Wann endlich gibt’s den neuen Sportplatz?

Der SV Ramerberg ist es leid: „Ja ja, den Ball flach halten - aber wir schießen jetzt aus der Hüfte"

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Das Wasser sickert nicht ab, das Gefälle des Platzes sucht seinesgleichen und überhaupt ist der größte Herzenswunsch von allen beim SV Ramerberg, endlich einen neuen Sportplatz zu bekommen! Wie schon seit so vielen Jahren warteten jetzt die Besucher erneut gespannt auf das Thema „Sportplatz-Bau“ beim Bichler in Ramerberg, doch Bürgermeister Georg Gäch hatte ausgerechnet parallel zur Sport-Versammlung eine Gemeinderatsitzung und war nicht da. Deutlich spürbar: Das ständige Vertrösten, man ist es leid beim SVR. „Ja ja, den Ball flach halten – aber wir schießen jetzt aus der Hüfte“, so formulierte es Fußball-Abteilungsleiter Andreas Baumgartner (rechts vorne im Bild) …

Die Enttäuschung war auch Andreas Hohnen, dem 1. Vorsitzenden des SV Ramerberg (unser Foto), anzumerken. Eigentlich wolle er gar nicht mehr darüber sprechen, so sehr bedrücke das Thema rund um den neuen Sportplatz.

Den fast 500 Mitgliedern des Sportvereins könne man zwar nun sagen, dass man ein Grundstück habe – im Sportzentrum in Zellerreit nahe der Tennisplätze und Stockbahnen (Anm. d. Red.) – aber nun müsse ein Lärmschutz-Gutachten erstellt werden. Es sei ein schwieriger Weg – und nein, man werde nicht locker lassen.

Sehr bedauert wurde von allen die Abwesenheit des Bürgermeisters bei der Jahreshauptversammlung. Besonders aber freute man sich über die Anwesenheit von Peter Niggl, der als Gemeinderat die zuerst angesetzte Sportversammlung kurzerhand der Gemeinderatssitzung vorgezogen hatte.

Seit so vielen Jahren schon ist es der größte Wunsch der Sportler: Ramerberg braucht dringend einen neuen Fußballplatz – oder besser gesagt ein neues Sportgelände. Das Jetzige nämlich ist in äußerst schlechtem Zustand, so dass die Jugend-Teams bereits immer wieder nach Rott ausweichen müssen und gegnerische Fußball-Teams schon im Vorfeld jammern, wenn sie in Ramerberg anzutreten haben! Für die Verantwortlichen im Verein langsam ein Alptraum.

Ernste Gesichter beim Thema Sportplatz in Ramerberg …

Denn fünf Jahre ist es nun genau her – es war 2012: Bürgermeister Georg Gäch hatte damals in der Jahresversammlung Stellung genommen, die vielen schwierigen Gespräche erläutert, die bereits stattgefunden hatten. Aber er sagte vor fünf Jahren auch, er sei sehr optimistisch gestimmt, auch wenn das Projekt finanziell „kein Kindergeburtstag“ werde: 2014 sei es wohl soweit. Wie gesagt, genau ein halbes Jahrzehnt ging nun ins Ramerberger Sportler-Land seit diesen Worten …

Doch der Vereins-Alltag im so fleißigen Ehrenamt muss weitergehen:

Bei der sehr gut besuchten Jahresversammlung des Sportvereins jetzt im Jahr 2017 berichtete Schatzmeister Martin Berger (unser Foto) über einen soliden Finanzstatus im Verein. Großartig seine absolut beispielgebende Kassenführung, das bestätigten die Kassenprüfer Christian Donaubauer und Gabi Reich.

Die tollen, sportlichen Leistungen der Ramerberger gingen in der Versammlung ebenfalls nicht unter:

Der 1. Abteilungsleiter der Fußballer, Andreas Baumgartner, informierte über die abgeschlossene Saison und den derzeitigen erneut so positiven Verlauf der 1. Mannschaft in der Kreisklasse. Froh sei man, mit Trainer Georg Schmelcher so einen Top-Mann als Coach in Ramerberg zu haben.

Die Vorleistung der Jugendarbeit sei entscheidend für den Erfolg einer 1. und 2. Mannschaft. Auch hier konnte der 1. Jugendleiter, Georg Bortenschlager (unser Foto), Positives den anwesenden Gästen vermelden. Die Jugendmannschaften vom SVR seien mit ihren Teams und insgesamt elf Coaches sehr gut aufgestellt.

Die Show-Tanzgruppe „Hot-Socks“ ist weiterhin mit ihren Gruppen im Fasching auf Tournee und macht den SV Ramerberg weit über die Landkreisgrenzen hin bekannt. Auch über die vergangenen Aktivitäten (Weinfest, Auftritte, Kinderfasching) informierte die neue Abteilungsleiterin Sabine Neumann (Foto unten) gerne.

Über den Kassenstand berichtete Barbara Stowasser. Künftig werde es den Hofball nicht mehr geben, die Hot Socks planen am 19. Januar einen Faschingsball mit der Prämierung von Gruppen-Kostümen mit tollen Preisen.

Noch wichtige Vereins-Termine des SV Ramerberg zum Vormerken: Die Theater-Aufführungen sind zwischen dem 17. und 26. November (wir berichten gesondert), die Weihnachtsfeier ist am 9. Dezember und der Sportlerball am 3. Februar 2018.

Vorstand Andreas Hohnen bedankte sich ganz herzlichst bei allen für das großartige Engagement im Verein – ganz besonders bei den vielen Coaches und dem Schiri-Team um Obmann Sepp Kurzmeier, bei allen Helfern sowie Gönnern und Sponsoren für die gute Zusammenarbeit Hand in Hand.

Applaus für ein gutes Ramerberger Sportler-Jahr – mit dem bitteren Wermutstropfen: Das weiterhin so dicke Fragezeichen hinter dem neuen Sportplatz!

Fotos: Renate Drax

Auf eine große Auszeichnung im Jahre 2017 ist man beim SV Ramerberg besonders stolz (wir berichteten):

Die Fußballer mit einem beispielhaften Vereinsleben:

Das Schiri-Team in Ramerberg:

Während die Zweite der Ramerberger Fußballer bravourös von Max Follner gecoacht wird, hat der SVR sogar zudem zwei AH-Teams, was es auch nicht oft gibt. Hier außerdem die engagiert arbeitenden Jugend-Trainer im Überblick:

Und Theater wird auch noch gespielt – Premiere ist am Freitag, 17. November, beim Wirt in Zellerreit:

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15 Gedanken zu „Wann endlich gibt’s den neuen Sportplatz?

  1. Sauberer Bericht Renate.

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    1. Die Unterstützung der Sportvereine ist nicht die Pflicht-Aufgabe der Gemeinden. Wenn die Sportler etwas wollen, dann müssen sie auch für ihren Sport – auch mit der Finanzierung – und dem Unterhalt selbst aufkommen, und das gilt auch unter dem Gesichtspunkt der Jugendarbeit.
      Die Gemeindekasse ist kein Selbstbedienungsladen.

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      1. Der 1,2,3 Max sollte mal bis 140 zählen, dann könnte er in der Bayerischen Verfassung lesen:
        Art. 140
        (3) Das kulturelle Leben und der Sport sind von Staat und Gemeinden zu fördern.
        http://gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVerf-140

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        1. Engelbrecht.Pirkel

          Danke, lieber Herbert Huber,
          für Deinen Kommentar. Der 1,2,3 Max scheint wohl keine Ahnung zu haben. Der sollte sich mal genau informieren, ob der SVR sich nur „selbst“ bedienen möchte. (…)

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  2. Was für ein Schachzug !!
    Gemeinderatssitzung (gepl. am 10.10.17) vs. SVR Hauptversammlung auf gleiches Datum gesetzt !
    Ein Schelm der Böses denkt ….
    Unangenehme Fragen aus dem Weg gehen ?!
    Weiteres vertrösten aller anwesenden Vereinsmitglieder !

    – ca 300.000 Euro in Eich
    – ca 2.000.000 Euro im Ortszentrum !

    …. eine Zuwendung von 250.000 Euro für JUGENDARBEIT, VEREINSLEBEN und INTEGRATION ist scheinbar nicht realisierbar !!

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    1. A Ramerbergerin

      Aber Leid, seids mir ned bös, des is doch ois nix Neis bei unserem Buagamoasta: Erst leere Versprechungen macha und de Leid schee ins Gsicht doa. Und dann, wenn man‘ beim Wort nimmt is er plötzlich nimma erreichbar bzw. glänzt mit seiner Abwesenheit. Wirklich fia seine Bürger eisteh und do sei, a wenn’s moi unangenehm werd, so wia ma’s von a’m BÜRGERmeister erwart‘, des hob i leider no ned so oft bei dem unsrigen erlebt. Sorry aber des ghead moi gsogt!

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    2. Auf der Homepage der Gemeinde Ramerberg steht der Sitzungsplan für ein ganzes Jahr (immer am 1. Dienstag im Monat)!
      Vielleicht hätte man ganz einfach die Versammlung des SV Ramerberg an einen anderen Tag ansetzen sollen und nicht ausgerechnet am Dienstag (Gemeinderatssitzung)!!!

      Anm. d. Red.:
      Die Versammlung des SV Ramerberg war am Dienstag, 17. Oktober – der 3. Dienstag des Monats.

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      1. Muss ich der Redaktion recht geben, im Gemeindeblatt dieses Monats steht sogar die Gemeinderatssitzung für den 10.10 und die SVR Versammlung für den 17.10 im Terminkalender.
        Man siehe und staune, sähe man sich die angepriesene Informationsquelle Hompage an, dann ist dort selbiges noch heute zu finden.
        http://ramerberg.de/veranstaltungskalender.html

        In diesem Zusammenhang drängt sich mir viel mehr die Frage auf, ob da schon alles mit rechten Dingen zu geht.
        Falsche Termine in öffentlichen Informationsquellen, ob diese Sitzung überhaupt abgehalten hätte werden dürfen?
        Und warum muss es ausgerechnet immer ein Dienstag sein, wenn man diese so einfach auf jeden beliebigen Termin verlegen kann?

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  3. Wenn er Anstand gehabt hätte wäre der nach der Sitzung noch zur Versammlung gekommen. Die wird ja kaum bis 1 Uhr morgens gedauert haben.

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  4. Man hätte wenigstens die Kabinen renovieren können … mehr Platz, neuere Duschen und die sanitären Anlagen mal auf Vordermann bringen!

    Ne, da wird das Gemeindehaus abgerissen, um dort dann ein Neues zu bauen (war doch noch super in Schuss).
    Ein neues Büro, wo der Bürgermeister eh nur 1 – 2 mal die Woche ist (wenn überhaupt).

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    1. Nichtramerberger

      Man sollte also Geld in Kabinen investieren, die mittelfristig überflüssig werden, weil der Sportplatz dann in Zellerreit ist? Oder bleibt der Ramerberger Platz dann als Ausweich- bzw. Trainingsplatz bestehen – nur dann würde der Vorschlag einen Sinn ergeben.

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      1. Mittelfristig ist in Ramerberg sehr weit auslegbar 😀

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  5. Meine Güte das kann doch nicht sein! Warum muss man alles auf die Gemeinde bzw. den Bürgermeister abwälzen. Der Sportverein soll sich doch selber an der Nase nehmen, die hätten schon vor Jahren einen Sportplatz suchen können – warum müssen jetzt alle anderen Schuld sein.

    Noch zum Sportler:
    Würdest Du in einem verschimmelten Haus leben wollen, ich glaube das Gemeinde Haus ist schon längst überfällig.

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    1. Die Sportler suchen ja seit Jahren und finden nix, brauchen die Hilfe der Gemeinde…
      Und jetzt ist der Bürgermeister der „Buuhmann“,
      vielleicht sollte man in den eigenen Reihen mal anfangen….
      Es ist nicht immer der Bürgermeister an allem schuld!

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