Wege zur klimaneutralen Stadt

Bei der Wasserburger ÖDP: Klimakrise war das Thema - ÖDP-Bezirksrat zu Gast

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Die Stadtratskandidatinnen der ÖDP präsentierten sich am Wochenende  in den Paulanerstuben in Wasserburg den Besuchern. Eingeladen war der ÖDP-Bezirksrat Markus Raschke (Foto), der als Klimaberater anschaulich erläuterte, welche dramatischen Auswirkungen der Klimawandel bereits jetzt hat,  ersichtlich durch Zunahme von Trockenheitsperioden und extremen Unwettern mit Folge von Ernterückgang, Waldbränden und vielem mehr.

Bereits 2018 hätten sich deshalb betroffene Bürger aus aller Welt zusammengeschlossen und eine Klimaklage beim Europäischen Gericht eingereicht, bei der Raschke selbst mitgearbeitet hat.

„Wir in Wasserburg wollen aber nicht klagen, sondern die Sache anpacken”, so leitete der Spitzenkandidat Christian Flemisch über und er zeigte auf, welche Möglichkeiten es gibt, Wasserburg zur klimaneutralen Stadt zu machen. Genannt wurde der Bau von großflächigen, weiteren städtischen Photovoltaikanlagen, realisierbar zum Beispiel als ein mit Photovoltaikmodulen überdachter Parkplatz am Badria oder in Reitmehring, sowie das Anmieten weiterer Dachflächen hierfür durch die Stadtwerke.

Als ein wesentlicher Punkt der Energieeinsparung wurde die Reduzierung der nächtlichen Lichtverschmutzung hervorgehoben. Zum Senken des CO2-Gehalts soll vor allem die Aufforstung dienen, das Pflanzen von Bäumen sowie die Begrünung von Flächen und Gebäuden im Stadtbereich.

„Insgesamt ist der Klimaschutz eine Aufgabe eines jeden einzelnen.” Der Bürger solle in seiner notwendigen Umstellung hierfür durch regelmäßige Vorträge und Workshops und erheiternde Wettbewerbe begleitet werden. Dies solle nebenbei die Geselligkeit fördern. „Denn Klimaschutz soll auch Spaß machen.”

Nach der Vorstellung vieler weiterer Punkte zu Umsetzung des Klimaschutzes  wurde in der abschließenden Diskussion das Versagen der bisherigen Politik hierzu angesprochen, was hauptsächlich durch die Beeinflussung der Politiker seitens der geldmächtigen Industrie mit hohen Parteispenden begründet wurde. Ein überall proklamiertes ständiges Wachstum werde letztendlich zum Untergang führen, hier waren sich alle einig.

CF

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5 Kommentare zu “Wege zur klimaneutralen Stadt

  1. Lieber Christian Flemisch,
    bevor solche Aussagen gemacht werden,
    – das Versagen der bisherigen Politik- sollte man sich schon mit den Hintergründen der Stadtpolitik auseinandersetzen. Diese Aussage ist schlichtweg, auch wenn der Wahlkampf tobt, komplett falsch. Ich verzeihe Dir dein parlamentarisches und kommunales Unwissen noch einmal. Nach der Wahl können wir uns gerne zusammensetzen und ich bringe Dir das politisch Umgesetzte näher. Die Auszeichnung
    „Bienenfreundliche“ Stadt, eine große Fläche an PV-Anlagen, eine Baumkartierung mit Pflegeplan seit über zehn Jahren sowie eine fast einstimmig umgesetzte Baumschutzverordnung seit zwei Jahren sind die Ergebnisse der „Untätigkeit”. Dies sind nur ein paar wesentliche Aufstellungen. Ich wünsche noch einen guten Wahlkampf mit weniger Polemik.

    Lorenz Huber
    Umweltreferent

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  2. OhnePolemikgehtsauch

    Sehr geehrter Herr Huber, das verwirrt mich jetzt.
    Im Text steht “… wurde in der abschließenden Diskussion das Versagen der bisherigen Politik hierzu angesprochen, was hauptsächlich durch die Beeinflussung der Politiker seitens der geldmächtigen Industrie mit hohen Parteispenden begründet wurde.”. Wo genau lesen sie heraus, dass sich diese Aussage auf Wasserburg bezieht?!?
    Und vor allem, was hat das jetzt genau mit “parlamentarischem und kommunalen Unwissen” zu tun?
    Ich wünsche ebenfalls noch einen guten Wahlkampf und weniger Polemik.

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    1. Ich bin zwar nicht gefragt, aber nachdem es im Text zunächst um Lösungen für die Stadt Wasserburg ging, kommt der Satz “Nach der Vorstellung vieler weiterer Punkte zu Umsetzung des Klimaschutzes wurde in der abschließenden Diskussion das Versagen der bisherigen Politik hierzu angesprochen, …” – Also zumindest ich hätte das mit dem Versagen da jetzt auch auf die Wasserburger Kommunalpolitik bezogen.
      @ Lorenz Huber: mal ganz und gar unpolemisch, sondern tatsächlich aus Unkenntnis gefragt: wo genau befindet sich die in Ihrer Antwort erwähnte “große Fläche an PV-Anlagen”?

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  3. @Helen Lovejoy,
    Im Netzgebiet der Stadtwerke Wasserburg gibt es derzeit 230 PV-Anlagen. Die installierte Leistung beträgt 3482 kw/p. Diese produzieren ca. 2,5 Mio.
    Kw/h Strom im Jahr. Das entspricht ca. 600 Durchschnittshaushalten.
    Dazu kommt noch der Eigenverbrauchsstrom, den ich aber nicht ermitteln kann. Die Anlagen sind sowohl auf stadteigenen Gebäuden, als auch auf privaten und Gewerbegebäuden.

    Lorenz Huber

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    1. Ich hätte besser “Versagen der Landes- und Bundespolitik” schreiben sollen, dann würde sich eindeutig niemand angegriffen fühlen. Ich meinte durch den Nachsatz mit den Spenden durch die geldmächtige Industrie mit hohen Parteispenden wäre klar, was gemeint ist. Das trifft doch auf Wasserburg gar nicht zu. Und klar habt ihr bisher eine Menge gemacht, das ist auch sehr löblich, aber das reicht leider nicht für eine Klimaneutralität und wir wollen auf Dauer darüber hinaus weiter eine Verbesserung in punkto Klimaneutralität ohne die bisherigen Stadträte schlecht zu reden. Ich möchte mit allen Stadträten und Parteien gut auskommen. Mir würde nie in den Sinn kommen, andere Leute und Parteien auszugrenzen oder in einen schlechten Ruf zu bringen. Alle Stadträte und Parteien müssen doch zusammenarbeiten und ohne sich zu bekriegen weiter nach Verbesserungen in Sachen Klimaschutz suchen und diese umzusetzen versuchen. Und das geht nur mit einem gutmeinenden Miteinander. Dann sind alle stark und bewegen zusammen etwas.

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