Wasserburger betreuen DSV-Rennläufer

Weltcup: Beim Snowboarden und beim Telemark sind Experten vom „Fit&Fun" immer dabei

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Der Deutsche Skiverband (DSV) baut immer mehr auf das Betreuerteam vom Wasserburger Sportpark „Fit&Fun”. Mannschaftsarzt Dr. Sebastian Sinz und Physiotherapeut Jens-Peter Brichta waren nicht nur beim Weltcup der Telemark-Rennäufer am Oberjoch für die medizinische Betreuung der Rennläufer zuständig (Foto), sondern kümmerten sich jetzt auch bei der Weltmeisterschaft im Snowboarden um „Team Germany”.

Seit vergangenem Jahr ist Sebastian Sinz auch DSV-Verbandsarzt bei den Snowboardern und verantwortlich für die Gesundheit der Snowboardcrosser, der Racer und Freestyler. Im Snowboardcross gab’s bei der WM in USA zwei Medaillen in der Racedisziplin, zwei weitere für die Damen und ebenfalls zwei Medaillen bei den Herren im Parallel-Giant- Slalom und Parallel-Slalom. Bei den Boardercrossern konnten Hanna Ihedioha und Paul Berg die Bronzemedaille im Snowboard-Cross-Mixed gewinnen.

Vorort in Park City, USA, wurden mit dem leitenden Sportdirektor Andreas Scheid und dem DSV-Snowboard-Präsidenten, Prof. Michael Hölz, gute Gespräche geführt, um das Projekt ,,Gesundheitsmanagement für das Team Snowboard Germany” weiterzuentwickeln. Sinz: „Zweck dieses Konzepts ist es, eine bestmögliche medizinische Betreuung der Athleten in dieser Hochrisikosportart zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht dabei das Wohl der Athleten.”

Ziel sei es, optimale physische und psychische Voraussetzungen zu erreichen und zu erhalten, sowohl als Basis für leistungssportliche Spitzenergebnisse als auch für den Erhalt eines gesunden Körpers über die Leistungssport- Karriere hinaus.

Im Sinne der Prävention werden im Team aus Sportärzten, Physios, Sportwissenschaflern und Trainern neue innovative diagnostische und therapeutische Verfahren eingesetzt, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. „Muskuläre Kraftdefizite werden unter anderem mittels Statikanalysen und Beweglichkeitstests ermittelt. Die erhobenen Daten werden ausgewertet und Handlungsempfehlungen abgeleitet. So zum Beispiel erfolgen geeignete Faszientherapien mit radialer und focussierter Stoßwelle, um muskuläre Weichteilstrukturen wieder in ihren physiologische Zustand zu bringen.”

Dadurch verbessere sich die Statik und Dysbalancen würden behoben. Der Mannschaftsarzt aus Wasserburg weiter: „Erfolgt dieses Vorgehen in regelmäßigen Abschnitten, werden die, aufgrund der Überbelastung prognostisch häufiger eintretende Verletzungen, deutlich minimiert. So können Kreuzbandrupturen oder schwerwiegende Muskelverletzungen, die zu längeren Trainings- und Wettkampfpausen führen würden, vermieden werden.”

Das Ziel sei es, die sehr guten Ergebnisse dieser WM zu konservieren und verletzungsfrei in die nächste WM in China 2021 und die Olympischen Spiele in Peking 2022 zu starten.

 

Weltmeisterin Selina Jörg im Parallel-Giant-Slalom mit Dr. Sebastian Sinz aus Wasserburg.

 

Alles in allem eine super gelungene Weltcupveranstaltung mit bester Werbung für den Telemarksport: Der Weltcup am Oberjoch.

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