Verkehr war das Hauptthema

Stadtoberhaupt stand bei Bürgerversammlung im Burgerfeld Rede und Antwort

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Rund 80 Wasserburger weilten der vierten und letzten Bürgerversammlungen der Stadt im Burgerfeld bei. Diesmal stand Bürgermeister Michael Kölbl im Pfarrsaal von St. Konrad Rede und Antwort. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters (wir berichteten), gab es zahlreiche Wortmeldungen.

Als erste meldete sich Dorle Irlbeck.  Sie kritisierte die Parkprobleme im unteren Burgerfeld, die immer größer würden. „Ab 8 Uhr morgens geht nichts mehr. Autos parken sogar in den Kurven.” Müllfahrzeuge und andere Lkw kämen nicht mehr durch. Irlbeck: „So geht es nicht mehr weiter.” Sie bekam von weiteren Burgerfeldern Rückendeckung, die auch monierten, dass sogar Altstadtbewohner das Burgerfeld als Parkplatz nützen würden und dass es insgesamt zu wenig Behindertenparkplätze gebe.

Der Bürgermeister erklärte, dass es bereits Gespräche mit dem Landratsamt gegeben habe. „Solange die Baustelle besteht, wird es schwer eine Lösung zu finden. Es wurde bereits angeordnet, dass die Wildparkerei mehr kontrolliert und geahndet wird. Auch befinden wir uns im Gespräch mit der Firma Zosseder, die für die Müllentsorgung zuständig ist. Ein Anliegertreffen ist ebenfalls geplant.”

Ein weiterer Wortbeitrag beschäftigte sich mit den Hecken an Grundstücksgrenzen. Diese würden oftmals gar nicht oder nur mangelhaft zurückgeschnitten. Die Stadt sollte die betroffenen Grundstückseigentümer mal anmahnen. Entsprechende Hinweise gebe es alle Jahre in den Heimatnachrichten berichtete Kölbl dazu. Es werde mehrmals im Jahr auf diese Problematik hingewiesen. „Wir nehmen die Anregung auf und schreiben die betroffenen Grundstückseigentümer persönlich an.”

Ein Burgerfelder monierte, dass der Winterdienst beim Räumen immer wieder Schnee direkt vor Haus-Einfahrt schiebe. Wenn sowas vorkomme, sollte direkt die Stadt informiert werden, riet der Bürgermeister.

Eduard Bösch regte an, die Stadtbusse auf Elektroantrieb umzustellen. Der Bürgermeister musste diesem Vorschlag eine Absage erteilen. „Derzeit gibt es noch keine Elektrobusse, die bei uns im Stadtgebiet eingesetzt werden können. Das liegt auch daran,  dass starke Steigungen zu fahren sind. Wir werden das aber umsetzen, sobald entsprechende Fahrzeuge auf dem Markt sind.”

Auf fehlende Buswartehäuschen am Badria oder beim McDonald’s wies ein weiterer Bürger hin. In dieser Sache werde bereits an einem Konzept gearbeitet, so der Bürgermeister. Am Badria sei das kein Problem, „schwierig wird es aber, wenn die Flächen nicht der Stadt gehörten wie bei McDonald’s”.

Michael Misch wies darauf hin, dass auf dem Bolzplatz im Burgerfeld mobile Fußballtore wie auf anderen Sportplätzend er Stadt wünschenswert wären. „Dadurch, dass diese fest montiert sind, wächst im Torraum, der stark beansprucht wird, kein Gras mehr.” Dies sei leider nicht möglich, wie der Bürgermeister erklärte. „Auf einem Bolzplatz sind schlichtweg nur festmontierte Tore erlaubt.”

Ein weiterer Burgerfelder wünschte sich einen durchgängigen Radlweg über die Rote Brücke in die Altstadt. „Dafür wäre eine riesige Baumaßnahme, verbunden mit enormen Kosten, nötig.”, so Kölbl. Und auch der Denkmalschutz müsse dabei beachtet werden. „Das wird eher schwierig zu realisieren sein.”

MM

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5 Kommentare zu “Verkehr war das Hauptthema

  1. Stadtbusse mit Elektroantrieb kann man angeblich in Wasserburg nicht einsetzen. Diese Antwort glaube ich nicht.

    In vielen Ländern fahren Busse, die elektrisch angetrieben sind. Sogar in China fahren in einigen Städten die Busse elektrisch. Und die Städte sind auch etwas größer als Wasserburg und da gibt es mit Sicherheit auch Steigungen so wie in Wasserburg.

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    1. Bis China muss man nicht blicken um Elektrobusse zu begutachten, bis Burghausen würde es reichen. Allerdings hat die Stadt dort mehrere Ausfälle und einen Brand eines E-Buses zu verzeichnen. Ich denke dass sich der Bürgermeister schon bewusst ist, warum er mit E-Bussen noch wartet und das halte ich auch für richtig, denn Serienreif scheinen diese Fahrzeuge noch nicht zu sein. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

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    2. Die Chinesen haben halt den großen Vorteil, dass sie den Sondermüll (kaputter Akku) einfach auf den Müll werfen können. Bei uns wird man einestages bemerken, dass es doch nicht so toll ist und man sucht jahrzehntelang ein Endlager für Akkus.
      Anders als hierzulande verwenden Chinesen die E-Mobilität nicht deshalb weil es achso-grün ist, sondern weil der Smog raus aus den Städten hin zu Kraftwerken in der Pampas verlagert werden kann.

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  2. Liest man sich den Bericht hier durch, kommt die ganze Zeit als Antwort, das geht nicht und das geht nicht. Ich gebe ja zu, manche Dinge sind wirklich schwierig umzusetzen. Aber man könnte sich zum Beispiel als Bürgermeister auch mit der Firma Mc Donalds über ein gemeinsames Wartehäuschen zusammensetzen. Ich glaube, dass die Firma bestimmt kooperativ ist. Der Stadtbus wird nämlich inzwischen zum Einkaufen in der Tegernau zielmich genutzt. Auch am Badria ist ein Wartehäuschen überfällig. Beim Warten auf den Bus stehen die Leute im Regen. Und das ist noch dazu die Endstation des Stadtbusses. Hier gibt es auch genügend Stadtgrund. Über die Elektrobusse hat ja mein Vorgänger schon gesprochen. Nur in China ist die Entwicklung in Sachen Elektromobilität weiter voraus als bei uns. Da lohnt sich vielleicht noch eine kleine Wartezeit, denn die Steigung die Brunhuberstraße hinauf ist schon enorm. Aber umgestellt werden sollte auf alle Fälle. Denn es gibt eine Studie, dass Elektrofahrzeuge ein Fahrzeugleben lang gesehen und bezogen auf den Strommix in Deutschland und die C02-Emission bei der Herstellung, auf alle Fälle weniger CO2 emittieren, als Fahrzeuge mit Verbrennermotoren. Mit dem Rad über die Brücke in die Stadt zu fahren, ist bei sich stauendem Verkehr wirklich nicht sehr angenehm. Hier eine Lösung zu finden, ist eher schwierig. Hier muss ich dem Bürgermeister recht geben. Aber man sollte darüber mal nachdenken.

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  3. Flemisch for Bürgermeister, anscheind hat er aller hand lösungen parat….

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