Was rollt da auf uns zu?

Große Zweifel der SPD am Brennernordzulauf - Debatte mit BR-Moderator

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Die SPD hatte zur Frage „Brennernordzulauf: Was rollt auf uns zu?“ in den Happinger Hof in Rosenheim eingeladen. Elisabeth Jordan, SPD-Bezirksrätin, kündigte in ihrer Begrüßung ein „heißes Tänzchen“ an. Aus Sicht der SPD sei noch nicht geklärt, ob das Projekt überhaupt eine Berechtigung habe. Auf diese Frage wolle man klare Fakten über Zugzahlen und das Kosten-Nutzen-Verhältnis sehen.

Unser Foto zeigt von links Steffen Storandt vom Bund Naturschutz, Torsten Gruber, Projektleiter DB Netz, BR-Moderator Martin Breitkopf, Thomas Riedrich, Bürgerinitiative Brennerdialog e.V. sowie Alexandra Burgmaier, SPD-Landtagskandidatin.

Diese hätte schon der ehemalige Verkehrsminister Ramsauer (CSU) versprochen, bis heute läge aber nichts vor, so Jordan. Abuzar Erdogan betonte: „Hier wird nicht eine kleine Umfahrung geplant, sondern ein Mammutprojekt, bei dem wir als Bürger auch einen Anspruch auf umfängliche Informationen haben!“ Erdogan hob zudem das Engagement der Bürgerinitiativen hervor, die rein ehrenamtlich eine enorm wichtige Arbeit leisten würden.

Zunächst stellte Torsten Gruber, Projektleiter der DB-Netz AG, die Mitte Juni veröffentlichten Trassenvorschläge vor. Man habe Grundlagen, wie etwa Siedlungsbereiche und Naturschutzgebiete kartiert und daraus erste Varianten erarbeitet. Diese würden in den kommenden Monaten gemeinsam mit Vertretern aus den Gemeinden diskutiert, ergänzt und angepasst. Am Ende werde die verträglichste Trassenvariante anhand eines vorher festgelegten Kriterienkatalogs, der Interessen von Mensch, Wirtschaft und Natur berücksichtige, ermittelt.

Gruber betonte, dass es keine abschließenden Trassenverläufe seien. Die Frage der Umsetzung sei dann, wenn die Planungen abgeschlossen seien, eine Entscheidung der Politik.

Hier sahen Steffen Storandt vom Bund Naturschutz, Thomas Riedrich von der Bürgerinitiative Brennerdialog e.V. und die SPD-Landtagskandidatin Alexandra Burgmaier das zentrale Problem. Aus Sicht von Burgmaier fehle es schon an wichtigen politischen Rahmenbedingungen. „Das Verkehrsministerium, dass seit nun drei Legislaturperioden von der CSU geführt wird, hat es versäumt Maßnahmen zu ergreifen, damit der Gütertransport in unserer Region – beispielsweise durch das Vermeiden von Umwegfahrten – deutlich reduziert wird.“ Der auf der Schiene transportierte Güteranteil nehme zudem stetig ab.

Storandt und Riedrich sehen darüber hinaus keine Rechtfertigung für eine Milliarde teure, neue Zulaufstrecke. Denn die Bestandsstrecke habe bei technischer Aufrüstung und optimalem Lärmschutz noch viel Kapazität, erst recht mit den zukünftig möglichen längeren Güterzügen. Auf einer Hochgeschwindigkeitstrasse, wo die Züge mit bis zu 230 Km/h fahren sollen, so dass ein Kurvenradius von drei Kilometern benötigt werde, sei der Konflikt mit dem Güterverkehr vorprogrammiert.

SPD-Landtagskandidatin Britta Promann versicherte in ihrem Schlusswort: „Wir werden an dem Thema hartnäckig dranbleiben und alles daran setzen, dass Natur und Lebensraum nicht einfach so geopfert werden.“

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Was rollt da auf uns zu?

  1. Florian Schmid

    Bin mir ja nicht sicher, aber ich könnte mir vorstellen, dass so lange protestiert wird, bis es am Ende heißt,“Gemeinwohl geht vor Eigenwohl“ und alle schauen blöd aus der Wäsche.

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    Antworten