Überraschungen beim Richtfest

Landkreis feierte heute - Berthaler war dabei - Nicht das Kreisjugendamt zieht ein

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Der Landkreis Rosenheim hat heute Richtfest gefeiert. Die Bauarbeiten in dem Verwaltungsgebäude in der Wittelsbacherstraße 55 liegen voll im Plan – knapp ein Jahr nach dem Baubeginn (wir berichteten). Vor dem Richtspruch von Techniker Christian Pollerspöck von der Firma Pfeiffer Bau, wartete der stellvertretende Landrat Josef Huber mit einer Überraschung auf. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird nämlich nicht das Kreisjugendamt in das Gebäude einziehen …

„Angesichts der Entwicklung im Jugend- und Sozialbereich wäre das Gebäude schon wieder zu klein“, sagte Huber. Auf das Kreisjugendamt kommen weitere Aufgaben zu, was mehr Personal und mehr Platzbedarf bedeutet. „Das Jugendamt bleibt deshalb im Hauptgebäude.“

Laut Huber ist noch offen, wer stattdessen die sanierten Büroräume beziehen wird. Der stellvertretende Landrat kündigte zudem an, dass auch das Hauptgebäude saniert wird. Zum Schluss meinte Huber: „Ich hoffe, dass die Bauarbeiten unfallfrei weitergehen und ich freue mich auf die Einweihung.“

Die wird aller Voraussicht nach noch in der laufenden Amtsperiode stattfinden können, denn zeitlich und finanziell liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Im März oder April kommenden Jahres werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einziehen können. Auch die Kosten in Höhe von rund 15 Millionen Euro werden, nach jetzigem Stand, nicht überschritten.

Zu den Gästen des Richtfestes gehörte auch Landrat Wolfgang Berthaler, der erstmals seit seinem Sturz vor über einem Jahr in das Landratsamt Rosenheim zurückkehrte. Berthaler sprach von einem ergreifenden Moment und bedankte sich zunächst bei seiner Frau Edith und anschließend beim stellvertretenden Landrat Josef Huber.

In seiner Ansprache erinnerte Berthaler an die fehlenden Arbeitsplätze und die ausgelagerten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die er bei seinem Amtsantritt vorgefunden habe. Ein neues Verwaltungsgebäude wurde gebaut, ein bestehendes wird erweitert und generalsaniert und im Anschluss wird das Hauptgebäude saniert. „Wenn alles runderneuert ist, in vier bis fünf Jahren, dann werden wir hier einen tollen Standort haben“, sagte Berthaler. Abschließend meinte er zu seiner persönlichen Situation: „Ich bemühe mich, den Weg zurückzufinden.“

Das Verwaltungsgebäude wurde in Richtung Osten um etwa 12,5 Meter erweitert und auf der gesamten Länge um eine Etage aufgestockt. Dadurch konnte die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze mit 150 nahezu verdoppelt werden. Das komplette Bauwerk wird barrierefrei erschlossen. Mit einem offenen Verbindungsbau wird das sanierte und erweiterte Gebäude an das bestehende Hauptgebäude in der Wittelsbacherstraße 53 angebunden.

Die Baumeisterarbeiten sind bereits abgeschlossen und alle Fenster eingebaut. Große Teile der Dachabdichtung sind ausgeführt oder in Arbeit. Die Vorinstallationen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro sind beendet. In der bestehenden Tiefgarage wurde der Beton saniert.

Auf dem südlichen Grundstücksbereich entstand eine Tiefgarage. An dem darüber liegenden Parkdeck wird gearbeitet. Dadurch steigt die Zahl der Mitarbeiterparkplätze von 27 auf 60, drei davon sind barrierefrei. Im Eingangsbereich wird es zudem 14 Fahrradstellplätze geben.

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