Vom Reisebus ins Gefängnis

Rosenheimer Bundespolizei nimmt Deutschen bei Grenzkontrollen fest

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Die Bundespolizei hat am gestrigen Montag einen Deutschen bei Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden festgenommen. Der 28-Jährige wurde gleich von zwei Staatsanwaltschaften gesucht. Insgesamt hatte er Justizschulden in Höhe von 3.000 Euro. Zahlen konnte er jedoch nicht.

In der Kontrollstelle auf der Inntalautobahn überprüften die Bundespolizisten die Fahrgäste eines Reisebusses, der regelmäßig zwischen Albanien und Deutschland verkehrt. Bei einem deutschen Reisenden schlug der Fahndungscomputer Alarm. Gegen den Mann, der im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) gemeldet ist, lagen Haftbefehle der Bonner und der Kölner Staatsanwaltschaft vor. Demnach hatte das Amtsgericht in Rheinbach bereits im September 2015 und das Amtsgericht Köln im April 2016 jeweils einen Strafbefehl erlassen. Wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis war er zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro, wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis zu 2.000 Euro verurteilt worden.

Die insgesamt geforderten 3.000 Euro zahlte der Verurteilte jedoch nicht und setzte sich offenbar vorübergehend ins Ausland ab. Als er nun nach Deutschland mit dem Reisebus zurückkehrte, wurde er prompt von der Bundespolizei kontrolliert. Mangels finanzieller Möglichkeiten hat er nun ersatzweise eine Freiheitsstrafe zu verbüßen. Die Bundespolizisten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein. Zusammengerechnet muss er 114 Tage lang hinter Gittern bleiben.

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