Vom Lärmschutz bis zum Kiebitz

Gestern und heute Anhörungen zum Bahnübergang der B304 in Reitmehring

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Die Stadt Wasserburg, die Untere Naturschutzbehörde, der Bund Naturschutz, die Feuerwehr und der Bauernverband – das sind nur einige der Institutionen und Behörden, die sich gestern in Staudham zur Anhörung der Regierung von Oberbayern einfanden. Thema war das größte Straßenbauprojekt im Altlandkreis Wasserburg seit Jahrzehnten – der Um- beziehungsweise Neubau der B304 in der Ortsdurchfahrt Reitmehring.

„Wir haben mit Nachdruck unsere Interessen zum Lärmschutz vertreten. Es geht unter anderem um die unmittelbaren Anwohner an den Tunnel-Portalen. Die sind unserer Meinung nach noch nicht ausreichend geschützt“, so Bürgermeister Michael Kölbl, der heute für die Wasserburger Stimme die gestrige Anhörung zusammenfasste.

Neben dem Lärmschutz habe man auch den großen Flächenbedarf, insbesondere in den geplanten Ausbuchtungen an der Bürgermeister-Schmid-Straße angesprochen, so Kölbl. Außerdem haben man auch ein juristisches Problem vorgetragen: „Das Straßenbauamt sieht die Baumaßnahme als ,wesentliche Änderung‘ an, wir sehen nach den jetzigen Planungen eher einen Neubau der B304 im Bereich Reitmehring. Ein Neubau würde unter anderem stärkere Lärmschutzmaßnahmen nach sich ziehen, was uns natürlich lieb wäre.“ Das müssten jetzt aber die Juristen klären.

Weitere Themen bei der Anhörung der „Träger öffentlicher Belange“ seien die Barrierefreiheit entlang der neuen B304 und auch der Schutz des Kiebitz im Bereich zwischen Reitmehring und Staudham gewesen, so Kölbl, der die gesamte Anhörung als „sehr sachlich“ bezeichnete.

Nachdem gestern am Vormittag die Behörden und Institutionen an der Reihe waren, folgten nachmittags dann die Anlieger, die anwaltlich vertreten wurden.

Heute werden die Betroffenen gehört, die keine juristische Vertretung haben.

Die Regierung von Oberbayern wird alle Einwendungen prüfen und abwägen, welche Änderungen in den Planfeststellungbeschluss eingearbeitet werden.

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„Sind mit Straßenbauamt im Gespräch“

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5 Gedanken zu „Vom Lärmschutz bis zum Kiebitz

  1. Bin mir sicher, dass sich die nächsten 10 Jahre nichts an dem Bahnübergang ändern wird. Leider nur heiße Luft die da geblasen wird….

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  2. normal denkender

    Bei diesen Dimensionen fehlen mir einfach die Worte !!!
    Das ist doch mehr als nur krank!!!
    In der Schule wäre das eine glatte 6 wegen Themaverfehlung!!!
    Das würde der vermutlich der teuerste Bahnübergang der Welt…

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  3. Warum kein Tunnel der genau unter der jetzigen Straße verläuft und neue Zufahrten für Reitmehring… Warum muss das so gigantisch werden? Wann soll dieser Unfug fertig gestellt werden?

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    1. Weil der Tunnel noch viele Millionen Euro mehr kosten würde, als es Brücke und Kurztunnel tun. Und die Baustelle für einen langen Tunnel wäre vermutlich noch gigantischer. Fertig? Na, vielleicht so 2015…

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  4. Das man was am Bahnübergang machen muss, leuchtet mir ein. Aber ich verstehe das Ausmaß des Projektes nicht, kann mir das einer erklären?
    Zumindest sieht das Bild so aus, als würde der Um/Neubau doppelt soviel kosten als Reitmehring selbst.

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