Vor erneutem Katastrophenfall …

Markus Söder kündigte das heute für Bayern nach Kabinetts-Sitzung an - Von Mitte März bis Mitte Juni galt der K-Fall drei Monate lang

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Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erwägt Bayern die erneute Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die dramatische Entwicklung im Freistaat besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder heute am frühen Nachmittag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen würden bereits Engpässe drohen, berichtet der Bayerische Rundfunk. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten wieder besser koordinieren, so Söder. Drei Monate lang – von Mitte März bis Mitte Juni – hatte der K-Fall schon zum Auftakt der Pandemie gegolten …

Man sei in einer sehr, sehr ernsten Situation, betonte Söder. Es müsse zur Eindämmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten.

Im Freistaat seien am heutigen Donnerstag vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3.057 neue Infektionen gemeldet worden. Das sei eine neue, unerfreuliche Rekordzahl. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Region in sieben Tagen, liege im Freistaat nun schon bei 107.

Quelle Bayerischer Rundfunk

 

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8 Kommentare zu “Vor erneutem Katastrophenfall …

  1. Jetzt wird’s dann echt gefährlich …
    Bei allem Verständnis für den Willen, Sicherheit zu schaffen. Ich will in einem freien demokratischen Land leben!

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

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    1. Hallo Lena,
      Sag mir bitte Bescheid wenn du in der jetzigen Situation dieses Land gefunden hast!
      Uns geht es Jaaa so schlecht in Deutschland!
      Kannst ja zum Trump nach Amerika, da gibt’s noch die Freiheit die du gerne hättest!
      Glaube jeder von uns möchte seine Freiheit haben und die haben wir auch, nur weil wir nicht zum Wirt dürfen oder auf Partys, sind wir noch lange nicht eingesperrt wie es in anderen Ländern ist!

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    2. Ein freies demokratisches Land. Also ich wurde ja in einem Bildungssystem eines freien demokratischen Landes ausgebildet. Da sagte man, das Volk wählt Volksvertreter, die im Sinne der mehrheitlichen Bevölkerung handelt.

      Und jetzt kommen die sonst so desinteressierten Leute aus den Löchern, wahrscheinlich nicht mal wählen gewesen und zerstören durch Massendemos, Privatpartys und Mundschutzverweigerung das, was die Mehrheit will, nämlich Verhindern von Übervollen Intensivstationen und unmöglich hohes Arbeitspensum für viel zu wenig Personal, nicht zu schweigen vom Schutze jedes einzelnen Lebens und der eigenen Gesundheit.

      Und das Schlimme ist, die Minderheit der Querulanten hat deutlich mehr Einfluss als ihnen auf Grund ihrer Anteile am gesamtdemokratischen Gefüge hierzulande zustünde.

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      1. Deutschland und viele andere Länder sind dabei, die Demokratie abzuschaffen, Corona ist das passende Instrument dazu. Es muss noch viel mehr demonstriert werden, sonst haben wir bald eine Diktatur.

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  2. Lena,
    upps hab ich was verpasst?

    Ich und wahrscheinlich du, wenn du in Deutschland lebst, leben in einem freien Land.

    Der Ausruf eines Katastrophenfalles hat nichts mit einer Einschränkung deiner Freiheitsrechte zu tun, sondern ermöglicht den Einsatz bestimmter zusätzlicher Leistungen bzw. Maßnahmen der jeweiligen Landesregierung oder der Bundesregierung, wie z.B. bei Hochwasser, Grossflächenbränden, Terroralarm ect und in diesem Fall eben eine (weltweite) Pandemie.

    Zum besseren Verständnis der freien Demokratie vs: Belarus, Hongkong, China, Russland, Nordkorea, wahrscheinlich einiger EU-Staaten usw und vielleicht bald auch das angeblich Urland der Demokratie, die USA. Frag dich doch mal ehrlich, wo du besser lebst. Wenn es dem Menschen nicht gefällt, dann hat er in unserem Land die Freiheit in jedes Land der Welt zu reisen (sofern es dich einreisen lässt).

    Ist sicherlich nicht alles “im Butter” bei uns, aber du darfst dich auch dazu äußern, demonstrieren und überall deine Meinung kundtun. Daran ändert auch der Ausruf eines möglichen Katastrophenfalls nichts.

    Daher, unsere Freiheit sehe ich derzeit nicht gefährdet!

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  3. Für die Kontrahenten hier wäre es vielleicht hilfreich auf den entsprechenden Seiten (Bayerische Staatsregierung) mal zu recherchieren, was der “Katastrophenfall” bedeutet und wozu (bei Ausrufung) die entsprechenden Staatsorgane ermächtigt werden. Ist nämlich nicht “ganz ohne”, was die Exekutive dann Alles rein theoretisch darf.
    Insofern hat die Lena da nicht ganz Unrecht, wobei sich auch die Frage stellt, ob dies unbedingt Ziel-fördernd ist.
    Außerdem finde ich es in einem der Art extremen Szenario nicht okay Andersdenkenden zu entgegnen: Hau doch ab, wenn es dir hier nicht passt. Vielleicht auch mal auf Google schauen, was Demokratie eigentlich bedeutet 😉
    Und noch an den Kugelfisch: Der Prozentsatz der Mitbürger, die das eher mit gemischten Gefühlen betrachtet liegt mittlerweile bei knappen 30% – ist – glaube ich – keine Minderheit mehr.

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  4. @Achim Becker

    Ich habe nicht gesagt, dass Andersdenkende abhauen sollen, sondern nur dass man bei uns die Möglichkeit hat sich anders zu orientieren, wenn man das möchte.

    Demokratie bedeutet für mich nicht nur Freiheit, sondern auch Solidarität, Rücksichtnahme und sich an Regeln und Gesetze zu halten, sowie Verantwortung zu übernehmen. Und deshalb dürfen Sie und ich, hier auch unsere Meinung kundtun, auch wenn wir in manchen Dingen nicht einer Meinung sind 🙂
    Nix für ungut!

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  5. Nachtrag: @Achim Becker

    Ja, die Ermächtigung der Maßnahmen der Staatsorgane im Katastropfenfall ist sicherlich “nicht ohne”, aber man sollte auch nicht vergessen, dass der Ausruf des Katastrophenfalls auch Leistungen des Staates ermöglicht, die sonst nicht möglich sind.

    Das wird leider manchmal vergessen, weil oft nur die negativen Seiten gesehen werden und manche positiven Auswirkungen als selbstverständlich angesehen werden.

    Und daher hoffe ich, dass Sie, Herr Becker, Lena, ich und alle anderen Kommentatoren, die manche Dinge unterschiedlich sehen, aber eins gemeinsam haben:

    Die Demokratie zu erhalten und zu leben.

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