diskutierst du andauernd mit den Eltern.

    Die, die das alles für übertrieben halten.

    Und dann 2 Wochen später ist die Regelung wieder aufgehoben. Und es kommt die nächste Flut an neuen Hygieneschriften…

    Wieder alles anders. Wieder neue Diskussionen mit den Eltern.

    Diesmal mit denen, die Angst vor Corona haben weil wir jetzt keine Tests mehr von Kindern mit Rotz an der Nase verlangen…

    Ich komm mir langsam vor wie im falschen Film.
    Ich habe meinen Beruf mal geliebt. Sehr sogar. Mittlerweile ist er Frust pur. Und viele werfen die Flinte ins Korn weil sie einfach nicht mehr können in diesen sozialen Berufen.

    Aber was hier gerade stattfindet ist unglaublich. Mir ist durchaus bewusst dass hier keiner ein Patentrezept als Lösung für das Dilemma in der Schublade liegen hat.

    Aber ich merke mehr und mehr dass hier ein ganz entscheidender, krasser Fehler passiert: Es denkt keiner mehr im Sinne der Kinder.
    Des Hirnkastl kommt einem manchmal einfach nur noch ausgeschaltet vor.

    Vor einem Jahr waren Kinder keine Pandemietreiber. Nein. Die können im Leben keine Viren verbreiten. Haben sie doch noch nie getan.

    Und jetzt ist wieder genau das Gegenteil. Kinder sind auf einmal die Treiber der Pandemie.

    Ich frage mich:

    – Warum wird nicht auf der Stelle alles dafür getan dass Kinder mal an 1. Stelle stehen?

    Z.b. für ALLE Berufstätigen eine strenge Maskenpflicht verhängt? Und diese auch kontrolliert?

    Auf Baustellen? Handwerker gehen in meinem Haus ohne Maske ein und aus wenn ich sie nicht explizit darum bitte. Und ich trage 8 Stunden täglich dieses Ding in der Arbeit?? Es sind sicher nicht alle gleich aber mir kommen manche viel zu sorglos rüber was das betrifft.
    Was ist anders daran von Haus zu Haus den Virus zu tragen?

    Wichtig ist nur dass die Sozialen strengstens auf alle Regeln achten und die ihnen Anvertrauten leiden sehr darunter. Und ich diskutiere mich mit Eltern weiter zu Tode während andere, unachtsame Blödmänner meinen sich an gar keine Regeln halten zu müssen.

    Mir reicht es. Die Inzidienz wird steigen. Und büßen werden es wieder die Jüngsten und Ältesten.

    Und alle, die mit Ihnen arbeiten oder Mamas oder Papas, die sich fünfteilen um den Alltag noch samt Beschulung, Arzt für Test finden und Haushalt stemmen zu müssen.

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    1. ….Ich stimme dir voll und ganz zu…
      Mein Sohn leitet auch eine Kita und ist zunehmend einer grossen Agression von Seiten der Eltern ausgesetzt…als ob sich die Erzieher die Hygieneregeln ausdenken, um die Eltern und Kinder zu schickanieren…

      Die Freude an diesen Beruf rückt immer mehr in den Hintergrund … die Mamas müssen heutzutage fast alle arbeiten … wer kann so horende Mieten und Immobilienpreise als Alleinverdiener noch stemmen … und der Druck wird weitergereicht.
      Es fliegt uns nicht nur die Coronakrise um die Ohren …

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  9. Ich hoffe nur, “pausenclown” hat keine eigenen Kinder oder Enkel mit seiner Denkweise. Sie würden mir leid tun.
    Im Übrigen: Eltern schieben ihre Kinder nicht in eine Kita ab, sie wissen sie dort gut betreut, während sie ihrer Arbeit nachgehen.
    “pausenclown”, ihre Aussage ist eine Anmaßung gegenüber der Elternschaft.

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    1. Und auch gegenüber den Erzieher*innen, Kinderpfleger*innen etc., die in den Kindertagesstätten (und nicht in Kitaheimen) arbeiten!

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