Unterreiter mit kuriosem Schlafplatz

Von Polizei auf der Motorhaube eines Mercedes aufgeweckt - Das Wiesn-Blaulicht

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Pünktlich um 12 Uhr hieß es am gestrigen Samstag auf dem Rosenheimer Herbstfest „O´zapft is“ in beiden Festzelten. Für die Wiesnwache und die Beamten der Polizei begannen damit wieder 16 lange und fast auch immer ereignisreiche Arbeitstage. Zu vorgerückter Stunde kam es gestern zu den ersten Einsätzen. Nicht genug Abkühlung brachte der plötzlich einsetzende Platzregen dem einen oder anderen Stänkerer, der sich nicht mehr zu benehmen wusste und dementsprechend die Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizeiinspektion Rosenheim verbringen musste. Friedlich dagegen war ein junger Mann aus dem Raum Schnaitsee eingenickt, nur mit einem etwas ungewöhnlichen Schlafplatz …

Von der Müdigkeit und vielleicht auch vom Alkohol etwas übermannt, so hatte sich ein 22-Jähriger aus Unterreit einen ziemlich extravaganten Schlafplatz ausgesucht, meldet das Polizeipräsidium am heutigen Sonntagmittag.

Der junge Mann wurde gegen 3 Uhr am Salzstadel schlafend auf einer Motorhaube eines Mercedes vorgefunden. Der Mann aus Unterreit hatte sich so sehr auf das Fahrzeug „gekuschelt“, dass er den Mercedes-Stern verbogen hatte, den Lack leicht verkratzte und auch noch eine kleine Delle in die Motorhaube „schnarchte“.

Der junge Bursche müsse nun auf jeden Fall die Kosten für die Instandsetzung seiner außergewöhnlichen „Schlafstätte“ tragen, sagt die Polizei.

Immer noch mit einer „unbandigen Kraft“ ausgestattet, fühlte sich ein 25-jähriger Bruckmühler, der nach dem Herbstfestbesuch mit über zwei Promille in der Prinzregentenstraße ein Pärchen anpöbelte und sogar zu schlagen versuchte. Die hinzugerufenen Beamten der Polizei konnten den jungen Herren nur schwer beruhigen, so dass er in Gewahrsam genommen werden musste.

Doch damit noch nicht genug, denn im weiteren Verlauf sträubte er sich auch gegen die Gewahrsamnahme erheblich und versuchte zunächst mittels Kopfstoß und Fußtritten einen Polizeibeamten zu verletzen, was ihm glücklicherweise misslang.

Mehr Erfolg hatte er dann jedoch zum Nachteil eines Dienstfahrzeugs. Immer noch nicht beruhigt trat er gegen das Polizeifahrzeug und „köpfte“ dann auch noch mit voller Wucht eine Delle in die Schiebetür!

Wie in den letzten Jahren waren die Vorkommnisse insgesamt zum Auftakt zum Glück überschaubar und trübten in keinster Weise den positiven Gesamteindruck, so das Präsidium am heutigen Sonntagmittag.

Das Erfreuliche:

Prächtig war die Stimmung bei den zahlreichen Besuchern aus Rosenheim und der Region. Lederhosen, Dirndl und a fesche bayerische Polizeiuniform sind schon ein Foto wert. Noch bevor die Beamten der Wiesnwache ihre ersten Streifenrunden drehten, entwickelte sich ein entspannter Dialog zwischen Bürgern und Polizei, der oftmals mit einem „Erinnerungs-Selfie“ endete.

Polizeipräsident Robert Kopp und Polizeivizepräsidentin Eva Schichl freuten sich besonders über ein „bekanntes“ Gesicht aus dem Bayerischen Innenministerium. Der Inspekteur der Bayerischen Polizei, Harald Pickert, ließ es sich nicht nehmen, seine Rosenheimer Kolleginnen und Kollegen zu besuchen und am Wiesnauftakt teilzunehmen.

Bei einem Besuch der Wiesnwache am Glückshafen dankten die Behördenleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie der Inspekteur der Bayerischen Polizei den Beamten für ihren engagierten Einsatz und wünschten einen friedlichen Wiesnverlauf.

 

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