Wasserburg: Haushaltssperre aufgehoben

Gewerbesteuer sprudelt wieder - Haushaltsansatz für 2018 wird wohl erreicht werden

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Man sah es Kämmerer und Bürgermeister heute an: Die Erleichterung ist groß. Seit Anfang der Woche ist die Haushaltssperre für die Stadt Wasserburg wieder aufgehoben, nachdem vom Finanzamt Nachzahlungen für 2017 bei der Gewerbesteuer bestätigt wurden und auch die veranschlagten Einnahmen für 2018 nach und nach eintrudeln. „Wir mussten vor drei Monaten auf die Bremse treten, nachdem diese beiden Tatsachen bis Mitte Juni nicht klar gewesen waren“, sagte heute Bürgermeister Michael Kölbl.

Wie berichtet, hatte die Stadt Mitte des Jahres gerade einmal 344.180 Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Veranschlagt waren für diesen Zeitpunkt aber 3,7 Millionen – die Hälfte der 7,8 Millionen, die fürs ganze Jahr geplant sind. „Wir wussten nicht, wie sich die Lage noch entwickeln würde und haben deshalb am 10. Juli sicherheitshalber eine Haushaltssperre verhängt.“ Die Ausgaben wurden zu diesem Zeitpunkt nahezu auf null heruntergefahren. „Wir haben nur noch das abgewickelt, was schon angefangen war, haben zudem auch Unterhaltsmaßnahmen zurückgestellt. Es wurde nur das angepackt, was unbedingt nötig war“, erklärte Kämmerer Konrad Doser.

„Diese Sparmaßnahmen kommen uns jetzt natürlich zugute“, ergänzte Bürgermeister Kölbl, der auch zuversichtlich auf den Rest des Jahres und auf 2019 blickt. „Wir werden wohl bis zum Jahresende die erwartete Gewerbesteuer in der Kasse haben. Und auch fürs nächste Jahr erwarten wir wieder eine Stabilisierung der Steuereinnahmen.“ In diesem Zusammenhang wolle er allen Stadtratsfraktionen danken, die sich beim Haushaltsentwurf für 2019 bei den Ausgaben stark zurückgehalten hätten.

Insgesamt zog der Bürgermeister heute im Rathaus eine positive Bilanz zu den aktuellen Stadtfinanzen: „Die Stadt Wasserburg hat nach wie vor mehr Rücklagen als Schulden.“

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