Viehhausen: Bürger startet Online-Petition

Nach tödlichem Bahn-Unfall ab sofort Unterschriften-Aktion - Große Trauer

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Die Trauer ist groß im Raum Edling – und das Unverständnis auch, warum dieser Bahnübergang Viehhausen nicht längst beschrankt ist! Es gibt ab sofort eine Unterschriften-Aktion – eine Online-Petition – nach dem erneut tödlichen Bahn-Unfall am Samstag (wir berichteten). Zum zweiten Mal ist dort eine junge Frau ums Leben gekommen. Der Bürger und Anwohner Hans-Peter Bubb, Lehrer aus Viehhausen, reagiert und schreibt in der Petition: Wir fordern eine Beschrankung für den Bahnübergang Viehhausen auf der Ortsverbindungsstraße Edling – Reitmehring!

Hier kann man unterschreiben:

https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-einen-beschrankten-bahnuebergang-in-viehhausen-verbindungsstrasse-edling-reitmehring

Die Petitions-Begründung:

Bei der Ortsverbindungsstraße Edling – Reitmehring, auf dem sich der besagte Bahnübergang befindet, handelt es sich um eine zwischenzeitlich sehr stark frequentierte Straße, die einerseits häufig dazu genutzt wird, die Wartezeiten und die Autostauungen, die durch den geschlossenen Bahnübergang auf der B304 in Reitmehring entstehen, zu vermeiden und zu umfahren. Desweiteren nutzen viele Anwohner aus Rott und Umgebung, diese Verbindung, um schnellstmöglich in das Gewebegebiet Staudham zu gelangen. Oftmals werden dabei deutlich erhöhte Geschwindigkeiten gefahren.

Der Bahnübergang in Viehhausen ist aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften äußerst unübersichtlich:

Sehr starker Bewuchs des Bahndamms durch Sträucher und Bäume verhindern einen frühzeitigen Einblick auf die Bahntrasse.
Der Bahnübergang ist so schmal, dass er im Regelfall immer nur einspurig zu befahren ist. Verbunden mit der hohen Verkehrsdichte erfordert dieser Umstand ein hohes Maß an Aufmerksamkeit für den Verkehr.

Dieses hohe Maß an Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr reduziert die Aufmerksamkeitskapazitäten für die eigentliche Hauptgefahrenquelle unbeschrankter Bahnübergang in einem erheblichen Maße.
Schulkinder, Fahrradfahrer, Fußgänger, Sportler, die Badegäste des anliegenden Badesees und deren geparkte Autos verschärfen diese Situation zusätzlich, da dadurch weitere Aufmersamkeit benötigt wird.

Tiefstehendes Sonnenlicht in den Morgen- und Abendstunden erzeugt oftmals einen Blendeffekt, der so erheblich ist, dass das Warnlicht des Bahnübergangs kaum noch zu erkennen ist.

Trotz dieser aufgeführten Widrigkeiten fährt der Bahnverkehr mit unvermindeter Geschwindigkeit in den Gefahrenbereich des Übergangs, so dass selbst eine Reaktion des Zugführers einen Unfall nicht mehr verhindern kann.

Zwei tödliche Unfälle belegen, dass ein Reagieren des Lokführers nicht mehr möglich ist. Beide Male wurde das Auto auf eine Strecke von 200 Metern vom Zug über das Gleisbett mitgerissen.

 

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