Ungarin wollte Polizisten beißen

Gestern hat die Rosenheimer Bundespolizei eine ungarische Staatsangehörige wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten hinter Gitter gebracht. Sie hatte sich an einer Grenzkontrollstelle im Landkreis vehement den Maßnahmen der eingesetzten Beamten widersetzt, heißt es am heutigen Mittag von der Dienststelle.

An der Rastanlage Inntal-Ost stoppten die Bundespolizisten einen Wagen mit ungarischen Kennzeichen. Die Fahrerin hatte zwar die erforderlichen Einreisepapiere dabei, aber ihr Pkw wies erhebliche Mängel auf. Ein Seitenspiegel war nur mit Klebeband befestigt, der zweite fehlte sogar komplett. Zudem behinderten dunkle Folien im hinteren Bereich des Autos die Sich, sagen die Beamten.

Ein sicheres Führen des an einigen Stellen bereits durchgerosteten Fahrzeugs war so nicht möglich, deshalb untersagten die Polizisten die Weiterfahrt.

Die Ungarin wurde aufgefordert, ihre Reise zu unterbrechen. Doch sie konnte oder wollte das nicht verstehen. Als ein Beamter nach dem Schlüssel griff, trat die Frau nach einem der Beamten und versuchte mehrfach, ihn zu beißen. Sie wurde festgenommen.

In der Rosenheimer Dienststelle der Bundespolizei konnte sich die ungarische Staatsangehörige wieder beruhigen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde sie dem Richter vorgeführt. Dieser verurteilte die 49-Jährige aufgrund der klaren Sachlage in einem beschleunigten Verfahren wegen tätlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten. Bundespolizisten brachten sie in die Justizvollzugsanstalt Traunstein. Dort muss sie nun eine 50-tägige Haftstrafe antreten!