Vom Inn an den Arno

Von einem Eiselfinger, der auszog, die Welt des Schmucks zu erobern

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Vom Inn an den Arno, von Bayern in die Toskana – Werner Altinger aus Eiselfing hat seine neue Heimat gefunden und bleibt seiner alten dennoch treu. Er entwirft und fertigt Schmuck in der Toskana, wo er seit Jahren seinen Ateliersitz hat. Seit Abschluss seiner dreijährigen Goldschmiedelehre in Wasserburg lebt und arbeitet  Altinger in Italien. Der Draht zur Heimat ist aber nie ganz abgerissen. Jetzt kann man seine Werke bei Juwelier Ruepp in Wasserburg begutachten und erwerben.

Nach einem halbjährigen Praktikum 1997 als Werkstattassistent an der internationalen Goldschmiedeschule „Le Arti Orafe“, gegründet 1985 in Florenz von Gio’ Carbone, verschlägt es den jungen Deutschen nach Siracusa, Sizilien, wo er sechs Monate bei Francesco Passanisi und Maria Elena Fazio an der Schmuckkollektion des „antiken Koralls von Sciacca“ arbeitet.

Ein Goldschmiedetraum wird wahr als Werner Altinger 1998 nach Florenz zurückkehrt, um für zwei Jahre auf dem weltberühmten Ponte Vecchio in einer der letzten Werkstätten der Brücke, bei den Meistern der Florentiner Goldschmiedekunst, wie Armando Piccini (Gewinner der Biennale Venezia 1936 und des Diamond International Award 1958) und Renzo Bernardoni arbeiten zu dürfen.

Ab 2000 arbeitet Altinger selbständig als Zeichner und Modellist für Schmuckmarken in Florenz und Arezzo; einige seiner Arbeiten werden in Italienischen Schmuckmagazinen wie „18 karati“, „l’orafo italiano“ und „Glamour“ veröffentlicht.

Aus den Lebens- und Berufserfahrungen mit Land und Leuten in der Toskana und in Sizilien, gepaart mit seiner deutschen Herkunft entwickelte Werner Altinger im Jahre 2005 seine erste persönliche Schmucklinie, die ein Jahr später unter anderem bei der internationalen Münchener Schmuckmesse „Inhorgenta“ und der Fernsehdokumentation „Wunderschöne Toskana“ des WDR vorgestellt wird.

Die seither stetig wachsenden Schmuckkollektionen – der Kontrast zwischen linearen, kantigen Elementen und den weichen Linien des mediterranen Sepiafisches ist nicht mehr wegzudenken – sind zur Zeit in der Toskana, in Tokio/Japan und Ausstellungen in Süddeutschland zu sehen.

Seit 2007 ist Werner Altinger Dozent für Schmuckgestaltung und -anfertigung am Kunst- und Kulturinstitut „Lorenzo de’ Medici“, gegründet 1973 in Florenz.

 

 

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