Was ist bei einem Wildunfall zu tun?

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (27)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es darum, wie sich das Risiko eines Wildunfalls minimieren lässt und was nach einem solchen Unfall zu tun ist.

Die Experten der Fahrschule Eggerl: >>Gerade jetzt, wo die Tage kürzer und die Nebelfelder dichter werden, rückt das Thema der Wildunfälle unfreiwillig in den Fokus vieler Autofahrer. In den Dämmerungszeiten am Morgen und am Abend sind entlang der Straßen besonders viele Wildtiere aktiv. Da im Herbst und im Winter die Dämmerung und die Hauptverkehrszeiten oft zusammenfallen, werden in diesen Jahreszeiten überdurchschnittlich viele Unfälle mit Wildtieren registriert.

Das beste Mittel, um Wildunfälle zur vermeiden, ist eine an die Gegebenheiten angepasste Fahrweise. Vor allem im Bereich von Waldstücken und Zonen mit hohem Bewuchs sollte die Geschwindigkeit nach unten angepasst werden. Besonders gefährlich sind neu gebaute Straßen und solche, die weniger befahren sind. Hier sind die Tiere nicht an die Gefahr gewöhnt und halten sich verstärkt an und auf der Fahrbahn auf.

Beobachten Sie in solch gefährdeten Bereichen immer auch das Geschehen am Fahrbahnrand und rechnen Sie stets mit Tieren, die sich dort aufhalten. Ein Tier kommt dabei selten allein – sollten Sie beispielsweise ein Reh entdeckt haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass noch mehrere folgen werden. Wichtig ist in einem solchen Fall die sofortige Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit, wobei immer auch auf den nachfolgenden Verkehr geachtet werden muss. Da Wildtiere oft im Lichtkegel des Fahrzeugs verharren, sollten Sie das Fernlicht ausschalten, sobald sich ein Tier auf der Fahrbahn befindet. Durch lautes Hupen können Wildtiere oft von der Fahrbahn vertrieben werden. Wichtig: versuchen Sie nicht, die Situation durch ein Ausweichmanöver zu entschärfen. Das Risiko, einen Unfall im Gegenverkehr zu verursachen oder von der Fahrbahn abzukommen ist dabei viel zu hoch! Im Zweifel zählt ein Menschenleben stets mehr als ein Tierleben und auch der zu erwartende Schaden am Fahrzeug ist bei einem Wildunfall meist geringer als die Bruchfahrt in den Graben. Zudem zahlen Versicherungen in der Regel nicht für Schäden, die nach einem Ausweichmanöver entstanden sind. Sollte sich also ein größeres Tier vor Ihnen auf der Fahrbahn befinden hilft nur eines: das Lenkrad festhalten und stark bremsen.

Sollte ein Zusammenstoß unvermeidbar gewesen sein, müssen Sie in jedem Fall anhalten und die Unfallstelle absichern. Das heißt: Warnblinklicht einschalten, Warnweste anziehen und das Warndreieck aufstellen. Dieses bauen Sie am besten am Auto auf und tragen es sichtbar vor sich her, um es außerorts zirka 100 Meter vor der Unfallstelle aufzustellen. So sind auch Sie selbst am besten vor einem Folgeunfall geschützt.

Falls gefahrlos möglich, können Sie tote Tiere von der Fahrbahn entfernen. Außerdem ist bei einem Wildunfall stets die Polizei oder, falls bekannt, der zuständige Jagdpächter zu verständigen. Diese stellen auch eine Wildunfallbestätigung aus, die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. Dokumentieren Sie falls möglich die Situation und die Schäden am Fahrzeug fotografisch, um die Regulierung des Schadens zu erleichtern. Unfallschäden mit Haarwild werden in der Regel von der Teilkasko-Versicherung übernommen. Verlassen Sie die Unfallstelle erst, wenn alles nötige abgeklärt und die Fahrbahn wieder freigeräumt ist. In keinem Fall dürfen Sie getötete Tiere mit nach Hause nehmen. Sie machen sich der Wilderei schuldig und damit strafbar!<<

 

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