Wahlbenachrichtigung auch für zehn Briten

Stadtverwaltung: „Druck und Verteilung waren nicht mehr zu stoppen"

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Der Wasserburger Fotograf John Cater ist gebürtiger Engländer mit englischem Pass. 27 Jahre, solange ist er schon in Wasserburg, war das kein Problem. Seit dem Brexit vom 1. Februar ist er jetzt aber nicht mehr EU-Bürger, was ihn seine Kandidatur auf der CSU-Liste für die Kommunalwahlen kostete (wir berichteten). Und auch sein Wahlrecht hat er mit dem Brexit verloren. Jetzt staunte Cater nicht schlecht, als er dennoch die reguläre und „Amtliche Wahlbenachrichtigung” in seinem Briefkasten fand. „Das war leider nicht mehr zu vermeiden”, weiß Claudia Schaber, Wahlleiterin der Stadt Wasserburg. 

„Wir haben in der Stadt zehn solcher Fälle. Alle wurden von uns im Vorfeld angeschrieben, dass ihre Wahlbenachrichtigungsbriefe ungültig sind. Außerdem wurden ihre Namen aus dem Wählerverzeichnis gestrichen.”

Und weshalb dann noch die „Amtliche Wahlbenachrichtigung”? Schaber: „Druck und Verteilung waren bereits Mitte Januar amtlich in Auftrag gegeben. Der Brexit folgte erst am 31. Januar. Vorher konnten wir die Briten nicht aus den Verzeichnissen streichen. Deshalb gab’s jetzt noch die Wahlbenachrichtigungsbriefe, die aber nicht mehr gültig sind.”

 

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