Viel Arbeit für die Bundespolizei

Bei Grenzkontrollen 40 Migranten ohne erforderlichen Einreisepapiere festgestellt

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Die Bundespolizei hat über das verlängerte Pfingstwochenende bei Grenzkontrollen zwischen Kufstein und Rosenheim rund 40 Migranten ohne die erforderlichen Einreisepapiere festgestellt. Unter ihnen befanden sich auch ein Nigerianer, der wegen Sozialleistungsbetrugs angezeigt wurde, und ein Marokkaner, der mit einer gefälschten Aufenthaltserlaubnis unterwegs war.

In einem Fernreisebus aus Italien nahmen die Bundespolizisten auf der A93 einen nigerianischen Staatsangehörigen fest. Der 30-Jährige konnte sich zwar mit einem italienischen Flüchtlingspass ausweisen, er wurde aber dennoch festgenommen. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien herausgestellt hatte, ist der Mann trotz gültiger italienischer Aufenthaltsgenehmigung gleichzeitig in Deutschland als Asylbewerber registriert. Damit besteht der Verdacht, dass er in beiden Ländern Sozialleistungen bezieht.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er an die für ihn zuständige Ausländerbehörde in München weitergeleitet. Diese wird voraussichtlich schon bald über seinen weiteren Verbleib im Land entscheiden.

 

In der Kontrollstelle auf Höhe Kiefersfelden beendeten die Beamten auch die Fahrt eines Marokkaners, der in einem anderen italienischen Reisebus unterwegs war. Der 48-Jährige konnte sich mit einem marokkanischen Reisepass ausweisen. Seine italienische Aufenthaltsgenehmigung war allerdings abgelaufen. Die französische Aufenthaltserlaubnis, die er zusätzlich noch mitführte, konnte von den Bundespolizisten als Fälschung entlarvt werden.

Der Mann wurde wegen versuchter unerlaubter Einreise und Verschaffens falscher amtlicher Ausweise angezeigt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hin musste der Mann 600 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren bei der Bundespolizei hinterlegen. Anschließend wurde er nach Österreich zurückgewiesen. Wie ihm verweigerte die Bundespolizei am verlängerten Wochenende etwa 20 Migranten Einreise. Sie wurden den österreichischen Behörden überstellt.

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