Und jetzt zum Bundesverwaltungsgericht?

Altstadtbahn: Berufung der „Wasserburger Altstadtbahn GbR" wurde zurückgewiesen

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Ist das das Aus für die Reaktivierung der Wasserburger Altstadtbahn oder geht es jetzt noch vors Bundesverwaltungsgericht? Wie Bürgermeister Michael Kölbl bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates bekanntgab, hat der Verwaltungsgerichtshof in München ein weiteres Urteil zur Klage von „ProBahn” gegen die Stilllegung verkündet – und das erneut mit einem negativen Bescheid.


Am Mitte Juli war vor dem Verwaltungsgerichtshof die Klage der Wasserburger Altstadtbahn GbR, einem Konsortium, das die alte Bahnstrecke wiederbeleben will,  gegen den Freistaat Bayern behandelt worden. Nachdem die Berufung des Konsortiums zugelassen worden war (wir berichteten), hat nun der Gerichtshof ein Urteil gefällt: Die Berufung wurde zurückgewiesen.

Die ausführliche Begründung des Gerichts zum Urteil wird für dies Woche erwartet. Bis dahin gilt es abzuwarten – auch für ProBahn und die Wasserburger Altstadtbahn GbR. Möglich ist jetzt noch ein Gang vors Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

 

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Unser Bericht vom 2. Februar 2018:

„Pro Bahn“ darf weiter streiten

Unendliche Geschichte Altstadtbahn: Verwaltungsgerichtshof lässt Berufung zu

„Einen Etappensieg auf dem Weg zur Wiederherstellung der Wasserburger Altstadtbahn“ nennt der Fahrgastverband „Pro Bahn“ die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern. Der hat jetzt die Berufung des Konsortiums „Wasserburger Altstadtbahn“ zugelassen. Eigentlich hatte das Verwaltungsgericht München vor genau einem Jahr die Klage gegen den Stilllegungsbescheid des Freistaats Bayern für nicht zulässig erklärt (wir berichteten). Jetzt darf doch wieder geklagt werden.

 

„Das ist jedoch noch keine Entscheidung zum Stilllegungsbescheid selbst, sondern nur darüber, dass das Konsortium weiter vor Gericht die Zulassung seiner Klage gegen den Stilllegungsbescheid erstreiten darf“, heißt es in einer Pressemitteilung von „Pro Bahn“.

„Wir sehen damit unsere Rechtsauffassung bestätigt“, erklärt dazu Norbert Moy, oberbayerischer Vorsitzender von „Pro Bahn“ und ergänzt: „Viel lieber wäre es uns aber, wenn sich das Gericht nicht mit Fragen der Zulässigkeit unserer Klage aufhalten würde, sondern zur Sache selbst verhandeln würde.“

Das Konsortium „Wasserburger Altstadtbahn GbR“, bestehend aus den Firmen BayernBahn GmbH, Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, Innrail und dem Fahrgastverband „Pro bahn“, hatte mit der Stadt Wasserburg über die Übernahme der Bahnstrecke verhandelt.

Da die Stadt nicht gewillt war, dem neuen Betreiber die unterlassene Instandhaltung auszugleichen, erklärte sie die Verhandlungen für gescheitert und stellte beim Freistaat Bayern den Antrag auf Stilllegung der Altstadtbahn. Die Befürworter der Altstadtbahn sehen dagegen nur in umsteigefreien Zugverbindungen von der Wasserburger Altstadt bis nach München eine Möglichkeit, die verkehrliche Situation in Wasserburg nachhaltig zu verbessern.

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23 Kommentare zu “Und jetzt zum Bundesverwaltungsgericht?

  1. Hört das denn nie auf?

    Irgendwann muss doch damit mal Schluss sein!
    Es dürfte doch jedem klar sein, dass eine Bahn, die nur in der Stadt und in Reitmehring hält, sinnlos ist.
    Man kann nur hoffen, die nächste Instanz sieht das auch so und es werden keine Steuergelder in so ein absurdes Projekt gesteckt.
    Lieber die Busverbindungen auf die Umland-Gemeinden ausbauen, Takte verdichten und umweltfreundliche Busse einsetzen.

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  2. daEdlinger, do gib i dir voi recht. Aba es soi Leid gem, de kennan a Niedalge ned eistegga und miassn oiwei weida doa. Es gibd sovui zum doa bei uns umanand, an hauffa Vereine usw. huifts hoid dene a bissal, wens eich zlangweilig werd ohne Bahn.

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  3. Takt verdichten, Umlandgemeinden anschließen und umweltfreundliche Busse sind sicher toll. Aber eine Reaktivierung des Bahnanschlusses des Stadtzentrums schließt das ja nicht aus. Gerade für die Erreichbarkeit des Einzelhandelsstandortes Altstadt wären Züge, die aus Richtung München/Ebersberg direkt in die Altstadt fahren, eine große Bereicherung. Dafür sollte sich ein WFV, der seinem Namen und Auftrag gerecht werden will, doch mal einsetzen.

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  4. Fakt ist, dass ned funktioniert 😉

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  5. Eine Leiche, die seit 30 Jahren tot ist, lässt sich nicht widerbeleben.

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  6. Ja freili – Nomoi a Gericht beschäftigen. Kost´ ja ois nix!!!
    Und dann woisl´n, weil scho wieda a Steiaerhöhung kimmd.
    Manche wern hoid einfach bloß älter…

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  7. Einer, der a bissl rechnen kann

    Ab und zu frag ich mich schon, wie viele Leute an Realitätsverlust leiden?
    Wie bzw. wo soll denn eine S-Bahn (welche mit der baldigen Elektrifizierung der Strecke auch nur noch eine Frage der Zeit ist) und der damit benötigte 210m lange Bahnsteig in der Altstadt realisiert werden???
    Eine Gleisanlage über ein Firmengrundstück, ein nicht mehr vorhandener Hang zur Trassenlegung, ein nach aktuellen Vorschriften vermutlich viel zu kleiner Tunnel und ein nicht vorhandener Raum für einen benötigten Bahnsteig. Somit ein riesen Eingriff in die Natur (wobei ja alle sooo tolle Naturschützer sind, leider vermutlich aber nicht die kleinste Ahnung von Erdbau haben), und von den Kosten ganz zu schweigen.
    Und das alles soll dann auch noch den Stadtbus zwischen Reitmehring und Wasserburg attraktiver machen? Was jetzt – Bus oder Bahn?

    Lange Rede, kurzer Sinn.
    Es wird mal wieder alles schön geredet, um sich in der Öffentlichkeit zu profilieren. An die Verhältnismässigkeit denkt dabei leider keiner.

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  8. Es gibt aber offenbar einige Phantasten, die mit aller Gewalt etwas durchsetzen wollen, obwohl es jeglicher Vernunft widerspricht. Siehe Pfosten für die “Verkehrsneruhigung in der Altstadt”

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  9. @Farbenfreund. Ich kann mir nicht vorstellen dass jemand aus München oder sagen wir so aus Richtung München nach Wasserburg zum Einkaufen kommt. Der kauft in München ein, wenn er eh schon in den Zug steigt (größere Auswahl usw.) Zudem in der heutigen Zeit wo der Internethandel fluriert (was man ja nicht gut heißen muss, aber fakt ist).
    Man müsste es mal realistisch betrachten, wieviele Leute kommen mit dem Zug in Reitmehring an und haben dann als Ziel die Altstadt? ohne Burgau Gabersee, Burgerfeld oder Badria, denn für all dass braucht man ja wieder einen Bus. Ich glaube ohne jetzt ein großer Rechenkünstler zu sein, stehen die Kosten für eine Raktivierung hier führ in keinem Verhältnis.
    Turistisch gesehen ist Wasserburg bei weitem nicht so überlaufen als dass hier Schwärme von Turisten aus München oder so einfallen würden.
    Es gibt keinen Vernünfigen Grund Millionen für dieses Projekt auszugeben!

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  10. Warum macht man aus der Strecke nicht einen Radweg? Nur eine Frage…

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  11. Strecke platt machen und darauf an scheena Radlweg
    zwischen Altstadt und Reitmehring(-Edling) anlegen!!!

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  12. Hey, endlich amoi zwoa Leid mid Hirn !!! 🙂

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  13. findet sich denn kein Keller oder Speicher, wo diese Illusionisten alles in 1:87 nachbauen können?
    unser Rechtsstaat erlaubt natürlich ein solches Kasperltheater.

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  14. Die Personen aus Burgerfeld und Burgau sind aber dann doch trotzdem auf den Bus angewiesen. Ob der dann nach Reitmehring oder in die Altstadt fährt ist doch völlig egal…
    Bin eher dafür, dass auch andere Teile von Wasserburg wie Kornebeg, Attel usw. eine bessere Busanbindung erhalten. Da ist man immer noch aufs Auto angewiesen wenn man zum Zug möchte…

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  15. Edlinger Pendler

    Die ProBahn sollte mal aufhören Steuergelder zu verschwenden mit Gerichtskosten die der Steuerzahler zahlen muss.
    Es wäre viel wichtiger den Bahnüberführung bzw. -unterführung in Reithmehring zu bauen, dass sich die Autos nicht mehr Kilometer weit an den Bahnschranken stauen.
    Und längst gehört die Schienen zwischen Rosenheim nach Mühldorf, Wasserburg nach Ebersberg mit einer Oberleitung versehen, wir sind ja nicht mehr im Mittelalter.

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  16. Bernd Meerstein

    Als wir von Pro Bahn rund 30 Jahre unermüdlich für den Erhalt des “Filzenexpress” Reitmehring-München gekämpft haben, wurden wir damals auch immer als Spinner abgetan: “was wollts denn mit dem oiden Schmarrn?”. Heute sind uns Pendler dankbar und die meisten “Filzis” überfüllt. Da wir gewöhnt sind, uns systematisch und langfristig mit Verkehrsfragen auseinander zu setzen, hatten wir halt doch recht.
    Bei der “Altstadtbahn” geht es uns jetzt wieder genauso.
    Die Verkehrsperspektiven zeigen: jede Bahnstrecke sollte für die Zukunft gerettet werden, denn die Autostraßen sind jetzt schon überfüllt: Busse stehen morgens und abends im Stau und rund um München geht es den Auto-Pendlern ebenso.
    Wir werden jedenfalls weiter kämpfen, um diese Bahnstrecke wieder herzurichten und auch attraktiv zu betreiben.
    Pro Bahn Wasserburg

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  17. Hallo Bernd Meerstein.
    Wo sind die meisten” Filzis” überfüllt ? Vielleicht in der Früh zwischen 6:00 und 8:00 Uhr und am Feierabend um 17:00 und 18:00 Uhr aber nicht überfüllt sondern gut besetzt .Die restliche Zeit fahren die ” Filzis” fast leer .
    Haben sie schon mal eine Kostenaufstellung für diese Strecke nach Wasserburg machen lassen?

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  18. Ich hätte da einen Vorschlag. Lasst die Bürger darüber entscheiden, dann wird ganz schnell Ruhe sein mit dem Thema Altstadtbahn. Wäre Demokratisch und das Ergebnis ist zu akzeptieren. Denke es gibt genug vernünftige Leute, sieht man ja allein an den Daumen nach unten hier.

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  19. Oiso der “filzi” heut früh um 6:57 war leer 😉

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  20. Des is ja logisch, weil koa Berufsschule is.

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  21. @Michael: eben, genau des wollt ich damit sagen. Ausser Schüler und Pendler nutzt den Filzen fast keiner….

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  22. @ Bernd Meerstein: Leute, Euer Problem ist die mangelnde Kreativität;
    wenn schon Stadtanschluss, dann aber richtig zentral !
    Also: vom Bahnhof Wasserburg (Stadt) wird die S-Bahnlinie unterirdisch bis zum Marienplatz weitergeführt.
    Das gibt ein unschlagbares Argument, welches auch den verbohrtesten Gegner überzeugen wird:
    Man kann ohne Umsteigen vom Marienplatz Wasserburg zum Marienplatz München fahren!

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  23. Innovatives Wasserburg: Wie wär es mit einem Stadtseilbahnverkehr in alle relevanten Stadtteile?
    Wäre auch touristisch interessant.
    Die derzeitige Nahverkehrlösung mit abgasenden Bussen ist dauerhaft nicht tragbar.
    Die Straßen sind jetzt schon mit Individualverkehr, Mami/Papi-Taxis verstopft u.a.,
    vor allem am Gym herrscht Chaos dadurch zu den Stoßzeiten.

    Wo sind die innovativen Köpfe, die umweltorientierte Konzepte zur Nahverkehr-Erschließung dieser einzigartigen Stadt entwickeln?
    Gasende Busse und Mami-SUVs können wohl nicht die Lösung sein!

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