Wasserburg verliert den Krimi

Basketball-Bundesliga der Damen: Tabellenvorletzter Heidelberg siegt 92:90

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Des einen Freud, des anderen Leid: Am Ende jubelte das Team Heidelberg, das mit einem einzigen Korb mehr gestern gegen die Basketball-Damen vom TSV Wasserburg seinen allerersten Sieg der Saison feiern konnte. Wer dieses Match miterlebt hat, der wird es wohl nicht so schnell vergessen. Einer wahrer Krimi. Nach einer dramatischen Partie und einer furiosen Aufholjagd schlug der Bundesliga-Aufsteiger und Tabellenvorletzte den vielfachen deutschen Meister und Pokalsieger TSV Wasserburg mit 92:90. Die Halle in Heidelberg stand Kopf, als Rachel Arthur 2,8 Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie aus die beiden entscheidenden Punkte machte.

Zwei Siege stehen nun zwei Niederlagen gegenüber in der bisherigen Spiele-Bilanz der Wasserburger Damen.

Wieder gehörten Wasserburg die ersten Punkte der Partie. Wieder war es ein Hin und Her über nahezu das komplette Spiel. Wieder konnten die Innstädterinnen nicht als Sieger vom Platz gehen.

Wie im Spiel gegen Osnabrück gab es viele Führungswechsel. Mal erarbeitete sich Heidelberg ein kleines Punktepolster (18:14 in der 7. Minute), dann holte Wasserburg wieder auf und konnte sich bis zur Halbzeit einen kleinen Fünf-Punkte-Vorsprung erarbeiten – und so ging es mit 50:45 aus Sicht der Gäste vom Inn in die Kabine.

In dieser fand Sidney Parsons wohl vorerst die richtigen Worte, denn bis zur 25. Minute wuchs der Vorsprung noch weiter an und die Innstädterinnen führten 61:49. Doch Heidelberg gab nicht auf und so stand es zum Ende des dritten Viertels schon wieder nur 66:60 für Wasserburg.

Das letzte Viertel hätte dann wohl spannender nicht sein können. Kein Team schenkte dem anderen Team nun mehr irgendetwas, um jeden Ball wurde gekämpft und die Teams punkteten nahezu im Wechsel.

In der 39. Minute stand es dann 84:84. Für beide Teams war alles drin. Erfolgreicher Dreier für Heidelberg, Moten legt zwei Punkte mach – 87:86 für die BasCats. Heidelberg punktet erneut, Brunckhorst legt nach – 89:88 und noch ca. 30 Sekunden zu spielen. Wasserburg spielt Stop the Clock und erzwingt Freiwürfe. Arthur wirft und vergibt den ersten, trifft allerdings den zweiten – 90:88 für Heidelberg.

Wasserburg legt durch Greunke allerdings nach und so steht es vier Sekunden vor Schluss 90:90 – Auszeit Heidelberg. Einwurf Heidelberg, Arthur bekommt den Ball und dann – knapp zwei Sekunden vor Schluss – ertönt ein Pfiff – Foul und zwei Freiwürfe von Heidelberg.

Arthur verwandelt beide und Wasserburg schafft es nicht zu scoren. Der Buzzer ertönt, das Spiel ist aus und Wasserburg verliert 90:92 – erneut denkbar knapp.

„Wir haben erneut zu lange gebraucht, um ins Spiel zu finden, hatten nach dem Seitenwechsel einen starken Anfang, haben es aber dann nicht geschafft, jenen zu bewahren“, resümiert Sidney Parsons.

Weiter geht es nun am kommenden Sonntag, 27. Oktober, um 16 Uhr mit einem Heimspiel: Zum Bayern-Derby empfangen die Wasserburger Basketball-Damen die XCYDE Angels aus Nördlingen.

Es spielten: Svenja Brunckhorst (16 Punkte), Svenja Greunke (12 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists), Brittany Hodges (5 Punkte), Tina Jakovina (4 Punkte), Megan McKay (19 Punkte, 6 Rebounds), Kelly Moten (29 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists, 4 Steals), Sophie Perner (5 Punkte), Nicole Schmidt und Manuela Scholzgart.

msch

 

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