Von der Kontrollstelle ins Gefängnis

Urkundenfälscher im Netz der Rosenheimer Bundespolizei

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Die Bundespolizei hat am heutigen Freitag einen gesuchten Urkundenfälscher ins Gefängnis gebracht. Der Rumäne konnte bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn verhaftet werden. Hingegen musste ein Kosovare, der einen gefälschten Führerschein dabei hatte, das Land unmittelbar nach der Kontrolle wieder verlassen – mit 800 Euro weniger im Geldbeutel.

Nahe der Rastanlage Inntal-Ost überprüften die Bundespolizisten die Fahrgäste eines Reisebusses aus Mailand. Unter ihnen war ein Mann, der sich mit rumänischen Papieren ordnungsgemäß ausweisen konnte. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien herausstellte, wurde der 28-Jährige von der Münchner Staatsanwaltschaft gesucht. Laut Haftbefehl war er Mitte 2016 wegen Urkundenfälschung verurteilt worden. Seine Justizschulden in Höhe von rund 2.800 Euro hatte er jedoch bislang nicht beglichen. Da er die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, musste er ersatzweise eine Haftstrafe antreten. Die Beamten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein. Dort wird er insgesamt 71 Tage lang hinter Gittern bleiben.

Zuvor kontrollierten die Bundespolizisten auf der A93 die Insassen eines Kleintransporters mit italienischer Zulassung. Der Beifahrer führte zwar einen gültigen kosovarischen Reisepass mit, jedoch verfügte er für den beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik weder über ein Visum noch über eine sonstige Genehmigung. Bei der Durchsuchung des unerlaubt Eingereisten fanden die Beamten einen rumänischen Führerschein, der schnell als Fälschung entlarvt werden konnte. Die Bundespolizei verweigerte dem 33-Jährigen die Einreise und wies ihn nach Österreich zurück. Auf Anordnung der Traunsteiner Staatsanwaltschaft hatte der Kosovare vor seiner Überstellung an die österreichischen Behörden jedoch zunächst 800 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren zu hinterlegen.

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