Was steckt eigentlich dahinter?

Unsere Serie mit Stadtführerin Irene Kristen-Deliano zu Wasserburger Ansichten (4)

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Bilder an Hauswänden, Skulpturen an Wegen und auf Plätzen, Inschriften an Eingängen und in Innenhöfen – täglich geht man als Wasserburger an ihnen achtlos vorbei. Tausendmal gesehen. Aber was steckt eigentlich dahinter? Diese Frage beantwortet unsere neue Serie mit Stadtführerin Irene Kristen-Deliano, die den Lesern der Wasserburger Stimme einen kleinen Einblick in die Besonderheiten der Stadt gibt. Heute geht es um die Zierbänder, die man an manchen Wasserburger Häsuern findet, so zum Beispiel an der Herrengasse 11. 

Diese Zierbänder in Freskomalerei ausgeführt, findet man meist über einem Erker, am Fries der Hausfassaden oder in den Bogenlaibungen der Arkadengänge. Diese Diamantquadermalerei diente nicht nur als Zierde und Dekoration, sondern auch als Schutzzeichen. Man glaubte, die Luft sei erfüllt von Dämonen und bösen Geistwesen, die der Seelen der Hausbewohner habhaft werden wollen. Durch diese Ornamente sind diese Wesen irritiert und falls diese die Fassade erreichen, werden sie von den dunklen Stellen in der Malerei verschluckt. Quasi Feng Shui des Mittelalters.

Ob es sich hier tatsächlich um eine Malerei aus der Renaissance handelt ist jedoch noch nicht eindeutig geklärt.

 

Irene Kristen-Deliano ist Stadtführerin und Stadt-Entdeckerin, Autorin und Buchhändlerin. 

www.kristen-deliano.de

Quellen: Stadtarchiv Wasserburg und städtisches Museum.

 

 

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