War das Mathe-Abi zu schwer?

Bayerns Schüler protestieren: Petition seit Freitag zur Senkung des Notenschlüssels

image_pdfimage_print

Schon 53.500 haben sie unterschrieben zum heutigen Montagmorgen: Es gibt eine Petition zum Mathe-Abi vom vergangenen Freitag in Bayern! Auch in Wasserburg und in Gars am Gymnasium rauchten den Abiturienten die Köpfe. Die Aufgaben seien zu schwierig gewesen, man fordere deshalb, den Notenschlüssel zu senken. Das heißt es, während am heutigen Montag – bis auf Französisch – das dritte Prüfungsfach an der Reihe ist (wir berichteten). Kultusminister Michael Piazolo will die Mathe-Aufgaben nun überprüfen lassen. Hier der Wortlaut der Schüler-Petition und wo man sie unterschreiben kann …

Die Petition im Wortlaut:

In den vergangenen Jahren sank das Leistungsniveau der Abiturprüfungen in Mathematik.

2016 war es anspruchsvoll, 2017 war es machbar, 2018 war es nahezu leicht und 2019 enthielt plötzlich Aufgabenstellungen, die vorher kaum einer gesehen hatte.

Vor allem der Geometrie B Teil und der Stochastik B Teil waren so schwer, wie in keiner der vergangenen Abitur Prüfungen.

Wir Abiturienten bitte darum, den Notenschlüssel des Mathematik Abiturs in Bayern 2019 zu senken und dem Schwierigkeitsgrad anzupassen.

https://www.change.org/p/kultusministerium-bayern-bewertung-des-mathe-abiturs-2019-in-bayern-anpassen

 

 

Foto: pixabay

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

6 Kommentare zu “War das Mathe-Abi zu schwer?

  1. Könnte es sein, dass wir zu viele Gymnasiaten haben?

    Könnte es sein, dass sie dann an den Aufgaben scheitern, die früher nur für 5-10% der Kinder einer Klasse (vor dem Übertritt) bestimmt waren?

    Ich geh mal davon aus, dass mich jetzt hier alle “digital steinigen” werden – aber ich stell einfach die Frage, weil ich denke, dass das bayrische Schulsystem mehere Fehler aufweist und zum Schluss viele Kinder/Jugendliche “produziert”, die irgendwann durchs System fallen.

    Es geschieht eine systematische Abwertung der Mittelschule und eine massive Aufblähung der Realschule sowie des Gymnasiums.

    166

    12
    Antworten
  2. Man sieht es doch deutlich wie alles gelenkt wird, was nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn wir kluge Volksvertreter haben.

    Aber im Bildungswesen hinkt seit Jahrzehnten alles Vieles um Jahre hinterher.

    Jetzt ist es halt das, was der Normalo längst weiß, auch in Regierungskreisen erkannt worden, nämlich dass es genug Akademiker gibt (die seit jeher gut über Arbeit reden können und dafür gut bezahlt werden), aber keine Dummen mehr, die die Arbeit (seit jeher für wenig Geld) machen.

    Man versucht jetzt der inflationären Akademisierung entgegen zu steuern.

    Es wäre so einfach: Man bräuchte Arbeiter und Angestellte nur leistungsgerecht entlohnen, dann würde es auch wieder genug davon geben.
    WILL MAN ABER NICHT – Arbeiter und Angestellte sind die Masse des Volkes – und die sollen für wenig Geld für den Wohlstand von VIELEN sorgen.

    95

    16
    Antworten
  3. Wir brauchen wieder mehr Dumme.
    Die Arbeit muss auch gemacht werden.

    26

    12
    Antworten
  4. Ich verstehe das Geschrei der Schüler nicht. Wer in etwa in die Ausdrucksmethode der Scholastik eingewiesen ist, für den wäre die Aufgabe leicht zu lösen gewesen. Aber wenn schon einige Mittelschüler mit den Grundrechnungsarten Probleme haben ist dies bei der Massenelite(?) und der gestellten Mathe-Aufgabe wohl auch keine Überraschung mehr.

    22

    2
    Antworten
  5. Das Problem sind nicht die Schüler. Wenn jahrzehnte lang das Abi Jahr für Jahr seichter wird, die Noten Jahr für Jahr besser, dann kann der Absolvent 2019 nichts dafür. Der Lehrer sagt im Unterricht noch, das ist so schwer, das kommt bestimmt nicht dran und überspringts. Und auf einmal kommt eine Hammerprüfung. Mag ja sein, dass man vor 10 Jahren das hätte lösen können, aber auch nur deshalb, weil man es damals gelernt hat.
    Oder kannst du @Joker, @Hilde, usw. aus dem Stegreif und unter Zeitdruck Dinge perfekt erledigen, die du nie gelernt hast oder nur oberflächlich erzählt bekommen hast?

    Andererseits ist es natürlich eine gute Vorbereitung aufs Leben. Man wird immer wieder mal verarscht und dann muss man das aushalten…

    12

    6
    Antworten
  6. Die Beurteilung, ob das Mathe-Abi zu schwer war oder nicht, wird sicher keine leichte Aufgabe sein. Ich hoffe nur, dass sich die Prüfer oder Prüfungskommission der Angelegenheit auch annimmt und nicht wegen “Unlösbarkeit” an die nächste Instanz weiter reicht. Unabhängig davon befürchte ich, dass der von den Prüflingen eingeschlagene Weg Schule macht. Denn, wenn irgend etwas nicht klappt, sucht man einen Schuldigen. Und einen solchen findet man immer. Ob zu Recht oder Unrecht.
    H. Maier

    28

    1
    Antworten