„Wachsam bleiben!“

Heimatverein Wasserburg: 2018 ist ein außergewöhnliches Gedenkjahr ...

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„2018 dürfte ein außergewöhnliches Erinnerungs- und Gedenkjahr sein:
Vor 400 Jahren, 1618, brach mit dem Prager Fenstersturz der Dreißigjährige Krieg aus, der zeigte, zu welchen Katastrophen eine Auseinandersetzung um ‚wahren Glauben‘ führen kann. Die Bevölkerung in Deutschland schrumpfte damals von 18 auf fünf Millionen Menschen. Ich denke, auch heute beunruhigt uns religiöser Fanatismus und fordert uns zu erhöhter Wachsamkeit auf.“ Mit diesen Worten beginnt Peter Rink, der Vorsitzende des Wasserburger Heimatvereins seinen Jahresbrief. Hier der Wortlaut …

„1918, also vor 100 Jahren, endete der 1. Weltkrieg mit dem Ende des deutschen und österreichischen Kaisertums. Vor 85 Jahren kamen die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht, vor 75 Jahren, 1943, begann der „totale Krieg“, nachdem das nationalsozialistische Deutschland in Stalingrad und in Afrika schwere Niederlagen hat einstecken müssen, vor 70 Jahren gab es die Währungsreform in den drei Westzonen, die Vorstufe der Gründung der Bundesrepublik und schließlich erlebten wir 1968, vor 50 Jahren, die sogenannte Studentenbewegung, die Außerparlamentarische Opposition (APO).

Natürlich können wir als Heimatverein Wasserburg nicht alle historischen Ereignisse mit einer Veranstaltung würdigen, aber Gedenken ist immer wichtig, hindert es uns doch, wie Martin Niemöller sagte, Torheiten zu wiederholen.

Nachdem wir kürzlich einen hochinteressanten Vortrag von Hiram Kümper zur Reformationszeit in Wasserburg erleben durften und wir vor Jahresfrist das Jahr 1918 näher beleuchtet hatten, wird heuer unter anderem 1968 auf dem Programm stehen.
So bietet der Heimatverein für Wasserburg und Umgebung auch 2018 ein breit gefächertes Angebot:

Globalisierung bewirkt mehrerlei, zum Beispiel Internationalisierung in Wirtschaft und Kultur und auch Migration. Beide Themen sollen in Vorträgen am Anfang des Jahres thematisiert werden.

Im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung will ich von den Ergebnissen der Beratungen in der Lenkungsgruppe für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept berichten.
Die Volksmusiktage wollen wir dazu nutzen, noch einmal einen Blick auf die Reformationszeit zu wagen.
Unsere Tagesfahrten sollen uns heuer zum einen nach München führen, wo wir die Geschichte des Nationalsozialismus beleuchten wollen. Vor 85 Jahren wurde Adolf Hitler Reichskanzler und zerstörte innerhalb von wenigen Wochen Reste der demokratischen Ordnung der Weimarer Republik.

Zum Zweiten werden wir nach Ettal fahren, wo heuer die Bayerische Landesausstellung stattfindet mit dem Thema „Mythos Bayern“. Zum „Mythos Bayern“ gehört aber auch Scheyern. 1119 wurde die Burg, das heutige Kloster, Besitz der Wittelsbacher. Die Klosteranlage ist hochinteressant. Man darf sich auf manches Kleinod freuen.

Für die Mehrtagesfahrt habe ich dieses Mal die Steiermark ausgewählt. Von Graz aus wollen wir die Steiermark erkunden, jenes Gebiet südlich des Alpenhauptkammes, das auch zwischen Italienern, Slowenen und Österreichern umstritten war.
Meine Frau und ich, wir freuen uns, mit Ihnen diese geschichtsträchtige Gegend bereisen zu können und wir sind auch gespannt darauf, ob wir nicht vielleicht auch Stätten herausgesucht haben, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

Aber auch die detaillierte Betrachtung von lokalen Kleinodien darf nicht zu kurz kommen: Dr. Gerald Dobler wird über „Die Kirche in Eiselfing und ihre mittelalterlichen Wandmalereien im Dachraum“ einen Vortrag halten und Dr. Christoph Nonnast wird über „Das Armenwesen in Wasserburg in Spätmittelalter und Frühneuzeit“ vortragen.

Schließlich spricht noch Ferdinand Steffan über „Wasserburger Maler der Barockzeit – Von den Pittenhartern bis zu Franz Mareis“.

Ich hoffe, der Heimatverein kann auch für 2018 Ihr Interesse wecken.
Ich wünsche Ihnen allen ein gutes, vor allem friedliches, gesundes 2018 und freue mich auf zahlreiche Begegnungen mit Ihnen.“

Im Namen des gesamten Vorstandes des Heimatvereins Wasserburg:
 
Peter Rink
1.Vorsitzender

Das Jahresprogramm im Überblick:

1514907162_jahresprogramm_2018.pdf

 

 

 

 

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