Verkehrskontrolle einmal anders

Schoko oder Zitrone? Das fragten Schüler aus Eiselfing als „Helfer" der Polizei

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Verkehrskontrolle einmal anders: In Eiselfing übernahmen jetzt einen Vormittag lang Schüler das Kommando über ein Lasermessgerät der Polizei (unser Foto) und verteilten – je nach Geschwindigkeitsergebnis – Süßes oder Saures an die erfassten Autofahrer. Kennzeichen exakt anpeilen, Stundenkilometer ablesen und die Frage „Schoko oder Zitrone?“ beantworten lassen …

Nach einer kurzen Einführung waren die Schüler der dritten, vierten und fünften Jahrgangsstufe der Eiselfinger Grund- und Mittelschule sofort Feuer und Flamme gewesen.

Während sich die meisten – durch einen Beamten herausgewunkenen und mit Schokolade von den Kindern belohnten – Verkehrsteilnehmer an die innerorts geltende Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gehalten hatten, wurde auch der ein oder andere Temposünder erwischt.

Weil diese die Geschwindigkeit aber nur minimal überschritten hatten, gab es für sie statt einer Verwarnung eine bestimmte Ermahnung durch die anwesenden Polizisten und ein saures Zitronenbonbon von den Kindern.

Alexandra Eichner von der Polizeiinspektion Wasserburg richtete trotz der überwiegend vorbildlichen Fahrweise einen eindringlichen Appell an alle Fahrzeugführer: „Dort, wo Kinder unterwegs sind, ist bitte besonders vorsichtig und langsam zu fahren. Bereits eine minimale Geschwindigkeitsüberschreitung kann wegen des längeren Bremsweges lebensgefährlich sein.“

Die eindeutig positive Resonanz seitens der angehaltenen Verkehrsteilnehmer, egal ob im Temporahmen oder nicht, sprach für das Projekt.

So begrüßte es der überwiegende Teil der Autofahrer, für das Thema angepasste Geschwindigkeit etwa im Bereich rund um Schulen sensibilisiert zu werden. Das bewusst freundliche Gespräch mit Schülern und Polizisten – anstelle eines nur streng erhobenen Zeigefingers – verfehlte dabei seine Wirkung nicht.

GR

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