Warum immer positiv denken?

Oder: Manche spüren den Regen, andere werden nur nass - Unsere Serie zur Steigerung des Wohlbefindens

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Die Sorgen sind groß in der Bevölkerung. Uns als Wasserburger Stimme ist es ein Anliegen, unseren Lesern an dieser Stelle einige Tipps und Impulse zur Steigerung des Immunsystems und Wohlbefindens zu geben. Was hilft, was kann jeder selbst tun? Unterstützt von dem Diplomwissenschaftler und Sporttherapeuten Jens Worg aus Rott (Foto) geben wir dazu wieder Gedanken, Impulse zum bevorstehenden Wochenende weiter. Heute geht es um die Frage: Warum immer positiv denken?

Ich habe in den letzten Wochen immer versucht  Euch mit positiven Gedanken und optimistischen Blickwinkeln ins Wochenende zu schicken. Damit wollte ich keine leichte Lektüre liefern wie im Taschenroman, sondern bezwecke damit nachhaltige Impulse, welche Euer Immunsystem stärken und die Regenerationsfähigkeit des Körpers steigern.

Heute zeige ich Euch ein paar wissenschaftliche Hintergründe auf, warum dies so ist.
Spannender Weise führt auch dieses Verstehen dazu, dass im Körper die positiven Effekte ins Fließen kommen.

Das Fachgebiet aus dem die Erkenntnisse dazu stammen, heißt „Psychoneuroendokrinologie“ und beschreibt die Zusammenhänge, welche Impulse die Ausschüttung verschiedener Hormone und Botenstoffe im Körper bewirken. Denn diese Botenstoffe sind die Mittler zwischen der eigenen Empfindung und resultierenden körperlichen Reaktion.

Ausgangspunkt unserer Betrachtung ist das körperliche, seelische und geistige Empfinden eines Jeden.
Wer in diesen drei Bereichen zufrieden ist, befindet sich in einem ausgewogenen Balancezustand und ist kerngesund.
Diese Balance ist jedoch ein dynamischer Zustand der sich schnell sowohl ins Positive, als auch Negative auslenken kann.
Diese Auslenkung geschieht durch die Beurteilung von Erlebnissen des Körpers, des menschlichen Zusammenlebens oder auch einfach nur durch neue Informationen.

Beispiele für solche Erlebnisse können zum Beispiel, Wohlbefinden oder Schmerz sein sowie Unterstützung oder Ausgrenzung und eben auch erfreuliche oder bedrückende Informationen.
Interessanter Weise ist nicht entscheidend, ob das Erlebnis objektiv positiv oder negativ ist, sondern erst dessen individuelle Bewertung.

Ein Beispiel aus den Zitaten der letzten Woche:
Perspektive: „Manche spüren den Regen, andere werden nur nass“ – Bob Marley
Objektiv: Es regnet.
Subjektiv positiv: Regen spüren – als eine Form der Annahme und des Genusses und Freude
Subjektiv negativ: Nass werden – unangenehm, kalt, Idee des Krankwerdens

Genau an dieser Stelle regiert der Körper mit der Bildung von Botenstoffen, welche bei subjektiv positiver Bewertung Glücksgefühle vermitteln, muskulär zur Entspannung führen, den Blutfluss unterstützen und damit auch das Immunsystem stärken.

Bei negativer Bewertung, werden Stresshormone gebildet, welche auf körperlicher Ebene als Druck und Enge spürbar werden, die Muskulatur verspannt und sie schwächen den Blutfluss und das Immunsystem.
Jeder kennt das Gefühl des Gestresst-Seins, unter Druck zu stehen bis hin, Angst zu haben.
Dieses Gefühl spiegelt sich im Körper durch Anspannung, Enge und Zittern wieder.
Verglichen dazu wird Freude, Zuversicht und Spaß auf der ganzen Körperebene als Öffnung, Leichtigkeit und Lebenskraft gespürt und kann auch im Blut nachwiesen werden.     

Was will ich damit sagen:

Jeder von uns hat viel Einfluss über seine körperliche, seelische und geistige Gesundheit. Meist ist man sich dessen nicht wirklich bewusst.
Denn es sind meist weniger die äußeren Umstände, die uns krank machen, sondern eher der Umgang damit.
Das soll nicht heißen, dass schlechte Nachrichten ins Positive gedreht werden sollen.
Es heißt, dass der Umgang mit negativen Einflüssen mehr Aufmerksamkeit bedarf.
Erst wenn ich negative Einflüsse erkenne, sie als diese annehme, bin ich in der Lage, lösungsorientiert zu handeln und  meine Sichtweise und den zukünftigen Umgang damit zu ändern.

Zurück zu Bob Marley und seinem Zitat.
Wenn ich den Regen annehme, ihn wertschätze und als nötig erachte, gelingt es diesen zu genießen, Ihn wertzuschätzen und zu feiern.
Das macht gesund und glücklich!

Tiefere Einblicke in diese Zusammenhänge und Wirkungsweisen der „bewussten Gesundheit“ vermittele ich in Vorträgen, Seminaren und Workshops und freu mich, wenn diese wieder stattfinden dürfen.

Mein Gesundheitstipp für dieses Wochenende:
Genießt Euer Wochenende, genießt die Sonne, erlebt den Frühling und lasst Euch von dessen Lebendigkeit und Frische positiv anstecken.

Mit herzlichen Grüßen, Jens Worg

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Ein Kommentar zu “Warum immer positiv denken?

  1. Herzlichen Dank,
    dass Du von Woche zu Woche an unser Wohlbefinden denkst und uns …
    ” NICHT IM REGEN STEHN LÄSST !! ”
    Das tut sehr gut !

    Antworten