Was steckt eigentlich dahinter?

Neue Serie mit Stadtführerin Irene Kristen-Deliano zu Wasserburger Ansichten

image_pdfimage_print

Bilder an Hauswänden, Skulpturen an Wegen und auf Plätzen, Inschriften an Eingängen und in Innenhöfen – täglich geht man als Wasserburger an ihnen achtlos vorbei. Tausendmal gesehen. Aber was steckt eigentlich dahinter? Diese Frage beantwortet unsere neue Serie mit Stadtführerin Irene Kristen-Deliano, die den Lesern der Wasserburger Stimme ab heute jeden Mittwoch einen kleinen Einblick in die Besonderheiten der Stadt gibt. Heute geht es mit Ritter Egolf los.

Dessen Porträt ist an der Ledererzeile 2 auf Höhe des Roten Turms am Haus über dem Kramerladl zu finden. Und das ist seine Geschichte:

 

Der Sage nach wurde der Bäckerknecht Hans Egolf bei der Schlacht von Ampfing und Mühldorf 1322 aufgrund seiner Tapferkeit zum Ritter geschlagen. Er kämpfte an der Seite des Wittelsbachers Ludwig des IV. („Der Bayer“), Herzog von Oberbayern, gegen den Habsburger „Friedrich den Schönen“, Herzog von Österreich. Die Bäcker von Wasserburg erhielten für diese ritterlichen Taten kaiserliche Freiheiten und durften fortan mit Wein und Getreide handeln. Die Schlacht von Mühldorf am Inn gilt heute als die letzte große Ritterschlacht ohne Feuerwaffen.

Zwischen Sedlmeiergasse (Hennagaßl) und dem heutigen Raiffeisenbank-Rückgebäude gab es früher den Egolf-Durchgang in die Ledererzeile.

Das Gemälde stammt von Klaus Honauer (1923 –  1979) aus Wasserburg.

 

 

Irene Kristen-Deliano ist Stadtführerin und Stadt-Entdeckerin, Autorin und Buchhändlerin. 

www.kristen-deliano.de

Quellen: Stadtarchiv Wasserburg und städtisches Museum.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren