Wasserburg erhält allererste „GU“

Demnächst 80 neue Asylbewerber in der Stadt - Monika Rieger: „Die Luft ist raus"

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Die allererste Bezirks-Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Rosenheim, eine so genannte GU, kommt nach Wasserburg. Dies bestätigte heute auf Anfrage der Wasserburger Stimme Monika Rieger, Asylbeauftragte der Stadt Wasserburg. Nach einigem Hin und Her in den vergangenen Monaten sollen jetzt endgültig 80 Asylbewerber in das Gebäude einer ehemaligen Ziegenkäserei in der Burgau einziehen. Erstmals nicht unter der Regie des Landkreises, sondern unter der des Bezirkes.   

„Das hat den Vorteil, dass der Landkreis, der ohnehin mit den dezentralen Asylunterkünften, davon gibt’s alleine in Wasserburg 17, viel um die Ohren hat, sich diesmal nicht kümmern muss, sondern direkt der Bezirk Oberbayern.“ Das entlaste den Landkreis erheblich.

Der Bezirk stelle zudem für die neue Gemeinschaftsunterkunft, die in den nächsten Wochen in Betrieb gehen soll, einen eigenen Hausmeister sowie einen Sozialpädagogen ein. „Der Pädagoge ist natürlich nicht zum Bespaßen da, sondern muss den Asylbewerbern in vielerlei Hinsicht unter die Arme greifen.“

Derzeit suche man verzweifelt nach ehrenamtlichen Helfern. „Mittlerweile ist die Luft raus. Das merkt man deutlich. Wir bekommen kaum noch neue Ehrenamtliche“, so Rieger, die sich auch über eine neue Verordnung des Innenministeriums ärgert: „Wir haben eine neue Regelung, die einer Art Arbeitsverbot für viele der Asylbewerber gleichkommt. Man wirft uns damit Knüppel zwischen die Beine“, sagt Rieger. 

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15 Gedanken zu „Wasserburg erhält allererste „GU“

  1. Wo kann man sich melden, wenn man ehrenamtlich einsteigen möchte?
    Hat jemand Kontaktadressen?

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    1. Christian Huber Beitragsautor

      Bei Monika Rieger im evangelischen Pfarramt: 08071/8690.

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  2. Carola Sommer

    Hallo Frau Rieger,
    Melden sie sich doch einfach mal bei Christian Stadler oder den Wasserburger Linken Sophia Jokisch. Die sind ihnen doch sicher gerne aktiv behilflich
    Liebe Grüße
    Carola

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    1. Hallo Carola, das sind wir natürlich – auch jetzt schon – aber wir werden auch bei uns noch mal nach weiteren Ehrenamtlichen fragen.

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      1. Mich würd mal interessieren was hier Grüne und Linke an echter Hilfe geleistet haben.
        Wenn man so wie Grüne + Linke für immer mehr Asylanten ist, müsste man doch auch mal SEL BST etwas beitragen.
        Schreiben, reden, ANDERE für Arbeit suchen zählt hier nicht.
        Bitte sagen Sie mir, was Sie SELBST für Asylanten gearbeitet oder uneigennützig aufgewendet haben.
        Soziales Engagement fordern ist ja ganz nett, dennoch sollte man SELBST mit gutem Beispiel vorangehen.

        Im Übrigen sehe ich das Argument von Frau Rieger „Asylanten wird Arbeit verwehrt“ als eine Verschleierung der Tatsachen.
        Es hat schon andere Gründe, warum sich niemand mehr für die Asylanten engagieren mag, und dass wissen Sie Frau Rieger ganz genau.

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        1. Lieber Manfred, wie kommen Sie denn darauf, dass sich niemand mehr für Asylbewerber engagieren möchte? Aktuell haben wir immer noch ca. 80 Ehrenamtliche in unserem Helferkreis. Und es vergeht kein Tag, an dem uns nicht Sachspenden angeboten werden. Wir brauchen für die neue Unterkunft neue Helfer, damit niemand überfordert wird. Die Deutschkurse sind ziemlich teuer, so dass wir dort ehrenamtlichen Deutschunterricht anbieten möchten. Sprache lernen ist der erste Schritt zur Integration und das ist doch wohl im Sinne aller.

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          1. Weil laut o. g. Artikel Sie Frau Rieger das sagen
            „Derzeit suche man verzweifelt nach ehrenamtlichen Helfern. Mittlerweile ist die Luft raus. Das merkt man deutlich. Wir bekommen kaum noch neue Ehrenamtliche“

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        2. A Wasserburger Linka

          Servus Manfred, sorry dass die Grünen und Linken nicht ständig eine Pressemitteilung rausgeben damit alle sehen, wie unglaublich engagiert sie sind, um dann einen großen Beifall zu erhaschen. Warum macht man das nicht? Das hat ein bisschen was mit Anstand zu tun, verstehen sie? Im Rampenlicht sollen die HelferInnen und die Sache ansich stehen und nicht die PolitikerInnen.

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  3. Monika Rieger

    Danke für den Tipp, Carola Sommer, wir arbeiten bereits gut zusammen. Für unsere bisherigen Unterkünfte haben wir engagierte Helfer, die mit viel Herz und Verstand den Menschen auf der Flucht zur Seite stehen. Was wir z. Z. suchen, sind Menschen, die den Kindern bei den Hausaufgaben helfen und weitere Helfer für die neue Unterkunft. Info und Kontakt über wasserburger-patenprojekt-asyl.org

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    1. Besteht überhaupt noch Bedarf an Kleidung und Spielzeug, und wo kann man das dann abliefern? Zeit in die Sache investieren kann ich nicht.

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      1. Lieber Hamsterkauf, Kleidung bitte an den Kleiderladen vom Roten Kreuz, da können Asylbewerber und andere Bedürftige zum halben Preis einkaufen. Da wir noch nicht wissen, welche Personen kommen werden, wissen wir nicht, ob Spielsachen gebraucht werden. Bitte noch abwarten und dann über unsere homepage melden, wenn die Leute da sind. Wird sicher in der Wasserburger Stimme und den Printmedien stehen. Vielen Dank!

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    2. Wie wärs wenn diejenigen mitanpacken, die immer so für Zuwanderung sind?

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  4. Die Wahlen (sowohl Bundestag, wie auch die kommenden Kommunalwahlen) werden zeigen, wie den Bürgern die Tatsache gefällt, in solchen Fragen immer vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden!

    Frei nach Rainer Wendt (Deutsche Polizeigewerkschaft): „Organisationen wie ProAsyl verhindern die rechtmäßige Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern“, diese Vereinigungen scheinen mir auch in Wasserburg stärker zu sein, als der Stadtrat, der sich eigentlich für die Bürger einsetzen sollte.

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    1. Obwohl ich als Grundgesetzbefürworter langjähriger Unterstützer von ProAsyl bin, kenne ich keinen von ProAsyl hier vor Ort. Anscheinend haben Sie Insiderwissen. Bitte teilen Sie mir eine Bezugsperson von ProAsyl in Wasserburg mit, gerne auch per Email an gavagai@gmx.de.
      Der Stadtrat setzt sich selbstverständlich für uns Bürger ein. Wie kommen Sie auf Ihre gegenteilige Unterstellung?

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  5. 80? Na dann voi spass!

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