Vermutlich am Arbeitsplatz infiziert

Isi B. (22) aus Wasserburg und ihre Corona-Geschichte - Auszubildende ist wieder gesund

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„Natürlich erwischt es uns junge Menschen im Allgemeinen nicht so hart. Als ich beim Fernsehen dann aber ein bisschen Atemnot bekommen habe, da wurde mir schon wirklich mulmig.” Isi B. aus Wasserburg ist Auszubildende zur Heilerziehungspflegerin in einem Betreuungsheim im Altlandkreis. Vermutlich hat sich die 22-Jährige genau dort mit Corona infiziert. Fast drei Wochen Quarantäne in der heimischen WG hat sie jetzt hinter sich. Und sie ist zum Glück mittlerweile symptomfrei. Allerdings:

Isi B. wartet noch auf ihre beiden neuen Befunde. Beide müssen negativ sein. Zwei Tests brauchen Menschen, die in Pflege- oder Gesundheitsberufen arbeiten, bevor sie wieder an ihren Arbeitsplatz zurückdürfen. „Das kann jetzt bis zu zwei weitere Wochen dauern, bis ich die Ergebnisse habe. Ehrlich: Ich freue mich schon darauf, endlich wieder arbeiten zu dürfen. In unserer WG in Wasserburg ist’s zwar nie langweilig, richtig was zusammen machen kann man aber auch nicht, wenn man einigermaßen den Sicherheitsabstand wahren will.” Ihre beiden WG-Mitbewohner haben sich auch testen lassen, sind bisher ohne Symptome.

Bei Isi B. ging es mit leichten Halsschmerzen los. „Ich dachte erst, ich hätte mich beim Joggen verkühlt. Dann bekam ich auch noch richtig Schnupfen und da war klar, ich muss mich testen lassen.” Sie reihte sich in die lange Schlange auf der Rosenheimer Lorettowiese ein, dort ist das Testzentrum für die Stadt und den Landkreis. „Das ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man da mit großem Abstand in dieser Menschenschlange auf dem riesigen Parkplatz wartet. Das ist ein bisserl wie in einem Science-Fiction-Film.”

24 Stunden später war klar: Isi B. hat den Covid-19-Virus im Blut. „Das Ergebnis war relativ schnell da. Damit war es mit dem Arbeiten vorbei. Ich musste in häusliche Quarantäne.” Das war am 27. März. Seit ein paar Tagen ist sie jetzt wieder komplett symptomfrei. „Ich hatte großes Glück. Bei mir verlief die Erkrankung ziemlich flach. Ich war schlapp, hatte Halsschmerzen musste aber nicht mal husten. Da hätte ich mir auch noch mehr Sorgen gemacht. Immerhin rauche ich, was Atemwegserkrankungen ja nicht gerade positiv beeinflusst.”

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2 Kommentare zu “Vermutlich am Arbeitsplatz infiziert

  1. Liebe Isi B. Zuerst einmal: Schön, dass es Ihnen wieder gut geht. Gerade in den Pflegeberufen ist man natürlich immer einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich zu infizieren. Gerade aber aus diesem Grund möchte ich Ihnen, stellvertretend für alle Menschen, die sich in diesen Zeiten um kranke und hilfsbedürftige Menschen kümmern, meine Dankbarkeit aussprechen. Unverständlich ist für mich aber für mich, dass es noch Pflegeheime gibt, die ihre Mitarbeiter trotz positiver Testung, weiter in der Einrichtung arbeiten lassen und diese dann für die Verbreitung des Virus verantwortlich sind. Natürlich kann man jetzt all die Personen aufführen, die keinerlei Symptome aufweisen und trotzdem Virusträger sind. Aus diesem Grund heraus wurden seitens der Politik entsprechende Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung zu verlangsamen. Ihnen, liebe Frau B. möchte ich herzlichst danken, dass sie die Quarantänezeit eingehalten haben und wünsche ihnen viel Spaß in ihrem Beruf und eine infektionsfreie Zeit.

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  2. Wünsche allen,gute Besserung

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