Wasserburg sagt: „Danke, Michi!“

Tränen gelacht: Zum Abschied der „Heiligen Altinger-Familie" tosender Applaus

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Haben Sie schon Panik vor dem frohen Fest? Sollte das so sein, dann war man jetzt genau richtig beim Altinger Michi im gleich zweimal ausverkauften Festsaal des kbo-Inn-Salzach Klinikums in Wasserburg! Denn der Michi aus Bachmehring, einer der beliebtesten Kabarettisten Deutschlands und Bayerns sowieso, der war samt Band (Martin Julius Faber) und samt Dramen der heimischen Weihnacht zu Gast. Wehmut kam auch auf: Denn er präsentierte seine ‚ach so Heilige Familie‘ zum allerletzten Mal …

Fotos: Renate Drax

Herzhaft lachen und tosender Applaus: Michi Altinger in Höchstform auf der Bühne.

Freute sich über das Altinger-Special ganz besonders: Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des kbo-Inn-Salzach-Klinikums in Wasserburg, der die zahlreichen Gäste herzlichst begrüßte.

Dabei ereilt sie ihn jedes Jahr aufs Neue, die Panik vor der staaden Zeit. Vor besinnlichen Stunden, in denen nur noch eine „Banane und ein Mon Chérie helfen, damit i mi ned glei tot untern Christbaam neiflagg“. Schon die Vorweihnachtszeit – ein Höllenritt zwischen fetten Knödeln, Marzipan, Kräuterschnaps und Weihnachtsmusik von Peter Alexander oder noch schlimmer: Heintje!

Witzig, bissig und ganz und gar nicht heilig: Das Wasserburger Publikum lacht Tränen.

Manche Passagen sind so schräg, dass sich selbst der Kabarettist das Grinsen nicht verkneifen kann. Oh, du Fröhliche: Der Michi springt und singt, turnt und eilt, was die Bühne hergibt. Nur einer bleibt verdächtig ruhig im Saal: Martin Julius Faber alias ’seine Band‘. Sitzt er doch flankiert von Kripperl, Baum und Geschenk beschützt im Bühnen-Eck, seinen Einsatz nicht verpassend.

Der Michi derweil redet sich in Rage. Er schlüpft in die Rolle vom Opa, schüttet sich für den richtigen Scheitel im Haar Wasser über Selbiges und präsentiert Weihnachten eindringlichst aus der Sicht der Väter und Ehemänner.

Letztendlich wird auch Josef nicht verschont: Wie würde dieser heute auf den Sohn des Heiligen Geistes reagieren und wie wäre dann ganz grundsätzlich die Herbergssuche  verlaufen?

Zwischen vui Gfui und Drama pur ist – oder besser war – in seiner Heiligen Familie alles geboten: Da hätte es am Ende – augenzwinkernd – nicht verwundert, wenn das Publikum vor lauter Begeisterung auch noch Altingers Aufforderung gefolgt wäre: „Ziagts eich nackad aus!“

Ein wahrlich berauschender, vorweihnachtlicher Abend. Wasserburg sagt: „Pfiad di, Heilige Familie – und danke, Michi!“

 

 

 

 

 

 

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