Was hilft? Was kann jeder selbst tun?

Unsere Tipps zum Wochenende mit Jens Worg, Sporttherapeut aus Rott - Heute: Gedanken-Hygiene!

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Die Sorgen sind groß in der Bevölkerung. Uns als Wasserburger Stimme ist es ein Anliegen, unseren Lesern an dieser Stelle einige Tipps und Impulse zur Steigerung des Immunsystems und Wohlbefindens zu geben. Damit wir nicht immer nur schreiben müssen, was wir ab sofort leider nicht mehr tun dürfen – sondern eben auch mal, was hilft, was jeder selbst tun kann! Unterstützt von dem Diplomwissenschaftler und Sporttherapeuten Jens Worg aus Rott geben wir auch am heutigen Freitag dazu wieder Tipps, Gedanken, Impulse zum Wochenende …

Gedanken-Hygiene! Das ist heute das Thema von Jens Worg:

Wir wissen mittlerweile alle, dass regelmäßiges Händewaschen und Trinken sowie das Husten und Nießen in die Ellenbeuge hilft, die Übertragung von Viren und Bakterien zu reduzieren.
Aber wie sieht dies auf der Ebene der Gedanken aus?
Auch hier verbreiten sich Informationen viral von Mensch zu Mensch und können die Gesundheit empfindlich stören.

Interessant ist hierbei, dass verunsichernde und ängstigende Informationen und Gedanken sich auf den Körper, dessen Energiefluss und Gesundheit negativ auswirken.

Jeder kennt das flaue Gefühl bei Prüfungen, wenn man sich unsicher ist, ob man bestanden hat oder nicht …
Oder das ohnmächtige Gefühl, wenn geliebte Menschen verloren gehen …
Hier reichen tatsächlich die Gedanken aus, um Reaktionen in der Gefühlsebene wahrzunehmen, die bis ins Körperliche spürbar sind.

Wer derzeit spürt, dass seit der Coronakrise zunehmend Druckzustände, Engegefühl und Schmerzen im Körper zunehmen, vor allem im Bereich der Beine, Lendenwirbelsäule und im Kopf – dem kann etwas Gedanken-Hygiene sicher helfen, wieder mehr in die Balance und Kraft zu kommen.

Eine Form der Gedanken-Hygiene ist es zu erkennen:
Welche Gedankenstrukturen gehen mir immer wieder durch den Kopf und was machen sie mit mir? Erzeugen diese Gedanken Druck, Enge, Stress oder Gelassenheit, Zuversicht und Heiterkeit?
Bei negativen, stressenden Gedanken gilt es Klarheit zu erlangen, ob man diese Situation oder Gedanken beeinflussen oder ändern kann?
Ein einfaches Beispiel:
Wenn ich mit dem Auto im Stau stehe, kann ich jetzt im Moment etwas daran ändern?
Ja?
Nein?
Wenn nicht, lohnt es dann Druck zu machen oder sich aufzuregen, oder nutze ich die Zeit sinnvoll …?

Mit der Coronakrise stehen wir auch im Stau und wissen mit den Gedanken nicht wohin. Nun schlage ich vor, auch hier Raum zu finden und die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Sinnvoll erachte ich es, Gedanken in eine positive und erleichternde Richtung zu lenken.
Mein Vorschlag ist heute, den Gedanken der Wertschätzung einmal zu bewegen.

Den Wert schätzen für unser sonst so normales und freies Leben.
Den Wert schätzen für Gesundheit, Unbekümmertheit und Miteinander.
Den Wert schätzen, den Familie, Zugehörigkeit und Freundschaft ausmachen.
Den Wert schätzen, den direkter Kontakt von Mensch zu Mensch ausmacht.
Den Wert schätzen, dass sich derzeit so viele Menschen zusammenfinden, um für die Gemeinschaft zu wirken.

Dieses Auseinandersetzen schafft Erkenntnisse und diese schaffen Rückhalt, Vertrauen und Zuversicht.

Mit diesen Gefühlen lockern sich auch Drucksymptome und Schmerzen im Körper.
Ich gebe zu, das klingt sehr einfach. Daher probiert es mit kindlicher Neugier und Offenheit und lasst Euch überraschen.

Ich glaube, dass jede Krise etwas Neues, Größeres und Gesünderes hervorbringen kann.
Ich glaube, dass diese Art mit Gedanken umzugehen und die Selbst gewonnenen Erkenntnisse viel verändern können.

Gedanken-Hygiene ist eine Art, die Geschehnisse der Außenwelt im Inneren zu verarbeiten. Dafür braucht es etwas Zeit, Willen, Klarheit – und Mut, es auszuprobieren.

Herzlichst, Jens Worg und Renate Drax für die Wasserburger Stimme

 

 

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