Vom Unfall bis zur Ruhestörung

Viel Arbeit für Rosenheimer Polizei in der Nacht auf den heutigen Sonntag

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Über mangelnde Beschäftigung brauchte sich die Rosenheimer Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht beklagen. Unfälle, Randalierer und Ruhestörungen sorgten für viel Arbeit. Hier ein Überblick über die Einsätze am Samstag Abend und in der Nacht:

Gegen 18 Uhr kam es in Riedering, im Bereich des Tinninger Sees, zu einem Auffahrunfall. Eine 58-jährige Frau aus Riedering übersah eine vor ihr abbiegende 38-jährige Autofahrerin aus Samerberg. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 3000 Euro. Verletzt wurde bei dem Unfall zum Glück niemand.

 

Nur Minuten später ging die Unfallmeldung ein, dass in Söchtenau, Ortsteil Esbaum, ein Radfahrer gestürzt sei. Mit schweren Gesichtsverletzungen liege der Radler nun auf der Straße. Zum Glück konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Der Radfahrer erlitt nur leichte Verletzungen und stand beim Eintreffen bereits wieder auf den Beinen. Der Unfall passierte, da zwei Radfahrer frontal ineinander krachten. Der andere beteiligte Radfahrer wurden nicht verletzt, jedoch konnte die Polizei bei ihm eine deutliche Alkoholfahne wahrnehmen. Beim 32-jährigen Mann aus Prutting wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Ein Atemalkoholtest war ihm nicht mehr möglich, er war zu betrunken. Der andere Unfallbeteiligte, ein 57-jähriger Mann aus Amerang, wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Den Pruttinger erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

 

Gegen 20 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung in der Münchner Straße in Rosenheim ein schwarzer Daimler-Benz AMG auf. Der Fahrer gab mehrfach „Vollgas“, bremste sein Fahrzeug dann wieder abrupt ab, um wieder „Vollgas“ zu geben, teilweise begleitet mit durchdrehenden Reifen. Lange schaute die Rosenheimer Polizei hier nicht zu. Die Fahrt wurde sofort gestoppt. Dem 19-jährigen Fahrer aus Rosenheim wurde noch vor Ort der Autoschlüssel abgenommen, da nicht zu erwarten war, dass der junge Fahrer mit seinem Verkehrsverhalten aufhört. Gegen den Rosenheimer wird nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Auch die Führerscheinstelle wird über das Verkehrsverhalten in Kenntnis gesetzt.

 

Kurz danach wurde im Rahmen einer Fußstreife durch die Rosenheimer Polizei eine Person im Salingarten überprüft. Beim 31-jährigen Mann bestand eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Rosenheim. Nach Überprüfung seiner Daten und des aktuellen Wohnsitzes in Brannenburg, wurde der Mann wieder von der Streife entlassen.

 

Anschließend ging es mit den Ruhestörungen los. Insgesamt mussten von der Rosenheimer Polizei zwölf Örtlichkeiten angefahren werden, um vor Ort für Ruhe zu sorgen. In allen Fällen zeigten sie die Beteiligten einsichtig und die Ruhe kehrte sofort wieder ein.

 

Gegen 21.30 Uhr gingen mehrere Notrufe ein, dass ein fremder Mann vor einer Wohnung in der Gießereistraße steht. Der Mann soll versuchen, sich gewaltsam Eintritt in die Wohnung zu verschaffen. Vor Ort konnte in 55-jähriger Mann angetroffen werden. Er beschwerte sich über den Lärm, da er seine Ruhe haben möchte und schlug deshalb gegen die Haustür, um endlich Ruhe zu haben. Jedoch war der Mann so stark betrunken, dass er sich in der Tür irrte. Den Lärm den er meinte, kam von einer nahegelegenen Feier. Dem Mann wurde die Sachlage erklärt und letztlich sah er ein, dass es für ihn heute einfach besser ist, nach Hause zu gehen, was er auch nach der ein oder anderen Schimpftirade machte.

 

Nach dem Sieg der kroatischen Nationalmannschaft kam es im Bereich der Münchner Straße zu einem großen Fan-Treffen. Die Polizei schätzt, dass sich zirka 600 Leute dort zum Feiern trafen, auch der ein oder andere Autokorso bildete sich. Die Feiern zum Einzug in das Halbfinale lief friedlich und störungsfrei ab. Lautstärkenmäßig zeigten sich die Anhänger Kroatiens aber in keiner Abseitsposition, sondern durchaus in der Flügelspitze nach gelungenen Doppelpässen.

 

Ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrlaubnis kommt auf einen 17-jährigen Rosenheimer zu, der im Bereich der Mangfallstraße kurz nach Mitternacht angetroffen und kontrolliert wurde. Sein Motorrad war technisch verändert, sodass die zulässige Höchstgeschwindigkeit von erlaubten 45 km/h deutlich höher lag. Sein Führerschein reicht für diese Art von Motorrad nicht aus. Weiterfahren durfte der junge Mann nicht mehr, er musste sein Motorrad nach Hause schieben.

 

Im Bereich der Georg-Aicher-Straße in Rosenheim führten Beamte eine Geschwindigkeitsüberwachung mittels Lasermessgerät durch. Ihm Rahmen der rund zweistündigen Kontrollaktion wurden mehrere Fahrzeuge gemessen. Fast alle hielten sich an die zulässige Geschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften von 50 km/h. Lediglich ein 20-jähriger Mann aus Kolbermoor wurde mit knapp 80 km/h gemessen. Auf ihn kommt ein Bußgeldverfahren und Punkte in Flensburg zu.

 

Innerhalb von zehn Minuten mussten zwei Personen in die Arrestzelle der Rosenheimer Polizei verbracht werden. Der eine wollte aus der Wohnung seiner Bekannten nicht mehr nach Hause gehen, oder vielmehr er konnte nicht mehr, der andere lag im Bereich der Gabelsberger Straße auf dem Boden und konnte sich ebenfalls so gut wie nicht mehr bewegen. Ursache bei beiden: Alkohol.

 

Gegen drei Uhr brauchte ein Autofahrer fast die gesamte Innstraße, so deutliche Schlangenlinien fuhr er. Beim 56-jährige Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigte der Atemalkoholtest dann auch knapp zwei Promille. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wird eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden.

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