Wasserburger Radlaktion 2019 startet

„Wadlkilometer” zählen - Wichtiger Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz

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Der Energiedialog Wasserburg 2050, eine Initiative der Stadt, startet in diesem Jahr zum fünften Mal die „Wasserburger Radlaktion“. Die gefahrenen Kilometer der Radfahrer in Wasserburg sollen gesammelt und auch honoriert werden. Ab jetzt hat wieder Jeder die Möglichkeit, mittels Sammelkarten seine Radstrecke anzugeben und diese im Rathaus, bei den Stadtwerken oder in jeden öffentlichen Briefkasten einzuwerfen. Ende Oktober werden die Ergebnisse ausgewertet und der Gewinner belohnt.

Wasserburg ist für viele Touristen ein beliebtes Ziel – auch für Fahrradfahrer. Viele Sportler kommen mit ihrem Drahtesel von weit her. Ebenso gibt es Berufsradler, die aus dem Umland, zum Beispiel aus Haag, Maithenbeth, Rosenheim oder anderen Umlandgemeinden fast täglich zu ihrem Arbeitsplatz in die Stadt radeln.

Diese autofreie Fortbewegung ist viel mehr als „nur“ eine sportliche Leistung – es ist auch ein wichtiger Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz.

Der Stadt Wasserburg liegt es am Herzen, den Kohlendioxid-Ausstoß zu minimieren und einen Überblick zu schaffen – und somit das Radfahren zu belohnen. Deshalb rief der Energiedialog Wasserburg 2050 die Wasserburger Radl-Aktion 2015 zum ersten Mal ins Leben.

Ob Berufsradler oder nur sporadisch, jeder Radfahrer in Wasserburg hat die Möglichkeit, seine „Wadlkilometer” in eine Antwortkarte einzutragen. Die jeweilige Kohlendioxid-Minus-Bilanz wird bis einschließlich Oktober vom Energiedialog 2050 gesammelt und am Ende der Fahrradsaison ausgewertet. Unter allen Teilnehmern werden Beteiligungsgutscheine für eine Radwartung verlost.

Zu finden sind die Antwortkarten in der Gästeinformation im Rathaus (Marienplatz 2) …

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6 Kommentare zu “Wasserburger Radlaktion 2019 startet

  1. Inwiefern glaubt man, hiermit etwas fürs Klima zu tun? Es schreiben Leute ihre Fahrradkilometer auf, die sowieso schon (löblicherweise) mit dem Radl fahren bzw. wie die Radltouris ja extra zum Radln herkommen. Aber vermeidet man mit einer solchen Aktion auch nur eine einzige Autofahrt? Wohl eher nicht. Also ist eine aus den gestrampelten Kilometern erstellte “Kohlendioxid-Minus-Bilanz” reine Augenwischerei. Viel wichtiger wäre es, die Fahrrad- (und auch Fußgänger-)Infrastruktur deutlich auszubauen und nicht immer alles dem reibungslosen Fluss des Autoverkehrs unterzuordnen. Da zeigt sich dann aber leider regelmäßig, dass der Fahrradverkehr der großen Mehrheit im Stadtrat recht weit am Allerwertesten vorbeigeht.

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  2. Selten stehen Bürgermeister Kölbl und seine 24 Stadträte wie ein Mann zusammen. Beim Klimaschutz ist das der Fall, aber leider ganz anders als man es angesichts der bedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebensgrundlagen der zukünftigen Generationen verwarten würde.
    Klimaschutz ist ein Nicht-Thema für den Wasserburger Bürgermeister und alle seine 24 Stadträte. Seit 3 Jahren gab es nicht einen Antrag zu diesem Thema im Stadtrat, obwohl der Kliamschutzbeschluss von 2008 (Minus 40% CO2 bis 2020) formal weiter in Kraft ist. Investitionen in die Klimawende wurden komplett gestrichen zugunsten der verstärkten Nutzung fossiler Energien. Auf eine Aktualisierung der ersten und einzigen Wasserburger CO2-Bilanz (für 2013) wurde ganz verzichtet, hätte sie doch weiteres Ungemach bedeuten können. Das Ergebnis für 2013 fiel doch sehr ernüchternd (nur Minus 10% CO2, und das nur dank Einsparungen der örtlichen Industrie und mehr erneuerbaren Energien im Strommix!).

    (…von der Redaktion gekürzt…)

    Dass mit der Radlaktion nun eine Maßnahme der Tourismus-Werbung ernsthaft als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz dargestellt wird, ist beschämend für unsere Stadt.
    Gefordert sind jetzt alle verantwortungsbewussten und v.a. die jungen Wasserburger. Lasst Euch diese institutionalsierte Verantwortungslosigkeit nicht länger gefallen, Klimaschutz ist das entscheidende Thema des 21. Jahrhunderts. Sorgt für einen vollständigen Generationswechsel bei der nächsten Kommunalwahl!

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  3. Wenn man glaubt, dass man mit solchen Aktionen etwas für den Klimaschutz tun kann, der irrt sich gewaltig.

    Gestern hatte ich mit meinem Normalfahrrad ohne E- Motor den Chiemsee umfahren und musste feststellen, dass ich nicht im Trend der Zeit lebe.
    Nach meiner Einschätzung waren etwa 2/3 der Radler mit E- Bikes unterwegs, obwohl sie weder behindert noch altersgemäß dazu berechtigt waren.

    Sie sind offensichtlich im Glauben, damit etwas für die Gesundheit und den Klimaschutz zu tun.
    Ich würde deshalb jedem, der körperlich noch in der Lage ist, empfehlen, den Drahtesel mit seinen eigenen Beinen zu bewegen, wodurch für die eigene Fitness und den Klimaschutz ein echter Beitrag geleistet wird.

    Bei der Verwendung von E-Bikes für die Freizeit wird unnötig Strom vergeudet und man weiß nicht, ob dieser durch Atomkraft- oder Braunkohlekraftwerke produziert wurde.
    Es ist auch nicht verständlich, dass gesunde Menschen mit E-Bikes die Berge hinaufrasen und dabei Wanderer gefährden und stören.
    Oh wie schön war die Zeit, als es noch keine E- Motoren für Fahrräder gab.

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  4. Was wäre die Welt nur ohne Leute, die darüber befinden wollen, ab wann man “altersgemäß dazu berechtigt” ist, ein E-Bike zu nutzen?

    Die allermeisten E-Bikes sind übrigens Pedelcs, bei denen man durchaus noch selber mittreten muss. Die können(!) durchaus einen gesundheitlichen Nutzen haben, wenn die Tretunterstützung nicht zu stark eingestellt ist.

    Da führt die Tretunterstützung vor allem dazu, dass kurzfristige Überlastungen an Steigungen vermieden werden.
    Die sportliche Leitung ist gegenüber einem Normalradler sicher geringer, dafür aber gleichmäßiger.

    Also wenn Pedelecs dazu beitragen, dass Leute aufs Radl steigen, die sonst gar nicht radeln würden und diese dann auch Alltagsfahrten mit dem E-Bike erledigen, für die sie sonst das Auto nehmen würden, dann haben sie durchaus sowohl einen ökologischen, als auch gesundheitlichen Nutzen.

    Und die Frage, woher der Strom kommt, stellt sich grundsätzlich bei jedem elektronischen Gerät, das liegt dann in der Verantwortung jedes Einzelnen.
    Ein künstlich entfachter Konflikt elitäre Sportradler vs. weniger ambitionierte Freizeit- und Gelegenheitsradler bringt niemandem was.

    Man sollte sich statt dessen freuen, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel einen neuen Boom erlebt und vor allem das Alltags-Radeln möglichst positiv unterstützen – wie oben schon steht, idealerweise durch eine deutlich verbesserte Infrastruktur und nicht nur durch eher fragwürdige Marketingaktionen mit künstlich hochgerechneter CO2-Einsparung.

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  5. @Manfred: ich finde Ihre Einlassung zu den “E-Bikes” ärgerlich und bin Farbenfreund dankbar für die Richtigstellung. Was für ein komischer Gedanke, dass nur alte oder behinderte Menschen Pedelecs fahren dürften. Räder mit elektronischer Unterstützung sind umweltfreundliche, schnelle und kräfteschonende Fortbewegungsmittel, insbesondere in Städten. Eben wie in Wasserburg, wo alle Stadtteile um die Altstadt rum auf Hügeln gelagert sind. Gut geeignet für die Fahrt zur Arbeit, Amtsgänge oder Einkäufe, auch wenns heiß ist und man nicht verschwitzt und durchnässt ankommen will. Ich bin überzeugt, dass mit Pedelecs im Streckenbereich bis 10 km viele Menschen zum Verzicht aufs Auto zu bewegen wären. Wie Farbenfreund schon festgestellt hat: bei “Pedal Electric Cycles” kann man nicht draufsitzen und Gas geben, sondern muss immer treten, damit der Motor unterstützend einsetzt. Ich nutze das so sparsam, dass ich nur ca. alle 2 Wochen den Akku aufladen muss. Und das mach ich lieber auf, als 50 l Benzin ins Auto zu pumpen. Übrigens ärgere ich mich auch über rücksichtslose Radler, hauptsächlich über Leute, die den Berg RUNTERrasen und da macht es wenig Unterschied, ob mit oder ohne Motor.
    Dass man klimapolitisch als Stadt noch mehr machen könnte ist freulich eine andere Sache.

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  6. Offensichtlich wird nicht ganz verstanden warum ich dies geschrieben habe. Es mag ja sein dass mein Artikel etwas provokativ erscheint. Aber gerade dies wollte ich bezwecken, damit man weiß welcher Unsinn bei dieser Radlaktion dahintersteckt. Wenn man damit am Ende die jeweilige Kohlenmonoxid-Minusbilanz sammelt und auswertet ohne dabei zu differenzieren um welche Fahrräder es sich handelt, finde ich sehr merkwürdig. Ich selbst habe nichts dagegen ob sich jemand für ein E- Bike entscheidet, das muss jeder selber für sich entscheiden.

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