Verstärkte Kontrollen gehen weiter

Polizei wieder mit recht positivem Fazit - Mit 1372 Verstößen gab's aber 230 mehr als noch in der Vorwoche

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Die Polizei kontrolliert fleißig auch im Landkreis die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung sowie der Abstands- und Schutzregeln. Wie in den Wochen zuvor, falle auch für die vergangene Woche die polizeiliche Bilanz recht positiv aus, heißt es am heutigen Sonntagmittag vom Polizeipräsidium in Rosenheim. Die große Mehrheit der Menschen im südlichen Oberbayern würden die Regeln akzeptieren und sich an die Beschränkung halten. Insgesamt betrachtet mussten mit 1.372 Verstößen allerdings über 230 Verstöße mehr als noch in der Vorwoche festgestellt werden …

Mehr als 16.000 Kontrollen führte die Polizei seit Montag, 20.04.2020, bis zum Morgen des heutigen Sonntags im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Verordnung der Bayerischen Staatsregierung anlässlich der Corona-Pandemie durch. Dabei wurden 1.372 Verstöße festgestellt. In 817 Fällen wurden Anzeigen erstattet, die meisten (779) davon wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung.

Am gestrigen Samstag war im Vergleich zu den letzten Wochenenden, trotz der schönen Witterung, weniger Ausflugsverkehr festzustellen. Nur im Bereich einiger weniger Ausflugsziele waren etwas stärker frequentierte Wanderparkplätze festzustellen. Die Wanderer und Radlfahrer beachteten mehrheitlich die Vorgaben, so dass es kaum zu Beanstandungen kam. Im Fazit lässt sich festhalten, dass die Verkehrslage, insbesondere in Anbetracht der Wetterlage als ruhig bezeichnet werden könne.

Mit Wochenbeginn sind erste Lockerungen mit der „Zweiten Bayerischen Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung“ in Kraft getreten. So konnten Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen und Fahrradwerkstätten wieder öffnen. Bisher waren nur Bewegung und Sport mit Personen des eigenen Hausstands oder dem Lebenspartner erlaubt.

Mit der Neuregelung darf nun die Wohnung zu Sport und Bewegung an der frischen Luft alternativ auch mit einer weiteren, nicht im selben Hausstand lebenden Person verlassen werden, so die Polizei. Das gilt auf jeden Fall noch die ganze kommende Woche bis zum 4. Mai. Dann wird von der Regierung neu entschieden.

Die Polizeibeamten setzen unter Berücksichtigung der neuen Regelungslage verstärkt auf mündliche Erläuterungen und Sensibilisierung, so dass die Zahl der Anzeigen nur leicht auf 817 (Vorwoche 791) angestiegen ist.

Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung wurde, wie bereits an den vergangenen Wochenenden, nicht nur von den Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sondern mit Unterstützung der Alpinen Einsatzgruppe, der Reitergruppe, der Kontrollgruppe Motorrad, der Wasserschutzpolizei sowie Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei kontrolliert.

Ergänzend zum Gebot der Bayerischen Staatsregierung führte die Stadt sowie der Landkreis Rosenheim bereits Mitte der Woche mit Allgemeinverfügung die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung beim Benutzen von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs sowie für den Aufenthalt im Bereich von Geschäften ein.

Diese Verpflichtung gilt ab dem morgigen Montag nun flächendeckend für den gesamten Freistaat Bayern. Personen ab dem sechsten Geburtstag müssen beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Es genügen hier ggf. auch selbst genähte Masken (sog. Community-Masken), ein Tuch oder ein Schal, medizinische Masken sind nicht erforderlich.

In den Geschäften sind zudem die Ladenbetreiber gefordert, die sicherzustellen haben, dass auch ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.

Nach den ersten Tagen ergibt sich für die Stadt und den Landkreis Rosenheim zur dortigen Pflicht des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen erfreulicherweise ein positives Bild. Die Bürger zeigten sich sehr einsichtig, so dass fast keine Beanstandungen durch die Polizei notwendig waren. Nach den vorläufigen polizeilichen Beobachtungen dürfte die Maskenpflicht im Bewusstsein von großen Teilen der Bevölkerung schon angekommen sein. Im südlichen Oberbayern hat bereits in dieser Woche ein nicht unerheblicher Teil der Personen die bisherige Empfehlung für das Schutzmaskengebot beachtet.

Polizeipräsident Robert Kopp: „Es ist notwendig, dass wir auch nach Wochen Ausgangsbeschränkung gemeinsam an einem Strang ziehen: Beachten Sie deshalb die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen zu tragen und halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern ein!

Die Beachtung der Schutzregeln ist schon deshalb notwendig, weil diese auch Voraussetzung für weitere Lockerungen sind.

Die Stadt und der Landkreis Rosenheim gelten als einer der „Corona-Hotspots“ in Deutschland mit knapp 37 Prozent mehr Todesfällen als zum Beispiel das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein. Die Polizei wird deshalb die Einhaltung der Regeln verstärkt überwachen. Wer gegen die „Maskenpflicht“ verstößt muss mit einer Anzeige und einer Geldbuße von 150 Euro rechnen, die im Falle von wiederholten Verstößen verdoppelt werden kann!“

Für Fragen zur Ausgangsbeschränkung sowie zu den Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen bittet die Polizei auch weiterhin, NICHT den Polizeinotruf 110 oder die örtlichen Polizeiinspektionen anzurufen.
Die Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung ist der zentrale Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger. Sie bietet einen direkten und raschen Draht in die Verwaltung des Freistaats mit allen Ministerien und Behörden.

Die meisten Fragen zur Ausgangsbeschränkung werden auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration unter folgendem Link beantwortet:

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3 Kommentare zu “Verstärkte Kontrollen gehen weiter

  1. Am Viehhauser Weiher ist Party jeden Tag und jede Nacht. Auch an unseren Seen müsste mal kontrolliert werden. Auch weil reichlich Müll zurück gelassen wird.

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    1. Den einen ist alles egal, der andere ruft die Polizei und dann gibts die “Eigentlich müsste man…”, “Ich will ja nix sagen, aber”…. Typen.

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  2. Altstadtbewohner

    Der “Eigentlich müsste man und Ich will ja nix sagen Typ” ist mir immer noch lieber als der Denunziant.

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