Nur von „O bis O“ mit Sommerreifen

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (74)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas zurückliegt, stellt sich immer wieder die Frage, wie die ein oder andere Regel im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsfragen auf. Passend zur Jahreszeit geht es dieses Mal um die Winterreifenpflicht.


>>Der Oktober ist traditionell der Monat, in dem der Reifenwechsel ansteht. Viele Autofahrer orientieren sich dabei an der Faustregel „O bis O“, also dem Zeitraum zwischen Ostern und Oktober, in dem mit Sommerreifen gefahren werden kann.

Die StVO selbst schreibt allerdings keinen konkreten Zeitpunkt für einen Wechsel von Sommer- auf Winterreifen vor. Stattdessen beinhaltet sie eine situative Regelung zur Winterreifenpflicht. Konkret lautet die Vorschrift: „Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die (…) den allgemeinen Anforderungen (…) genügen.“ (§2 Abs. 3a StVO). Unabhängig davon ist es bei niedrigen Temperaturen jedoch allgemein empfehlenswert mit Winterreifen zu fahren, weil die Gummimischung der Sommerreifen dann härter wird und die Reifen dadurch an Grip verlieren können. Außerdem ist man so auch für kurzfristige Wetterumschwünge gewappnet.

Zulässige Winterreifen erkennt man an dem sogenannten „Alpine-Symbol“, einem Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke im Zentrum. Reifen, die nur die Bezeichnung „M+S“ tragen, erfüllen noch bis zum 30. September 2024 die Anforderungen, falls sie vor dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden. Auch für Winterreifen gilt die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter. Allerdings werden hier mindestens 4 Millimeter empfohlen, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten.

Bei einem Verstoß gegen die Winterreifenpflicht drohen ein Bußgeld von 60 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Werden Dritte behindert, weil man zum Beispiel am Berg hängen bleibt, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. Wichtig: im Ausland werden bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht meist noch weitaus höhere Bußgelder fällig!

Ausgenommen von der Winterreifenpflicht sind unter anderem Motorräder sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Allerdings gelten für ihre Benutzung bei winterlichen Verhältnissen bestimmte Regeln. So ist vor Fahrtantritt zu prüfen, ob das Ziel auch mit anderen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Nur wenn dies nicht der Fall ist, ist es erlaubt, mit dem eigenen Fahrzeug zu fahren. Während der Fahrt muss stets ein Abstand von mindestens dem halben Tachowert eingehalten werden. Außerdem darf mit maximal 50 km/h gefahren werden.

In diesem Sinne wünscht das Team der Fahrschule Eggerl einen möglichst entspannten Reifenwechsel und weiterhin eine gute Fahrt!<<

 

Foto: Pixabay

 

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